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14.01.19, 16:02

Ölpreise trotz robuster chinesischer Rohölimporte unter Druck

Energie: Der Höhenflug der Ölpreise ist vorerst gestoppt. Am Freitag fielen die Preise um knapp 2% und verzeichneten damit den ersten Tagesrückgang in diesem Jahr. Heute geben die Preise weiter nach. Brent fällt im Zuge dessen wieder unter die Marke von 60 USD je Barrel. Für Gegenwind sorgen enttäuschende Außenhandelszahlen aus China. Dies schürt neue Sorgen vor einer Abschwächung der chinesischen Wirtschaft und der Weltwirtschaft. Einige wichtige US-Konjunkturdaten, die diese Sorgen hätten zerstreuen können, werden in dieser Woche aufgrund der anhaltenden Haushaltssperre nicht veröffentlicht. Gleiches gilt für die CFTC-Daten zur spekulativen Marktpositionierung. Die entsprechenden Daten der ICE zeigen bei Brent für die Woche zum 8. Januar einen leichten Anstieg der Netto-Long-Positionen um 8 Tsd. auf 165 Tsd. Kontrakte. Damit wurde aber lediglich der Abbau in der Woche zuvor wieder rückgängig gemacht. Die Netto-Long-Positionen sind damit wieder auf dem Niveau von Weihnachten. Der Preisanstieg um mehr als 20% hat sich somit nicht in einem Positionsaufbau niedergeschlagen. Die anhaltende Skepsis der Finanzanleger gegenüber Rohöl eröffnet Spielraum für einen weiteren Preisanstieg. Die robusten chinesischen Rohölimporte im Dezember und im Gesamtjahr 2018, die von der chinesischen Zollbehörde in der Nacht veröffentlicht wurden, werden vom Markt bislang ignoriert. Die Rohöleinfuhren lagen im Dezember mit 10,3 Mio. Barrel pro Tag nur knapp unter dem im November verzeichneten Rekordniveau. Im Gesamtjahr 2018 stiegen die Rohölimporte um 10% bzw. um knapp 850 Tsd. Barrel pro Tag

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3H9A Long WTI Oil Future Faktor: 8
CJ3H9H Long Brent Oil Future Faktor: 8
CJ3D4S Short WTI Oil Future Faktor: -8
CJ3D5A Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Gold legt zum Start der neuen Handelswoche leicht auf gut 1.290 USD je Feinunze zu. Es profitiert dabei von der gestiegenen Unsicherheit der Marktteilnehmer nach schwachen China-Daten (siehe Industriemetalle auf Seite 2) und von politischen Risiken. So findet morgen im britischen Parlament die verschobene Abstimmung zum Brexit-Abkommen statt, das Premierministerin Theresa May mit der EU ausgehandelt hat. Im Moment sieht es so aus, dass das Unterhaus das Abkommen relativ deutlich ablehnt. Da es nicht klar ist, wie es danach weitergeht, sollte Gold als sicherer Hafen gefragt bleiben. In Griechenland ist die Regierung wegen der Mazedonien-Frage auseinandergebrochen, was vorgezogene Neuwahlen wahrscheinlich macht, so dass auch dort das politische Risiko steigt. Und zu guter Letzt geht der sog. government shutdown in den USA weiter. Sollte er tatsächlich, wie von einigen erwartet, bis in den Februar hinein andauern, besteht die Gefahr, dass er sich negativ auf die US-Wirtschaft auswirkt. Auch dies sollte die Nachfrage nach Gold hoch halten. Die Gold-ETFs dürften sich daher weiter großer Beliebtheit erfreuen. Sie haben bislang an jedem Handelstag in diesem Jahr Zuflüsse verzeichnet.
Der Verband der chinesischen Automobilproduzenten hat die schwachen Absatzzahlen eines privaten Verbandes von letzter Woche bestätigt. Demnach sind die Autoverkäufe in China im letzten Jahr um 4,1% auf 23,7 Mio. Einheiten gefallen. Übermorgen veröffentlicht der Verband der europäischen Automobilproduzenten Neuzulassungszahlen für die EU. Diese dürften ebenfalls schwach ausgefallen sein, was auf den Platin- und Palladiumpreisen lasten könnte.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ7RLP Long Gold-Future Faktor: 4
CJ7RLG Short Gold-Future Faktor: -4

Industriemetalle: Wegen des Handelsstreits mit den USA sind die Handelsaktivitäten Chinas im Dezember deutlich zurückgegangen. Entgegen den Erwartungen sind sowohl die Importe als auch die Exporte im Jahresvergleich gefallen. Da die Importe allerdings ein größeres Minus aufwiesen als die Exporte, ist der Handelsüberschuss dann doch wieder gewachsen. Die Handelsdaten lasten zum Wochenauftakt auf den Metallpreisen. Wie die chinesische Zollbehörde im Rahmen der Handelsstatistik berichtete, hat China im Dezember zwar deutlich weniger Kupfer und Kupfererz als im Vormonat importiert. Im Gesamtjahr 2018 hat das Land aber in beiden Fällen rekordhohe Mengen eingeführt. Mit 5,29 Mio. Tonnen (+13% gegenüber Vorjahr) wurde bei Kupferraffinade erstmals in einem Jahr die Marke von 5 Mio. Tonnen übertroffen. Hierzu trug eine robuste reale Nachfrage bei. Daneben hat China schon seit Mitte 2017 die Importe von Kupferschrott eingeschränkt und wird die Einfuhrbestimmungen ab 1. Juli weiter verschärfen, so dass verstärkt Kupferraffinade nachgefragt worden ist. Rekordhoch ausgefallen sind mit 19,73 Mio. Tonnen (+14% gegenüber Vorjahr) auch die Importe von Kupfererz und -konzentrat. In China wurden in den letzten Jahren umfangreiche neue Schmelzkapazitäten aufgebaut, so dass dort viel Konzentrat zu Raffinade verarbeitet wird. Im Gegensatz zu Kupfer sind die Eisenerzimporte 2018 erstmals seit acht Jahren gefallen (-1% auf 1,06 Mrd. Tonnen). Dies dürfte an der Stahlproduktion liegen, die an Dynamik verloren hat.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3D7J Long Kupfer-Future Faktor: 5
CJ3D7R Short Kupfer-Future Faktor: -5

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