12.02.19, 18:00

DAX-Anleger zeigen sich erleichtert, thyssenkrupp muss noch viel Überzeugungsarbeit leisten

Nachdem der DAX bereits zum Wochenstart überzeugen konnte, legte das wichtigste deutsche Börsenbarometer am heutigen Dienstag nach.

Das war heute los. Der DAX kletterte zeitweise um mehr als 1 Prozent in die Höhe. Für die positive Stimmung hatten vor allem gute Vorgaben aus den USA gesorgt. Dort freuten sich Anleger, dass ein weiterer Regierungsstillstand nach einer Grundsatzeinigung im Haushaltsstreit zwischen Demokraten und Republikanern abgewendet werden könnte. Allerdings gilt es noch die Reaktion von US-Präsident Donald Trump abzuwarten.

Das waren die Tops & Flops. Das positive Marktumfeld kam vor allem Continental zugute. Zumal der Reifenhersteller und Automobilzulieferer ebenfalls von starken Geschäftsergebnissen und einem positiven Ausblick beim französischen Reifenhersteller Michelin profitierte. Für die Continental-Aktie ging es zeitweise um knapp 5 Prozent nach oben.

Einen deutlich schlechteren Tag erwischte dagegen die thyssenkrupp-Aktie und landete mit einem zwischenzeitlichen Kursverlust von fast 5 Prozent am Indexende. Der Industrie- und Stahlkonzern hatte seine Ergebnisse für das erste Quartal 2018/19 (Ende Dezember) veröffentlicht. Während thyssenkrupp Umsatz und Auftragseingang steigern konnte, waren die Ergebnisse rückläufig. Das bereinigte EBIT aus fortgeführten Aktivitäten schrumpfte von 265 Mio. Euro im Vorjahr auf nun 168 Mio. Euro. In Bezug auf die geplante Aufspaltung konnte das Management dagegen einige Fortschritte vermelden. Der Konzern hat die Führungsstrukturen der beiden künftigen Unternehmen thyssenkrupp Industrials und thyssenkrupp Materials bekanntgegeben.

In der zweiten Reihe stand TUI im Fokus. Der Reisekonzern hielt seine Hauptversammlung ab und legte Zahlen vor. Diese konnten jedoch nicht überzeugen. Daraufhin rutschte die TUI-Aktie um bis zu 7 Prozent ins Minus. Das bereinigte EBITA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Wertberichtigungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte) lag bei -83,6 Mio. Euro. Das Minus wurde damit im Vorjahresvergleich mehr als verdoppelt.

Das steht morgen an. Nach vier Leitzinserhöhungen im Jahr 2018, fragen sich Marktteilnehmer, wie häufig die US-Notenbank Fed die Zinsen in diesem Jahr anheben wird. Die am morgigen Mittwoch präsentierten US-Inflationsdaten für den Monat Januar dürften einen Hinweis auf die künftige Geldpolitik der Fed liefern. Hierzulande werden dagegen bis auf die Euroland-Industrieproduktion im Monat Dezember 2018 keine marktrelevanten Konjunkturdaten veröffentlicht. Unternehmensseitig stehen wiederum die Deutsche Börse (vorläufigen Zahlen Schlussquartal und Gesamtjahr 2018) und die Lufthansa (Verkehrszahlen Januar) im Fokus der Anleger.

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