29.04.19, 13:08

DZB Risikomonitor: Geplatzte Großfusion zeigt Wirkung

CDS der Deutschen Bank steigen deutlich – Entspannung bei der Commerzbank – Analysten sehen für beide Häuser große Herausforderungen – Auf internationaler Ebene weist Rating-Trend aber weiter nach oben

Die Reaktion der Märkte auf den Abbruch der Fusionsgespräche zwischen der Deutschen Bank und der Commerzbank war eindeutig: Während die Aktie der Deutschen Bank nachgab, zog der Aktienkurs der kleineren Commerzbank an. Ganz ähnlich fiel die Beurteilung der Investoren an den Credit-Märkten aus, allerdings mit umgekehrten Vorzeichen. Bei der Deutschen Bank sprangen die Preise für Ausfallversicherungen nach oben und näherten sich wieder der Marke von 170 Basispunkten. Bei der Commerzbank machte sich hingegen deutliche Entspannung breit. Die CDS sanken auf den niedrigsten Wert seit dem Herbst des vergangenen Jahres. Allzu große Erleichterung sei trotzdem bei beiden nicht angebracht, kommentierten die Analysten von S&P das Ende der Fusionsgespräche. Beide Häuser stünden angesichts nachlassender Konjunktur, ultra-niedrigen Zinsen und eingetrübter Stimmung an den Kapitalmärkten weiterhin vor großen Herausforderungen und seien nun wieder gefordert das Vertrauen der Investoren für die jeweils eigene neuen Geschäftsmodelle zurückzugewinnen.

Außerhalb Deutschlands hält der Aufwärtstrend bei den Bankenratings indes weiter an. Zuletzt hat S&P die Einschätzung für die BNP Paribas um eine Stufe heraufgesetzt. Die Bank komme beim Aufbau von Risikopuffern schnell voran und profitiere weiterhin von der breiten Aufstellung des Geschäftsmodelles, die zu ihrer Stabilität und Widerstandsfähigkeit beitragen.

Unsere Übersicht zu aktuellen Ratings und Credit Spreads der Zertifikate-Emittenten finden Sie auch hier.

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