Nach rechts weisender Zeigefinger (Handrücken) Jetzt zum Krypto-Update mit 21Nexus anmelden!
13.07.26, 16:00

Persischer Golf, Tokio und Washington

Schlagabtausch am Persischen Golf


US-amerikanische und iranische Streitkräfte haben sich am Sonntag schwere Raketen- und Drohnenangriffe geliefert, wobei Iran US-Einrichtungen in mehreren Golfstaaten ins Visier nahm und erneut die Schließung der Straße von Hormus erklärte. Nach Angaben US-Streitkräfte seien daraufhin 140 Ziele im Iran bombardiert wurden. Der Ölmarkt reagierte mit moderaten Ausschlägen auf die gegenseitigen Angriffe. Die Nordseesorte Brent notiert heute morgen rund 5 % höher als zum Wochenschluss.

Pensionsfonds sollen JGBs stützen


Die japanische Finanzministerin Satsuki Katayama sagte am Freitag, dass die Regierung die Pensionsfonds, einschließlich des Government Pension Investment Fund (GPIF), dem weltweit größten Pensionsfonds, anregen will, deutlich mehr in japanische Finanzanlagen zu investieren. Sollten große Pensionsfonds wie der GPIF tatsächlich zu höheren Allokationen in japanische Finanzanlagen bewegt werden, könnte dies insbesondere Aktien und Anleihen aus Japan strukturell unterstützen. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob aus den politischen Aussagen konkrete Maßnahmen folgen und wie stark institutionelle Anleger ihre Portfolios tatsächlich anpassen. Eine Änderung der Anlagegrundsätze des Fonds ist nicht ohne Weiteres möglich und braucht Zeit. In Reaktion auf die Äußerungen der Finanzministerin legte der Yen gegenüber dem US-Dollar zu und die Renditen japanischer Staatsanleihen sanken. Ob dies von Dauer sein wird, bleibt abzuwarten. Der Pensionsfonds GPIF hielt nach eigenen Angaben Ende letzten Jahres 293 Bio. Yen (1.583 Mrd. Euro) an Vermögenswerten. Davon entfielen 24,5 % auf ausländische Anleihen und 24,8 % auf ausländischen Aktien.

US-Inflation diese Woche im Fokus

Das US-Arbeitsministerium wird am Dienstag die Inflationszahlen für Juni veröffentlichen. Da im abgelaufenen Monat die Preise an den Zapfsäulen spürbar gefallen sind, dürfte der US-Konsumentenpreisindex im Monatsvergleich leicht gesunken sein. Da sich im laufenden Monat der Rückgang der Kraftstoffpreise bislang fortgesetzt hat, ist für Juli abermals mit einem Rückgang der Verbraucherpreise zu rechnen. Die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat könnte in Folge von 4,2 % im Mai auf etwas über 3 % im Juli zurückgehen. Dies sollte den Druck auf die US-Notenbank ein wenig mindern, ihren Leitzins anheben zu müssen. Es kommt entlastend hinzu, dass der jüngste US-Arbeitsmarktbericht hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Auch strukturell gibt es Signale einer Entspan-nung an der Inflationsfront. Die US-Wirtschaft erzielt seit einigen Quartalen hohe Produktivitätsgewinne, welche den Anstieg der Lohnstückkosten dämpfen und damit den unterliegenden Inflationsdruck senken. Angesichts dessen erwarten wir, dass die US-Notenbank ihren Leitzins bis Mitte 2027, dem Ende unseres Prognosezeitraums, unverändert lassen wird. Diese Inflations- und Fed-Prognose setzt allerdings voraus, dass US-Präsident Donald Trump drastische Erhöhungen der US-Einfuhrzölle unterlässt. Weitere Einblicke in die US-Geldpolitik erhoffen sich Marktteilnehmer von dem ebenfalls am Dienstag stattfindenden halbjährlichen Rechenschaftsbericht des Fed-Vorsitzenden vor dem Finanzausschuß des US-Repräsentantenhauses.


Wichtige Hinweise


Diese Publikation richtet sich ausschließlich an Empfänger in der EU, Schweiz und Liechtenstein. Diese Publikation wird von der LBBW nicht an Personen in den USA vertrieben und die LBBW beabsichtigt nicht, Personen in den USA anzusprechen.

Aufsichtsbehörden der LBBW: Europäische Zentralbank (EZB), Sonnemannstraße 22, 60314 Frankfurt am Main und Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Graurheindorfer Str. 108, 53117 Bonn / Marie-Curie-Str. 24-28, 60439 Frankfurt.

Diese Publikation beruht auf von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt unsere unverbindliche Auffassung über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder, ungeachtet etwaiger Eigenbestände in diesen Produkten. Diese Publikation ersetzt nicht die persönliche Beratung. Sie dient nur zu Informationszwecken und gilt nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Für weitere zeitnähere Informationen über konkrete Anlagemöglichkeiten und zum Zwecke einer individuellen Anlageberatung wenden Sie sich bitte an Ihre Anlageberaterin oder -berater. Wir behalten uns vor, unsere hier geäußerte Meinung jederzeit und ohne Vorankündigung zu ändern.

Wir behalten uns des Weiteren vor, ohne weitere Vorankündigung Aktualisierungen dieser Information nicht vorzunehmen oder völlig einzustellen. Die in dieser Ausarbeitung abgebildeten oder beschriebenen früheren Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen stellen keinen verlässlichen Indikator für die künftige Wertentwicklung dar.

Herausgeber


Landesbank Baden-Württemberg
Am Hauptbahnhof 2
70173 Stuttgart

Bei den hier dargestellten Inhalten handelt es sich um fremde Inhalte. Für diese fremden Inhalte ist ausschließlich der jeweilige Eingeber verantwortlich. Eine inhaltliche, redaktionelle Überprüfung durch die DZB Media GmbH erfolgt ausdrücklich nicht. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang ergänzend den Haftungsausschluss unter https://www.zertifikateberater.de/impressum.

Sollte ein hier durch einen Eingeber distribuierter Inhalt aus Ihrer Sicht gegen geltendes Recht verstoßen, schicken Sie bitte eine Email an nc. Der gemeldete Inhalt wird umgehend überprüft und ggf. gesperrt.