Wie schon bei unserer jüngsten Ausgabe im Januar ist auch jetzt die Zollpolitik der US-Regierung wieder ein viel diskutiertes Thema an den Börsen. Der große Kurseinbruch an den Aktienmärkten ist diesmal aber ausgeblieben. Zumindest bislang. Der Euro Stoxx 50 notiert sogar ein gutes Stück über seinem Niveau von vor fünf Woche. Doch auch damals waren die Sorgen der Marktteilnehmer nur von kurzer Dauer. Wie so oft bei politischen Themen scheint sich langsam, aber sicher auch hier ein gewisser Gewöhnungseffekt einzustellen.
Trotzdem – und das ist schon auffällig – hat sich der VStoxx auf einem höheren Niveau eingependelt als in den vergangenen Monaten. Das kommt in gewohntem Maße auch den Konditionen vieler strukturierter Produkte entgegen. Das sich diese im Vergleich zum Vormonat kaum verändert haben, sind die Renditechancen weiterhin deutlich attraktiver als zu Beginn des Jahres. Da lag die Jahresprämie des Express Plus zum Beispiel nur bei 5,8 Prozent, während es jetzt 6,3 Prozent sind. Vor zwei Wochen lag der Mittelwert der uns übermittelten Indikationen sogar bei 6,5 Prozent. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei Aktienanleihen. Im Segment der Bonusprodukte sind die Renditechancen des klassischen Bonuszertifikats ohne Cap mit 3,8 Prozent vor kurzem sogar auf den höchsten Stand seit Mai 2025 geklettert. Im Tief des vergangenen Jahres lagen wir hier gerade mal bei 2,5 Prozent.
Solche Verbesserungen wünschen sich viele auch im Bereich der Kapitalschutzpapiere, was aber durch die zuletzt wieder gesunkenen Marktzinsen aktuell noch verhindert wird. Die Partizipationsrate für den Muster-Garant 100 auf den Euro Stoxx 50 ist auf Monatssicht von 77,2 recht deutlich auf 72,5 Prozent gesunken. Vergleichsweise gut hält sich die Variante mit Gewinnbegrenzung. Bei dem Kapitalschutzzertifikat mit Cap liegt die Kappung nach vier Jahren bei gut 133 Prozent und damit nur knapp unter des Zwischenhochs vom Dezember.