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28.07.20, 10:05

DZB Risikomonitor: Corona-Sorgen nehmen deutlich ab

Ausfallrisiken gehen deutlich zurück | Tiefststände vom Jahresanfang aber nicht wieder erreicht | Fitch zieht „Negativ“-Ausblick nach Überprüfung vielfach zurück | Nur Société Générale und UniCredit HVB mit Downgrades

Nach den massiven Ausschlägen zu Beginn der Corona-Krise haben sich die Akteure am Credit-Markt inzwischen wieder beruhigt. Die Preise für Kreditausfallversicherungen sind in den letzten Wochen branchenweit deutlich gesunken und nähern sich zumeist wieder den Durchschnittswerten des vergangenen Jahres an. Im Vergleich zu den Tiefstständen, die vor allem bei den großen Investmentbanken zum Jahreswechsel – also unmittelbar vor Ausbruch der aktuellen Krise – erreicht worden waren, sind aber nach wie vor teils deutliche Aufschläge zu bezahlen. In der Trend-Betrachtung ergibt dies ein ungewöhnliches Bild: Während der kurzfristige Trend (3 Monate) beinahe durchweg nach unten zeigt, weisen die Daten für den längeren 12-Monats-Zeitraum in den meisten Fällen noch ein deutliches Plus aus.

Auch die Ratingagenturen geben bislang keine Alarmsignale im Zusammenhang mit den Folgen der Pandemie-Bekämpfung. Fitch hatte zwar anfangs eine Vielzahl von Banken unter Beobachtung gestellt, zog den Negativ-Vermerk im Ausblick inzwischen aber bei den meisten Häusern wieder zurück. Nur bei zwei für den deutschen Markt relevanten Emissionsbanken kam es im Zuge der Überprüfung schon im Mai zu Herabstufungen. Bei der UniCredit Bank (HVB) hat Fitch das Rating um eine Stufe auf BBB gesenkt. Bei der Société Générale kam es zu einer Absenkung auf A-.  Zuvor hatte auch schon S&P den Ausblick bei der Société Générale auf „negativ“ gesetzt.

Unsere Übersicht zu aktuellen Ratings und Credit Spreads der Zertifikate-Emittenten finden Sie auch hier.

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