Zum Schluss der verkürzten ersten Handelswoche zeigten sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt in Kauflaune. Zur guten Stimmung trugen Anzeichen für eine Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China, ein besser als erwarteter US-Arbeitsmarktbericht, die Senkung des Mindestreservesatzes durch die chinesische Notenbank sowie ein sich in einer Rede taubenhaft gebender Fed-Chairman Jerome Powell bei. Der DAX haussierte um 3,36 Prozent auf 10.768 Punkte. Auf Wochensicht zog der Leitindex um 1,98 Prozent an. MDAX und TecDAX gewannen am Berichtstag 2,98 und 3,22 Prozent hinzu. Die Marktbreite gestaltete sich sehr positiv. In den drei Indizes gab es 97 Gewinner und lediglich vier Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug 94 Prozent. Im DAX wechselten 98,3 Millionen Aktien (Vortag: 87,4) im Wert von 3,92 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,04) den Besitzer. Stärkste Sektoren waren Rohstoffwerte (+6,44%), Pharma & Healthcare (+5,55%) und Banken (+4,81%). Fresenius SE haussierte an der DAX-Spitze nachrichtenlos um 7,81 Prozent. Bayer sprang nach positiven Nachrichten im Zusammenhang mit einem laufenden Glyphosat-Schadensersatzprozess um 6,74 Prozent nach oben. Kein einziger DAX-Wert verzeichnete Kursabschläge.
An der Wall Street verbesserte sich der Dow um 3,29 Prozent auf 23.433 Punkte. Der Nasdaq 100 machte einen Satz von 4,48 Prozent nach oben auf 6.423 Zähler. 89 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im Plus. Das Aufwärtsvolumen betrug 95 Prozent. Sechs neuen 52-Wochen-Hochs standen elf neue Tiefs gegenüber. Alle Sektorindizes verbuchten Zugewinne. Am deutlichsten fielen sie bei Technologie und Kommunikationsdienstleistern aus.
Am Devisenmarkt stand der US-Dollar nach taubenhaften Aussagen des Fed-Chairman Jerome Powell unter Druck. Der Dollar-Index notierte 0,08 Prozent tiefer bei 96,19 Punkten. EUR/USD ging nahezu verändert bei 1,1394 USD aus dem Handel. Deutliche Abgaben sahen die klassischen sicheren Häfen Yen und Franken. Kräftig aufwärts tendierten hingegen die Rohstoffdevisen Austral-Dollar und Kanada-Dollar.
Der S&P GSCI Rohstoffindex zog befeuert von der Hoffnung auf eine Entspannung im Handelskrieg zwischen den USA und China um 1,47 Prozent auf 386,79 Punkte an. Brent-Öl verteuerte sich um 1,98 Prozent auf 57,06 USD. Der Preis für US-Erdgas sprang um 3,36 Prozent auf 3,04 USD. Comex-Kupfer legte um 3,10 Prozent auf 2,65 USD zu. Gold verlor nach dem zwischenzeitlichen Erreichen eines 7-Monats-Hochs 0,70 Prozent und endete bei 1.286 USD (1.127 EUR). Silber verbilligte sich um 0,07 Prozent auf 15,79 USD, Platin und Palladium konnten hingegen um 3,46 und 2,84 Prozent hinzugewinnen.
Am Rentenmarkt standen die Staatsanleihen mit der gestiegenen Risikofreude unter Druck. Entsprechend ging es mit den Renditen nach oben. Die gegen Mittag festgestellte Umlaufrendite kletterte um einen Basispunkt auf 0,08 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg bis zum Abend um sechs Basispunkte auf 0,21 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,61 Prozent tiefer bei 164,04 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes haussierte um elf Basispunkte auf 2,67 Prozent.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh gestützt von einem schwächeren US-Dollar und einer gestiegenen Risikofreude auf breiter Front von der freundlichen Seite. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 1,84 Prozent auf 148,32 Punkte.
Heute stehen von der Makroseite der Auftragseingang in der deutschen Industrie sowie der ISM-Index für den Servicesektor in den USA im Fokus.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CJ3F50 | Long | Euro Bund Future | Faktor: 10 |
| CJ3F5K | Short | Euro Bund Future | Faktor -10 |
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