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20.01.26, 11:00

Die Folgen des drohenden neuen Zollkonflikts (DZB Marktmonitor)

Mit dem DZB Marktmonitor erstellen wir monatlich eine Übersicht zu aktuell darstellbaren Zertifikatekonditionen und ordnen diese in das Marktumfeld ein. Für die Ermittlung der Konditionen fragt der DZB wöchentlich bei sechs Emittenten Preisindikationen ab. Die Themen der aktuellen Ausgabe: Trump-Drohungen führen zu neuer Unsicherheit | Verbesserte Konditionen bei Express und Co. | Kaum Veränderungen bei Kapitalschutzprodukten

Außergewöhnliche Ereignisse erfordern manchmal besondere Maßnahmen. Nach den neuen Zolldrohungen von Donald Trump gegenüber mehreren europäischen Staaten ist die jüngste Sorglosigkeit der Marktteilnehmer plötzlich wie weggewischt. Zumindest ist das vielen Kommentaren zu entnehmen. Und auch die Aktienkurse schlugen erst mal den Weg Richtung Süden ein, ohne dass es dabei allerdings zu ähnlich panikartigen Verkäufen kam wie beim „Liberation Day“ im vergangenen April. Die Anleger scheinen dann doch so etwas wie Gewohnheitstiere zu sein. Trotzdem haben wir die Emittenten gebeten, uns am Montagvormittag noch mal aktuelle Daten zu übermitteln, damit sich die veränderte Lage auch hier in den Indikationen widerspiegelt. 

Und tatsächlich gab es im Vergleich zu der standardmäßigen Abfrage am vergangenen Freitag bei allen Teilschutzzertifikaten erkennbare Aufschläge bei den Renditechancen. Dass sich im Vergleich zum Vormonat kaum etwas verändert hat, ist der Tatsache geschuldet, dass sich die Konditionen zuvor noch mal spürbar verschlechtert hatten. Der durchschnittliche Wert des Fix-Kupons bei dem fünfjährigen Expresszertifikat auf den Euro Stoxx 50 war zu Jahresbeginn auf 4,3 Prozent und damit fast auf neue Tiefstwerte gefallen. Aktuell liegen wir hier wieder bei 4,7 Prozent. Ganz ähnlich sah es von der Tendenz her auch bei den Muster-Aktienanleihen aus, während der Trend im Segment der Bonuszertifikate auf etwas höherem Niveau nach oben drehte. Eine nachhaltige Wende dürfte es aber nur dann geben, wenn sich der neue Zollkonflikt über einen längeren Zeitraum als Belastung für die Aktienmärkte erweist oder aber andere lange anhaltende Störfaktoren auftreten. 

Bislang keinen großen Einfluss hatte die geopolitische Entwicklung auf das Zinsniveau an den Märkten. Aus diesem Grund sind auch die Konditionen der Kapitalschutzprodukte im Monatsvergleich relativ stabil geblieben.