Nach rechts weisender Zeigefinger (Handrücken) Jetzt für das volkswirtschaftliche- und fundamentale Q-Update mit UniCredit, das technische Q-Update mit HSBC sowie das Krypto-Update mit 21Nexus anmelden.
29.07.26, 12:00

SAP – 39 Prozent Bonusertrag nach dem Comeback

Die Sektor-Rotation an den Aktienmärkten ist in vollem Gange. Während gerade die zuvor sehr gut gelaufenen Chipaktien unter Druck stehen, erfreuen sich die heftig abgestraften Titel aus der Softwarebranche steigender Nachfrage. Auch SAP profitiert davon.

Kurz vor Veröffentlichung der Q2-Zahlen am späten Donnerstagabend war der Kurs der SAP-Aktie bei 127,50 Euro auf den tiefsten Stand seit dem Herbst 2023 gefallen. Gut drei Tage später kostet ein Anteilsschein rund 160 Euro. Ein Plus von mehr als 25 Prozent. Zwar liegt der Kurs immer noch 23 Prozent unter der Notierung zu Jahresbeginn, es zeigt sich aber ein klarer Erholungstrend. Bemerkenswert ist das vor allem deshalb, weil das Unternehmen im abgelaufenen Quartal die Gewinnerwartungen recht deutlich verfehlt hat. Vor allem höhere Ausgaben für Forschung und Marketing und gestiegene Kosten für die Nutzung externer KI-Modelle belasteten die operative Marge des Konzerns.

Die Ziele für das Gesamtjahr sollen von diesen Faktoren nicht negativ beeinflusst werden. Leicht reduziert wurde die Gewinnprognose trotzdem, was der Vorstand mit den erwarteten Verlusten zweier im Juli übernommener Unternehmen begründete. Die Börsianer schauten diesmal aber stärker auf den Current Cloud Backlog (CCB). Diese Zahl zeigt den innerhalb von zwölf Monaten umsatzwirksamen Cloud-Auftragsbestand an. Statt der von SAP für 2026 avisierten Abschwächung des Wachstums gab es nach einem Plus von 25 Prozent im Startquartal diesmal sogar einen währungsbereinigten Anstieg um 26 Prozent. Wahrscheinlich war das der Auslöser der seit Freitagmorgen laufenden Rally bei der Aktie.

Für das kurz vorher fällig gewordene Discountzertifikat aus der Marktidee vom 23. Juli des vergangenen Jahres kam die Erholung leider zu spät. Das Papier wurde zu 137,92 Euro zurückgezahlt und bescherte Anlegern ein Minus von 38 Prozent. Kleiner Trost: Der Aktienkurs war im selben Zeitraum sogar um 45 Prozent gefallen. Wer sich bei SAP nun neu positionieren und die erlittenen Verluste wettmachen möchte, kann einen Blick auf das Capped Bonuszertifikat der BNP Paribas werfen. Sollte das jüngste Korrekturtief bis zum Bewertungstag im Juni 2027 nicht mehr signifikant unterschritten werden und damit die Barriere bei 125 Euro unverletzt bleiben, winkt ein Ertrag von knapp 39 Prozent (45 Prozent p.a.). Das relativ hohe Aufgeld birgt allerdings das Risiko von leicht überproportionalen Verlusten im Falle einer Barriereverletzung während der Laufzeit (PK8J8Z).