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Gold - Goldman Sachs senkt Kursziel
Der Goldkurs hat gestern die Marke von 1.700 US-Dollar je Feinunze unterschritten und notiert aktuell bei 1.690 US-Dollar. "Für Unsicherheit sorgen großvolumige Verkäufe von Gold-Futures, die letzte und diese Woche ausgerechnet immer zu Mitternacht in New York abgegeben wurden, wenn dort kaum Handel stattfindet", kommentiert Jochen Stanzl, Rohstoffanalyst bei Limitup.de das Kursgeschehen. "Das hat den Goldpreis kurzfristig belastet und für Unsicherheit gesorgt." Das Kaufinteresse der langfristig orientierten ETF-Investoren könnten hingegen weiterhin hoch sein. Die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs verzeichneten auch gestern weitere Zuflüsse und erreichten ein neues Allzeit-Hoch beim Bestand von 2.627,59 metrischen Tonnen, wie die Agentur heute meldete. Analysten verweisen auch darauf, dass das Thema der fiskalischen Klippe den Goldpreis kurzfristig belaste. So könnte dadurch die Besteuerung von Börsengewinnen von 15 auf 20 Prozent steigen, sodass spekuliert wird, dass einige Gold-Anleger in diesem Jahr noch ihre Gewinne einstreichen, bevor sie im nächsten Jahr höhere Steuern darauf entrichten müssen. An den übergeordneten bullischen Fundamentaldaten beim Gold ändern diese kurzfristigen Entwicklungen nichts. Zu den Käufern von Gold zählte jüngst auch die Zentralbank von Südkorea, die im November 14 Tonnen Gold kaufte. Damit wurde der Bestand der Notenbank um 20 Prozent auf 84,4 Tonnen ausgebaut. Laut einem Pressetext der Währungshüter wurde das Edelmetall zur Diversifizierung der Währungsreserven gekauft und wird als sichere Anlage erachtet. Der Anteil von Gold an den Währungsreserven macht bei der Notenbank aktuell lediglich 1,2 Prozent aus, weshalb sich Kapitalmarktexperten weitere Käufe in Zukunft gut vorstellen können. Die Kapitalmarktexperten von Goldman Sachs haben am Mittwoch ihre Preisprognose für Gold für das Jahr 2013 jedoch gesenkt. Einem Bericht von MarketWatch zufolge sieht man zunehmende Abwärtsrisiken für das Metall, weshalb man etwas vorsichtiger geworden ist. Die Bank senkte das Kursziel auf Sicht von drei Monaten um 0,8 Prozent auf 1.825 US-Dollar pro Feinunze. Die Zielvorgabe auf Sicht von sechs Monaten verringerte sich um 7,0 Prozent auf 1.805 US-Dollar. Das 12-Monatskursziel sank um 7,2 Prozent auf 1.800 US-Dollar. Für 2014 rechnet man mit einem Kurs von 1.750 US-Dollar. "Während wir kurzfristig Anfang 2013 noch höhere Goldpreise erwarten, scheint das langfristige Chance-Risiko-Verhältnis wachsenden Abwärtsrisiken ausgesetzt zu sein", so die Erklärung. Eine weitere Lockerung der Geldpolitik in den USA würde den Kurs stützen, verbesserte wirtschaftliche Aussichten könnten dagegen einen allmählichen Anstieg der Realzinsen herbeiführen, was für Gold eher negativ wäre. Anleger sollten in jedem Fall beachten, dass wie aus den oben stehenden Ausführungen deutlich wird, die Entwicklung der Edelmetallpreise von einer Vielzahl wirtschaftlicher und politischer Faktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer Markterwartung berücksichtigt werden sollten. Es ist jederzeit möglich, dass sich der Markt anders entwickelt als es ein Anleger erwartet und deshalb Verluste eintreten. Mini Future Short auf Gold (Troy Ounce)
Mini Future Short auf Gold (Troy Ounce)
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