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25.01.19, 11:00

Was tun bei einer Rezession?

EUR: Die EZB hat angesichts der zuletzt schwachen Konjunkturindikatoren ihre Einschät-zung der Risiken für ihren Wirtschaftsausblick angepasst. So überwiegen ihrer Ansicht nach nun die Abwärtsrisiken. Darüber hinaus ließ EZB-Präsident Mario Draghi gestern durchscheinen, dass eine Zinserhöhung im Euroraum womöglich noch länger auf sich warten lassen wird, als bislang von der Notenbank geplant. Der Euro hatte zunächst nachgegeben, konnte sich aber im Verlauf der Pressekonferenz wieder erholen. Und das macht auch vollkommen Sinn. Denn wirklich überraschend waren die Aussagen des EZB-Präsidenten nicht. Die Risiken, die er aufführte, wie den Brexit, die Handelsspannungen sowie eine konjunkturelle Abkühlung in China, liegen auf der Hand und wurden auch nicht zum ersten Mal von der EZB genannt. Und der Markt preist schon lange keine Zinserhöhung im Euroraum mehr in diesem Jahr ein. Insofern hat Draghi diese Einschätzung lediglich bestätigt. Entsprechend ist eine ausgeprägte Euro-Schwäche in der Tat nicht gerechtfertigt.

Und das ist umso mehr der Fall, wenn man berücksichtigt, wie vage Draghi wurde bei der Frage zu den Möglichkeiten, die die EZB im Falle einer Rezession hätte. Immerhin liegen die Zinsen bei Null, bzw. im negativen Bereich, und auch ihr Anleihekaufprogramm ist legalen Grenzen ausgesetzt. Er wies zwar darauf hin, dass die Notenbank über „viele Instrumente“ verfüge. Aber welche Instrumente konkret zum Einsatz kommen würden, das ließ er offen. Wirklich überzeugend ist das nicht. Sollte sich die Wirtschaft nicht erholen, dürfte der Markt eine absehbare Normalisierung der Zinsen gänzlich auspreisen, was den Euro belasten würde. Doch sobald Zinserhöhungen komplett ausgepreist sind, gibt es nicht mehr viel Raum nach unten, was das Abwertungspotential der Gemeinschaftswährung begrenzt.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD910B Long EUR/USD Faktor: 5
CD910C Short EUR/USD Faktor: -5

GBP: Das Pfund konnte gestern Abend nochmals deutlich zulegen, nachdem die Nachricht durchsickerte, dass die nordirische Democratic Unionist Party (DUP), der inoffizielle Koalitionspartner der britischen Regierung, Theresa May’s Austrittsabkommen kommende Woche nun doch unterstützen wolle. Soweit die Schlagzeile. Wer sich aber den Artikel, auf den verwiesen wird, genau durchliest, merkt schnell, dass der Pfund-Optimismus vollkommen übertrieben ist. Denn die tatsächliche Aussage ist, dass die DUP das Abkommen nur dann unterstützen werde, wenn May sich mit der EU auf ein Zeitlimit bei dem irischen Backstop verständigen kann – etwas, dass die EU bereits abgelehnt hat.
Dagegen ist doch weitaus interessanter, dass zunehmend darüber gerätselt wird, wie die EU in dem Fall eines No-Deal Brexits, d.h. einem ungeordneten Austritt Großbritanniens aus der EU, mit dem irischen Grenzproblem umgeht. Denn sollte es soweit kommen, würde auch dann eine „harte“ Grenze zwischen der Republik Irland und Nordirland drohen – genau das, was die EU mit dem Backstop zu verhindern versucht. Beide Seiten, sowohl EU, bzw. vor allem Irland, als auch das UK, haben also ein starkes Interesse daran, eine Einigung zu erzielen. Doch dies dürfte nur dann zustande kommen, wenn eine der Parteien gewillt ist, seine „rote Linie“ aufzugeben. Solange sich dies nicht abzeichnet, bleibt das „Verunfallungsrisiko“ eines No-Deal Brexits bestehen und das Rückschlagspotenzial für das Pfund hoch.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CV0V44 Long EUR/GBP Faktor: 5
CV0V49 Short EUR/GBP Faktor: -5

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