06.04.22, 08:30

Keine panikartige Flucht aus Aktien – DZB Plenum

Die jüngsten Börsenturbulenzen sind nur für wenige Anleger ein Grund, sofort Aktien zu verkaufen – Anlageberater beobachten vielmehr eine Zurückhaltung bei Neuanlagen oder sogar Zukäufe bei den jetzt günstigeren Kursen – Aber auch Gold ist wieder gefragter – Stimmung in Vertrieben hält sich auf gemäßigtem Niveau

Berlin, 06. April 2022 – Die erschütternden Meldungen und Bilder aus der Ukraine dominieren weiter die Nachrichten. Der Krieg zieht weite Kreise und hat auch an der Börse Spuren hinterlassen. Trotz der teils scharfen Korrekturen reagieren viele Anleger aber besonnen. Mehr als 65 Prozent der Anlageberater in Banken und Sparkassen beobachten in erster Linie Zurückhaltung bei Neuanlagen. Beinahe jeder zweite sieht allerdings auch mutigeres Handeln bei den Kunden: Sie nutzen die Kurskorrekturen, um Aktien zuzukaufen. Das geht aus der aktuellen Umfrage des Fachmagazins Der Zertifikateberater hervor. Ein Drittel beobachtet indes Fluchttendenzen in Richtung sicherer Häfen wie Gold. Dieser Anschub trägt dazu bei, dass das als Krisenwährung gewertete Edelmetall mittlerweile zum Anlagethema Nr. 1 in der Beratung aufgestiegen ist (76 %).

Insgesamt bewegt sich die Stimmung in den Wertpapiervertrieben weiterhin auf gemäßigtem Niveau. Der Stimmungsindikator signalisiert mit etwas mehr als 50 Punkten eine mehrheitlich positive Einschätzung und hat sich gegenüber Februar kaum verändert (56 Punkte, Februar: 59). Hingegen hatten die Zertifikateemittenten die Lage im Februar noch äußerst positiv bewertet (75 Punkte). Von dem hohen Niveau ist ihr Index jetzt abgesackt und notiert nur noch bei 52 Zählern.

Weitere Informationen zu den Ergebnissen der monatlichen Marktumfrage unter Anlageberatern und Emittenten finden Sie unter www.zertifikateberater.de/plenum.

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