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13.08.26, 17:52

Zwei Aussagen über Bitcoin, die einfacher klingen, als sie sind

In Beratungsgesprächen fallen sie regelmäßig – meist als Argument, das die Diskussion beenden soll. Tatsächlich fängt sie dort erst an.

„Bitcoin ist eine eigene Anlageklasse." Und, in der Regel aus der Gegenrichtung: „Bitcoin hat keinen inneren Wert." Beide Sätze klingen wie Feststellungen. Beide hängen stärker von Begriffen und deren Abgrenzung ab, als die Formulierung vermuten lässt.

Denn eine allgemeingültige Definition dessen, was eine Anlageklasse ausmacht, existiert nicht. Und der Begriff des inneren Werts ist zwar breit anerkannt, seine Messung aber alles andere als einheitlich: Unterschiedliche Modelle liefern für denselben Vermögenswert unterschiedliche Werte. Wer über digitale Assets spricht, streitet deshalb häufig über Begriffe und Denkmuster, lange bevor es um eine Allokationsentscheidung geht. Das macht die Debatte unproduktiv – und die Einordnung für Berater unnötig schwer.

Genau dort setzt „Endlich verstanden: Digitale Assets" an, ein neues Format von 21Nexus. Boris Jurczyk, Gründer und Geschäftsführer von 21Nexus Capital, und Jan Horak, seit über 15 Jahren in der strategischen Unternehmenskommunikation und auf digitale Assets spezialisiert, nehmen sich in rund zehn Minuten je eine verbreitete Aussage vor und stellen eine einfache Frage: Stimmt das wirklich? Nicht, um sie zu bestätigen oder zu widerlegen, sondern um zu klären, was tatsächlich dahintersteckt.

Folge 1: „Bitcoin ist eine eigene Anlageklasse." Der naheliegende Einwand lautet: Das Aktienuniversum umfasst Tausende Unternehmen, Bitcoin ist nur Bitcoin. Die Folge prüft, welche Kriterien institutionelle Investoren an eine Anlageklasse anlegen – und erinnert daran, dass auch Kategorien wie Hedgefonds, Private Equity oder Infrastruktur ihren Status weniger einer einheitlichen Definition als institutioneller Praxis und Akzeptanz verdanken. Die Antwort fällt entsprechend pragmatisch aus. Sie hat allerdings eine Konsequenz für den Oberbegriff: Für digitale Assets insgesamt passt der Begriff Anlageuniversum besser.

Link Episode: Bitcoin ist eine eigene Anlageklasse. Stimmt das wirklich?

Folge 2: „Bitcoin hat keinen inneren Wert." Hier steht nicht die Aussage auf dem Prüfstand, sondern ihre Prämisse. Wer inneren Wert ausschließlich aus künftigen Zahlungsströmen ableitet, kommt zwangsläufig zu einem Nein – dann aber ebenso bei Gold, bei Sammlerstücken und beim Hundert-Euro-Schein. Die Folge fragt stattdessen, welche Eigenschaften Bitcoin für Investoren wertvoll machen, und was daraus für die Praxis folgt, wenn klassische Bewertungsmodelle nicht greifen: Positionsgröße, Risikomanagement und Diversifikation gewinnen an Gewicht – samt des Vorbehalts, dass die Korrelation zu Aktien in Stressphasen wie 2022 zeitweise deutlich anstieg.

Link zur Episode: Bitcoin hat keinen inneren Wert. Stimmt das wirklich?

„Endlich verstanden: Digitale Assets" ist ein Bildungsformat; die Inhalte dienen der Information und Einordnung und stellen keine Anlageberatung dar. Beide Folgen sind auf Spotify, Apple Podcasts und YouTube verfügbar. In der nächsten Episode geht es um die Aussage: „Bitcoin ist anonym. Stimmt das wirklich?"

 

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