Der deutsche Aktienmarkt zeigte zum Wochenausklang deutliche Zugewinne. Händler verwiesen auf Rückenwind von den US-Börsen und der Hoffnung auf einen geordneten Brexit. Einem Medienbericht zufolge könnte die nordirische Partei DUP dem Brexit-Deal zustimmen. Der DAX schloss trotz eines schwächer als erwarteten ifo-Geschäftsklimaindex 1,36 Prozent höher bei 11.282 Punkten. Auf Wochensicht gewann der Leitindex 0,68 Prozent hinzu. MDAX und TecDAX rückten am Berichtstag um 1,05 respektive 0,98 Prozent vor. In den drei Indizes gab es 82 Gewinner und 20 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug 78 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 103,1 Millionen Aktien (Vortag: 114,0) im Wert von 4,18 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,72). Bei den Sektorindizes lagen Rohstoffwerte (+4,37%) vor Automobilen (+2,87%) und Banken (+2,86%). Einziger Verlierersektor war Telekommunikation (-0,48%). An der DAX-Spitze haussierte Covestro nachrichtenlos um 4,91 Prozent. Volkswagen und Deutsche Bank legten dahinter um 4,19 und 3,95 Prozent zu. Als einzige drei Verlierer im deutschen Aktienbarometer büßten Deutsche Telekom, Munich Re und Beiersdorf zwischen 0,37 und 0,66 Prozent ein. Abseits der großen Indizes richtete sich der Blick auf die Aktie von Gerry Weber. Das Papier brach um rund 65 Prozent ein, nachdem der Modekonzern seine Insolvenz bekannt gab.
An der Wall Street endete der Dow Jones Industrial 0,74 Prozent fester bei 24.737 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 legte um 1,26 Prozent auf 6.787 Zähler zu. Stützend wirkte die Bekanntgabe eines vorübergehenden Endes des Regierungsstillstandes (Shutdown). Demnach sollen die Regierungsbehörden für zunächst drei Wochen ihre Arbeit wieder aufnehmen. 74 Prozent der Werte an der NYSE verbuchten Kursaufschläge. Das Aufwärtsvolumen betrug 77 Prozent. 50 neuen 52-Wochen-Hochs standen fünf neue Tiefs gegenüber. Bei den Sektoren lagen Rohstofftitel und Tech-Werte vorne. Einzige Sektorenverlierer waren Versorger und Basiskonsumgüter.
Am Devisenmarkt verzeichnete der US-Dollar belastet vom nur befristeten Ende des Shutdown gegenüber allen anderen Hauptwährungen Kursverluste. Der Dollar-Index verabschiedete sich 0,78 Prozent tiefer bei 95,81 Punkten aus dem Handel. EUR/USD legte um 0,92 Prozent auf ein Wochenhoch bei 1,1408 USD zu und machte damit den starken Rücksetzer vom Vortag wieder mehr als wett. Stark gesucht waren mit Blick auf die anderen wichtigen Währungen der Austral-Dollar und das Pfund Sterling. Abgaben waren bei den sicheren Häfen Yen und Franken zu beobachten.
Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise stieg gestützt vom schwachen Greenback um 0,75 Prozent auf 409,69 Punkte. Die Ölpreise wurden von den politischen Spannungen in Venezuela und möglichen US-Sanktionen gegenüber dem ölreichen Land gestützt. Brent-Öl legte um 0,90 Prozent auf 61,64 USD zu. Für die US-Sorte WTI ging es um 1,05 Prozent nach oben auf 53,69 USD. Baker Hughes berichtete für die abgelaufene Woche von einem Anstieg der Zahl aktiver Ölbohrungen in den USA um zehn auf 862. Der Preis für US-Erdgas kletterte um 2,47 Prozent auf 3,07 USD. Comex-Kupfer verteuerte sich um 3,20 Prozent auf 2,73 USD. Gold handelte 1,43 Prozent fester bei 1.298 USD (1.138 EUR) und markierte damit ein 7-Monats-Hoch. Silber, Platin und Palladium haussierten zwischen 1,65 und 3,05 Prozent.
Am Rentenmarkt sank die gegen Mittag festgestellte Umlaufrendite um zwei Basispunkte auf 0,05 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete zwei Basispunkte höher bei 0,19 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,15 Prozent tiefer bei 165,19 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes kletterte um vier Basispunkte auf 2,76 Prozent.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh nach schwächer als erwarteten Daten zur Industrieproduktion in China überwiegend schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,10 Prozent auf 154,71 Punkte. Die Börsen in Australien blieben feiertagsbedingt geschlossen.
Heute stehen von der Makroseite die Daten zur Geldmenge und Kreditvergabe in der Eurozone im Fokus. Daneben könnten sich Impulse aus einer Rede von EZB-Präsident Mario Draghi vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments ergeben. Unternehmensseitig richtet sich der Blick auf die Quartalszahlen von Caterpillar.
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