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12.08.26, 11:47

Merck – „Sell on good news“ als Einstiegschance

Der Darmstädter Pharmakonzern Merck hat im zweiten Quartal deutlich mehr verdient als erwartet und erneut die Prognose angehoben. Bei vielen Analysten reicht das dennoch nicht für eine Kaufempfehlung. Discountzertifikate können hier eine gute Investmentidee sein.

Merck ist im zweiten Quartal organisch um 4,1 Prozent gewachsen und kam auf 5,43 Mrd. Euro Umsatz. Deutlich stärker legte das bereinigte EBITDA zu: Mit 1,6 Mrd. Euro lag es 9,4 Prozent über Vorjahr und rund 4 Prozent über dem Analystenkonsens. Die EBITDA-Marge stieg um 1,6 Prozentpunkte auf 29,4 Prozent. Wachstumstreiber waren die Segmente Life Science mit 8,0 Prozent organischem Umsatzwachstum und Electronics mit 11,7 Prozent. Besonders stark entwickelte sich Semiconductor Solutions (+17,3 Prozent), wo die Nachfrage nach Materialien für komplexere KI-Chips zunimmt. Dagegen schrumpfte Healthcare organisch um 3,4 Prozent; Mavenclad verlor wegen der Generikakonkurrenz in den USA 10,2 Prozent.

Nach dem guten Quartal hob der Vorstand die Prognose zum zweiten Mal in diesem Jahr an. Für 2026 werden nun 21,0 Mrd. bis 21,8 Mrd. Euro Umsatz sowie 5,9 Mrd. bis 6,3 Mrd. Euro bereinigtes EBITDA erwartet. Zuvor lagen die Spannen bei 20,4 Mrd. bis 21,4 Mrd. Euro bzw. 5,7 Mrd. bis 6,1 Mrd. Euro. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten ist nach den Zahlen etwas gestiegen, liegt aber trotzdem nur leicht über dem aktuellen Kurs der Aktie. Viele Researchhäuser bewerten die Aktie daher neutral.

Die Aktie hat am Tag der Zahlenvorlage knapp ein neues Jahreshoch erzielt, ist im Anschluss aber mehr als 6 Prozent gefallen. Bei einem grundsätzlich intakten Aufwärtstrend bieten sich Discounter bei Merck als attraktive Alternative zum Direktinvestment an. Ein noch gut zwölf Monate laufendes Zertifikat der DZ Bank bietet bei einem Cap von 130 Euro einen Risikopuffer von knapp 7 Prozent sowie eine Ertragschance von 11,0 Prozent (10,6 Prozent p.a.). Verluste erleiden Anleger mit dem Discounter nur, wenn die Merck-Aktie am Ende mindestens 16 Prozent unter ihrem heutigen Niveau liegt (DN28GA).