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06.07.26, 08:40

OPEC+ erhöht erneut die Förderquoten

OPEC+ erhöht Förderquoten


Bei den Friedensgesprächen zwischen den USA und dem Iran gab es übers Wochenende keine neuen Entwicklungen. Derweil passierten aber wieder Schiffe die Straße von Hormus, was in Verbindung mit der Einigung der OPEC+ auf eine weitere Erhöhung der Fördermengen um 188.000 Barrel pro Tag ab August zusätzlich zu den bereits erfolgten Erhöhungen für einen Rückgang beim Ölpreis führte. Die Gesamtmenge erhöht sich damit gegenüber April um rund 800.000 Barrel pro Tag. Der Preis für Brent erreichte ein Viermonatstief von 71,86 US-Dollar pro Barrel. Sinkende Energiekosten in Verbindung mit einem schwächeren US-Arbeitsmarktbericht hatten zudem einen leichten Rückgang der Rendite 10jähriger US-Treasuries auf 4,47% zur Folge. Das Protokoll der letzten Sitzung der US-Fed wird am Mittwoch erwartet und könnte Hinweise über die Sicht der US-Notenbank in Bezug auf den jüngsten Ölpreisrückgang geben.

Zinsprognosen revidiert


Am vergangenen Freitag haben wir im Rahmen unseres Anleihen Weekly die EUR-Leitzinsprognose revidiert. Wir gehen zwar weiterhin davon aus, dass der EZB-Rat auf seiner September-Sitzung den Einlagesatz um 25 Bp auf 2,50% erhöhen wird. Eine darüberhinausgehende Zinserhöhung - wie bisher von uns erwartet - dürfte jedoch nur noch dann im Raum stehen, wenn das USA-Iran-Abkommen scheitern und die Straße von Hormus abermals für mehrere Monate geschlossen werden sollte. Vor dem Hintergrund der Revision der EZB-Leitzinsprognose haben wir unsere Prognose für die Rendite 10-jähriger Bunds auf Dreimonatssicht von 3,20% auf 3,00% und auf Zwölfmonatssicht von 3,35 % auf 3,20 % nach unten genommen. Auf Dreimonatssicht sehen wir die US-Benchmarkrendite nunmehr bei 4,40% (bisher: 4,65%), während wir unsere Prognose per 30.06.2027 nur geringfügig von 4,65% auf 4,55% korrigiert haben.

ISM Services verbessert erwartet

In den USA wird heute der Juni-Wert des ISM-Index für den Dienstleistungssektor veröffentlicht. Laut unserer Prognose von 54,8 Zählern (Mai: 54,5) dürfte dieser nun den zweiten Monat in Folge eine moderate Stimmungsaufhellung innerhalb des mit Abstand größten Sektors der US-amerikanischen Volkswirtschaft (Dienstleistungen stehen für rund 80% der US-Wirtschaftsleistung) signalisieren. Die Konsens-Schätzung liegt bei nur 54,1 Zählern. Der Makrodatenkalender ist in dieser Woche ansonsten beiderseits des Atlantiks relativ dünn besetzt.


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Herausgeber


Landesbank Baden-Württemberg
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