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28.05.19, 11:05

DZB Risikomonitor: Umstellung bei CDS deutscher Banken

Neue Kontrakte beziehen sich auf „Senior-Preferred“-Verbindlichkeiten - Angleichung sorgt für bessere Vergleichbarkeit mit Auslandsbanken – Deutsche Bank und Commerzbank größte Nutznießer – CDS bei britischen Banken ziehen an

Am 13. Mai wurde eine Anpassung bei den relevanten Kreditausfallversicherungen (CDS) der deutschen Banken vorgenommen. Die seitdem betrachteten Kontrakte beziehen sich jetzt – wie bei den ausländischen Wettbewerbern – auf die sogenannten „Senior-preferred“-Verbindlichkeiten, die in der Haftungskaskade später zur Ausfalldeckung herangezogen werden als Papiere mit dem Status „non-preferred“. Letztere rangieren als vorrangige, aber nicht bevorrechtigte Verbindlichkeiten zwischen klassischen Nachrang-Anleihen und Senior-preferred-Anleihen, die in der Haftungskaskade auch auf einer Stufe mit Strukturierten Anleihen und Zertifikaten stehen.

Hintergrund der jetzt nötig gewordenen Anpassung ist ein in Deutschland eingeschlagener regulatorischer Sonderweg, der Bankanleihen per se in den riskanteren Rang eingestuft hatte, während die Banken im Ausland für diese Zwischenstufe neue und wegen des erhöhten Risikos besser verzinste Papiere platzieren konnten.

Wichtigste Nutznießer der Angleichung sind Deutsche Bank und Commerzbank. Bei beiden gaben die ausgewiesenen CDS am Tag der Einführung der neuen Kontrakte deutlich nach und erlauben jetzt eine bessere Vergleichbarkeit mit den Risiken anderer europäischer und amerikanischer Banken. Die Deutsche Bank gehört mit 116 Basispunkten zwar weiter zu den am riskantesten eingestuften Häusern, der Abstand zu den Wettbewerbern ist aber stark zurückgegangen.

 

Unsere Übersicht zu aktuellen Ratings und Credit Spreads der Zertifikate-Emittenten finden Sie auch hier.

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