04.02.26, 14:55

Infineon – Heißes Bonuszertifikat auf den KI-Profiteur

Die Q1-Zahlen von Infineon wurden an der Börse am Mittwoch zunächst gefeiert. Im Tagesverlauf drehte der Kurs dann aber sogar stärker ins Minus. Die charttechnische Ausgangslage bleibt vor diesem Hintergrund extrem spannend. Genauso wie das für die heutige Marktidee ausgewählte Zertifikat auf den Chip-Spezialisten.

Die Münchener haben mit ihren Ergebnissen zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 sowie einer bestätigten Jahresprognose die Erwartungen am Markt leicht übertroffen. Die gegenüber dem Vorquartal spürbar verbesserte Bruttomarge begründete das Unternehmen vor allem mit einer besseren Auslastung der Werke und geringeren Stillstandskosten. Im Fokus der Börsianer stand aber die angekündigte Erhöhung der Investitionen um rund 500 Mio. Euro. Infineon will vor allem die Kapazitäten für die Stromversorgung von Rechenzentren ausbauen, um die stark wachsende Nachfrage im Umfeld von Künstlicher Intelligenz bedienen zu können.

Sorgen bereiteten einigen Marktteilnehmer vor diesem Hintergrund die Auswirkungen der höheren Investitionen auf den freien Cashflow, der im laufenden Jahr unter Druck bleibt. Hinzu kommen gemischten Signale aus dem für Infineon wichtigen Automobilmarkt. Auch deshalb will der Vorstand einige der bestehenden Produktionskapazitäten umrüsten und dort statt bestimmter Chips für Autos verstärkt Bauteile für KI-Rechenzentren produzieren. Dieser Markt wächst aktuell deutlich schneller und die Gewinnmarge sind in der Regel höher.

Die Aktie wird an der Börse mit Multiples gehandelt, die auf oder leicht über dem Durchschnitts-Niveau der vergangenen zehn Jahre liegen. Das würde sich mit Blick auf 2027 und 2028 allerdings spürbar ändern, wenn die Gewinne dann, wie aktuell erwartet, dynamisch zulegen sollten. Charttechnisch ist die Ausgangslage gerade recht viel versprechend, nachdem die Widerstandszone bei 39/40 Euro zu Jahresbeginn überwunden wurde. Nach einem ersten, nicht untypischen Fehlausbruch am 2021er-Hoch bei knapp 44 Euro sollte das Ausbruchsniveau nun möglichst nicht mehr unterschritten werden, um im nächsten Anlauf die langjährige Seitwärtszone dann endgültig nach oben verlassen zu können.

Passend zu dieser Ausgangslage hat die DZ Bank vor wenigen Tagen ein Capped Bonuszertifikat auf Infineon emittiert, dessen Barriere mit 35 Euro leicht unter dem jetzt als Unterstützung dienenden Bereich liegt. Der Puffer ist mit knapp 13 Prozent natürlich relativ dünn, zumal das Papier erst in gut zwei Jahren fällig wird. Sollte der angesprochene Ausbruch aber gelingen und die Barriere dann nicht mehr verletzt werden, winkt eine sehr attraktive Bonusrendite von fast 25 Prozent p.a. oder 60 Prozent absolut. Der Dividendenverzicht fällt bei Infineon nicht so schwer ins Gewicht und bei einem Bruch der Barriere sorgt das negative Aufgeld dafür, dass die Verluste sogar noch geringer ausfallen als bei einem Direktinvestment in die Infineon-Aktie. Diese Option wäre am Ende nur dann die bessere Alternative, wenn der Aktienkurs bis März 2028 um mehr 60 Prozent auf über 64 Euro steigt (DU7SCS).