18.12.17, 13:31

DZB Risikomonitor: Positiver Ausblick auf 2018

Ratingagenturen geben positive Prognosen für Banken-Bonitäten - Moody's stuft Bank of America hoch - HSH in guter Verhandlungsposition - CDS sinken deutlich

Kurz vor Silvester geben die Ratingagentuen Ausblicke auf das kommende Jahr. Die Prognosen für den Bankensektor fallen dabei überwiegend positiv aus. Standard & Poor’s nennt vor allem das anhaltende weltweite Wirtschaftswachstum als wichtige Stütze für Banken und Versicherungen. Auch Moody’s ist zuversichtlich. Die Analysten haben ihren Ausblick für die globalen Investmentbanken für 2018 von stabil auf positiv angehoben, wobei sie insbesondere den US-Häusern eine höhere Profitabilität zutrauen. Das Rating für die Bank of America hat Moody’s deshalb jetzt schon um eine Stufe angehoben.

Auch europäische Banken schätzen die Analysten optimistisch ein. Allerdings senkten sie den Ausblick für 16 deutsche Häuser auf negativ. Hintergrund ist eine neue Anleiheklasse, auf die sich die EU geeinigt hat. Die bestehenden Anleihen deutscher Banken (senior unsecured bonds) könnten damit schlechter gestellt werden, befürchtet Moody’s. Explizit ausgenommen wurde die Commerzbank, für die ein positiver Ausblick gilt. Lobend heben die Analysten auch die Entwicklungen bei der HSH Nordbank hervor. Damit werde die Privatisierung bis Februar 2018 realistisch. Auch Fitch sieht die Bank in einer guten Position für die kommenden Verhandlungen.

Am Credit-Markt spiegeln sich die positiven Trends wider. Die CDS sinken. Für alle beobachteten Banken sind Kreditausfallversicherungen jetzt günstiger als zum Jahresende 2016.

Unsere Übersicht zu aktuellen Ratings und Credit Spreads der Zertifikate-Emittenten finden Sie auch hier.

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