Golfstaaten bremsen Trump
Trump stoppt Iran-Schlag in letzter Minute Chinas Wirtschaft stolpert im April Japans BIP im 1. Quartal überrascht
Börsen atmen auf
US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben einen geplanten Angriff auf den Iran kurzfristig gestoppt. Zuvor hätten Katar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate darum gebeten, auf einen Militärschlag zu verzichten. Der Angriff sei ursprünglich für den heutigen Dienstag vorgesehen gewesen. Gleichzeitig betonte Trump, das US-Militär bleibe in voller Einsatzbereitschaft, falls keine akzeptable Einigung mit dem Iran erzielt werde. Bislang war öffentlich nicht bekannt, dass ein möglicher Angriff bereits konkret geplant war. Trump hatte zuletzt mehrfach erklärt, dass dem Iran nur noch wenig Zeit für eine Friedenslösung bleibe. Beobachter warnten jedoch vor den Risiken eines erneuten militärischen Eingreifens der USA. Ein Angriff könnte die Spannungen im Nahen Osten weiter verschärfen, ohne den Iran entscheidend zu schwächen. Die Finanzmärkte reagierten erleichtert. Der Dow Jones Industrial Average stieg um 0,3 % auf 49.686 Punkte. Der S&P 500 verlor lediglich 0,1 %, während die NASDAQ Composite-Indizes moderat nachgaben.
China kämpft gegen die Flaute - Wirtschaft stolpert im April!
Die chinesische Wirtschaft hat im April spürbar an Dynamik eingebüßt. Mehrere zentrale Konjunkturindikatoren enttäuschten die Erwartungen der Analysten. So erhöhten sich die Einzelhandelsumsätze gegenüber dem Vorjahresmonat lediglich um 0,2 %, nachdem im März noch ein Wachstum von 1,7 % erzielt worden war. Auch die Industrieproduktion verlor an Schwung und legte nur noch um 4,1 % zu, nach 5,7 % im Vormonat. Zudem zeigten sich die Investitionen schwach: Die Anlageinvestitionen sanken in den ersten vier Monaten des Jahres um 1,6 %, nachdem im ersten Quartal noch ein Plus von 1,7 % ausgewiesen worden war. Innerhalb der Industrie zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede. Während die Gesamtwirtschaft an Tempo verliert, profitieren Zukunftsbranchen wie Erneuerbare Energien, der Maschinenbau und der Technologiesektor weiterhin von einer robusten Entwicklung. Unterstützung erhalten diese Bereiche insbesondere durch den weltweiten KI-Investitionsboom sowie die weiterhin widerstandsfähigen chinesischen Lieferketten. Trotz geopolitischer Spannungen im Nahen Osten, gestiegener Energiepreise und Belastungen im Welthandel präsentiert sich die chinesische Wirtschaft insgesamt vergleichsweise stabil. Im ersten Quartal war das Bruttoinlandsprodukt um 5,0 % gewachsen.
Japan hat bereits geliefert
In Japan richtete sich der Blick der Anleger bereits heute Nacht auf die erste Schätzung des Bruttoinlandsprodukts für das erste Quartal. Vermeldet werden konnte ein annualisiertes Wachstum von 2,1 % nach einem Plus von 1,3 % im Vorquartal. Wir waren in unsere Prognoseschätzung von einem Plus von 1,1 % ausgegangen. Rückenwind dürfte dabei insbesondere von der robusten Exportentwicklung ausgegangen sein. Vor allem die Nachfrage aus den USA sowie die anhaltende Schwäche des Yen hatten den japanischen Exporteuren zuletzt Unterstützung geliefert. Zusätzlich rückt am Freitag die Inflationsentwicklung in den Fokus der Märkte. Veröffentlicht wird der von der Bank of Japan bevorzugte Kerninflationsindikator ohne frische Nahrungsmittel und Energie. Für April rechnen Analysten mit einem Rückgang der Teuerungsrate von zuletzt 2,4 % auf 2,2 %. Damit würde sich der Preisdruck zwar etwas abschwächen, gleichzeitig läge die Inflation aber weiterhin oberhalb des langfristigen Zielwerts der Notenbank. Die Daten dürften damit auch neue Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs der japanischen Zentralbank liefern.
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