Der deutsche Aktienmarkt konnte am Donnerstag Zugewinne verbuchen. Stützend wirkten positiv aufgenommene Zwischenberichte von internationalen Halbleiterkonzernen. Die EZB beließ auf ihrer Sitzung wie erwartet ihre Geldpolitik unverändert. Pessimistische Aussagen des Präsidenten Mario Draghi zum Wirtschaftsausblick belasteten jedoch kurzzeitig die Stimmung der Anleger. Der DAX schloss nach einem impulslosen Geschäft 0,52 Prozent höher bei 11.130 Punkten und beendete damit eine drei Tage andauernde Verlustserie. MDAX und TecDAX verbesserten sich um 0,66 und 1,21 Prozent. In den drei Indizes gab es 72 Gewinner und 30 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 60 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 114,0 Millionen Aktien (Vortag: 90,5) im Wert von 4,02 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,16). Stärkste Sektoren waren Technologie (+5,66%), Versorger (+2,46%) und Automobile (+1,84%). Am deutlichsten verloren Konsum (-2,37%), Telekommunikation (-1,77%) und Banken (-0,93%). Infineon haussierte an der DAX-Spitze um 6,43 Prozent. Wirecard und RWE legten dahinter um 3,84 und 3,34 Prozent zu. Die rote Laterne hielt Henkel mit einem Abschlag von 3,20 Prozent. Adidas und Deutsche Bank büßten 2,41 und 1,89 Prozent ein.
An der Wall Street endete der Dow 0,09 Prozent tiefer bei 24.553 Punkten. Für den von Technologiewerten geprägten Nasdaq 100 ging es hingegen um 0,65 Prozent nach oben auf 6.703 Zähler. 66 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im positiven Terrain. Das Aufwärtsvolumen betrug 64 Prozent. Es gab 32 neue 52-Wochen-Hochs und 22 neue Tiefs. Mit Blick auf die Sektorenperformance waren Tech-Werte und Energietitel am stärksten gesucht. Deutliche Abgaben verzeichneten derweil Hersteller nicht-zyklischer Konsumgüter (Consumer Staples) sowie Healthcare-Werte.
Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen auf. Der Dollar-Index stieg zum Ende des New Yorker Handels 0,45 Prozent auf 96,54 Punkte. Deutlich unter Druck stand der Euro nachdem EZB-Präsident die konjunkturellen Risiken für die Eurozone betont hatte. EUR/USD gab um 0,66 Prozent auf 1,1305 USD nach.
Der S&P GSCI Rohstoffindex legte um 0,22 Prozent auf 406,65 Punkte zu. Brent-Öl notierte 0,13 Prozent tiefer bei 61,06 USD. Die US-Sorte WTI verteuerte sich gestützt von den politischen Unruhen in Venezuela und der Drohung von Ölsanktionen seitens den USA um 0,97 Prozent auf 53,13 USD. Der Preis für US-Erdgas sprang um 3,49 Prozent auf 3,02 USD. Gold verlor 0,31 Prozent auf 1.280 USD (1.133 EUR). Silber gab um 0,39 Prozent auf 15,32 USD nach.
Am Rentenmarkt notierte die gegen Mittag festgestellte Umlaufrendite zwei Basispunkte tiefer bei 0,07 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen notierte am Abend aufgrund wachsender Konjunktursorgen sechs Basispunkte tiefer bei 0,17 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,50 Prozent fester bei 165,44 Punkten und brach damit aus seiner mehrwöchigen Handelsspanne nach oben aus. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes fiel um vier Basispunkte auf 2,72 Prozent.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh trotz wieder angestiegener Unsicherheit über eine Annäherung im Handelskonflikt zwischen den USA und China überwiegend freundlich. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,39 Prozent auf 153,51 Punkte.
Heute steht von der Makroseite der ifo-Geschäftsklimaindex für den Januar im Fokus. Die Veröffentlichung der US-Daten zum Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter sowie zu den Neubauverkäufen ist aufgrund des Shutdowns unsicher. Geschäftszahlen stehen unter anderem an von Ericsson und Vodafone Group. SMA Solar veranstaltet einen Kapitalmarkttag. Bereits gestern nach US-Börsenschluss legten Intel (nachbörslich: -7,11%) und Starbucks (nachbörslich: +1,95%) ihre Quartalsberichte vor.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CJ3F51 | Long | Euro Bund Future | Faktor: 12 |
| CJ3F5J | Short | Euro Bund Future | Faktor: -12 |
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