USD: Das Ergebnis von Buenos Aires war im Hinblick den sino-amerikanischen Handels-krieg (siehe unten) wahrscheinlich das Beste, welches möglich war. Es ähnelt dem, was im Konflikt mit Europa erzielt wurde: Die Drohung der USA mit Importzöllen bleibt bestehen, aber es finden – unter dem Eindruck dieser Drohung – Verhandlungen statt. Natürlich können die scheitern. Doch fragt sich, ob ein Scheitern im Interesse der US-Seite läge. Letztendlich geht es darum, ob der US-Präsident als „Dealmaker“ oder als „Handelskrieger“ erscheinen möchte. Amerikas Gegner im Handelskonflikt werden darauf hoffen, dass er zu einer ähnlichen Lösung wie im NAFTA-Rahmen bereit ist: minimale Zugeständnisse der Gegenseite, die er seiner Anhängerschaft als Erfolg verkaufen kann. Darauf deutet die kurze Verhandlungsperiode hin, die nach US-Interpretation Teil der US-chinesischen Vereinbarung vom Wochenende ist: 90 Tage. In dieser Zeit sind solch grundsätzliche Fragen, um die es hier geht (siehe unten) nicht verhandelbar. Es riecht also wieder nach oberflächlichem Kompromiss. Doch bleibt auch das Risiko bestehen, dass in 90 Tagen der Wind wieder anders weht und es doch auf Eskalation hinausläuft.
Der Devisenmarkt reagiert daher mit nur relativ vorsichtiger „risk-on“-Stimmung. Ausnahme ist natürlich USD-CNY. Hier fiel die Reaktion heftiger aus (Abbildung 2). Dass der Dollar zum Handelsstart in die neue Woche auf breiter Front nachgibt, ist aber nach unserer Interpretation nicht nur mit „risk on“ zu erklären Ein eskalierender Handelsstreit könnte in den USA inflationär wirken und die Fed doch zu deutlicheren Zinsschritten zwingen. Dass es momentan nicht danach aussieht, heißt: Es besteht momentan für den Markt kein Anlass, den Rückgang der Fed-Erwartungen für 2019 und 2020, den wir im November gesehen hatten (Abbildung 1), signifikant zu korrigieren. Von dieser Seite drohen daher weniger USD-positive Impulse als bislang.
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