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30.04.26, 08:50

Kein Ausweg am Golf - Öl auf Kriegshoch

Vom Patt zur erneuten Eskalation?


Der Ölpreis (Brent) kletterte gestern um mehr als 6% auf über 119 USD und legte heute Morgen weiter zu auf knapp 123 USD je Barrel, den höchsten Stand seit Juni 2022. Treiber war eine erneute Verschärfung der Situation: Trump soll heute ein Briefing des US-Zentralkommandos zu neuen Militäroptionen gegen Iran erhalten. Das US-Militär hat den Einsatz von Hyperschallraketen in der Region beantragt - ein Novum in diesem Konflikt. Die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Pattsituation am Golf hat einen herben Dämpfer erhalten. Der DAX-Future notiert heute Morgen rund 150 Punkte im Minus. Etwas Rückenwind liefert der US-Technologiesektor durch starke Earnings von Alphabet (+7% nachbörslich) und Amazon (+2,7% nachbörslich) - ein Lichtblick in einem von Risikoaversion geprägten Umfeld.

Powells letzter Auftritt als Fed-Präsident, doch er bleibt Board-Mitglied

Der US-Leitzins blieb gestern zwar wie erwartet unverändert bei 3,50-3,75%, doch drei Mitglieder lehnten die im Statement enthaltene Lockerungsneigung ab, während Gouverneur Miran für eine Senkung votierte. Im Rahmen der Pressekonferenz kündigte Powell an, nach Ende seiner Amtszeit als Fed-Präsident als einfaches Mitglied im Board zu verbleiben. Der Markt reagierte eindeutig: Zinssenkungen in 2026 sind praktisch ausgepreist, für 2027 werden bereits Erhöhungen einkalkuliert. Unsere Einschätzung bleibt unverändert: Die Fed wird die Leitzinsen 2026 nicht mehr senken. Je länger die Straße von Hormus blockiert bleibt, desto größer wird das Risiko, dass das geldpolitische Pendel im zweiten Halbjahr sogar in Richtung Zinserhöhung ausschlägt

Datenflut zum Monatsende

Heute stehen zahlreiche zentrale makroökonomische Daten auf der Agenda. Die gesamtwirtschaftlichen Rückwirkungen des Iran-Krieges waren im 1. Quartal 2026 mutmaßlich noch begrenzt, wie die Veröffentlichung der BIP-Daten für die USA und den Euroraum zeigen dürften. Beim HVPI im Euroraum steht vor allem die Kernrate im Fokus: Zieht sie an, wächst die Sorge vor Zweitrundeneffekten und erhöht den Druck auf die EZB. Am Nachmittag folgt dann der EZB-Zinsentscheid. Stillhalten ist auch hier ausgemacht. Die Tonlage in der Pressekonferenz dürfte aber auf der "hawkishen" Seite bleiben, weil die Notenbanker den Eindruck eines erneut zögerlichen Vorgehens gegen die Inflationsgefahren vermeiden wollen.


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