Am deutschen Aktienmarkt wollten die Anleger zum Wochenausklang vor dem mit Spannung erwarteten G20-Gipfel am Wochenende keine Risiken eingehen. Der DAX schloss 0,36 Prozent tiefer bei 11.257 Punkten. Auf Wochensicht konnte der Leitindex um 0,58 Prozent zulegen. MDAX und TecDAX verloren am Berichtstag 0,76 und 0,54 Prozent. Unter den 103 in den drei Indizes enthaltenen Aktien gab es 31 Gewinner und 71 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen dominierte jedoch mit 58 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 112,4 Millionen Aktien (Vortag: 95,2) im Wert von 4,77 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,59). Bei der Sektorenperformance lagen Rohstoffwerte (+1,85%) vor Telekommunikationswerten (+0,50%) und Technologietiteln (+0,33%). Am stärksten verloren Banken (-2,68%), Einzelhandel (-2,54%) und Transport (-1,27%). Nachrichtenlos belegte die Linde-Aktie mit plus 2,96 Prozent die DAX-Spitze. Deutsche Börse rückte um 1,43 Prozent vor. Bayer verbesserte sich um 1,27 Prozent. Hier honorierten die Anleger das am Vortag angekündigte Effizienzprogramm. Deutsche Bank rutschte weiter belastet von den laufenden Geldwäsche-Ermittlungen am Indexende um 2,85 Prozent ab und markierte damit ein neues Rekordtief. Fresenius SE und Wirecard verloren 2,41 beziehungsweise 2,09 Prozent. Die MTU-Aktie stieg als bester Wert im MDAX um 4,38 Prozent und überwand dabei die 50-Tage-Linie. Der Anteilsschein des Triebwerksherstellers wurde von positiven Aussagen auf dem Kapitalmarkttag beflügelt.
An der Wall Street spekulierten die Marktteilnehmer auf positive Nachrichten zum Handelsstreit zwischen den USA und China vom G20-Gipfel am Wochenende. Der Dow Jones Industrial Index verabschiedete sich mit einem Aufschlag von 0,78 Prozent auf einem 2-Wochen-Hoch bei 25.538 Punkten aus dem Handel. Der Nasdaq 100 gewann 0,82 Prozent auf 6.949 Zähler hinzu. 53 Prozent der Werte an der NYSE konnten zulegen. Das Aufwärtsvolumen betrug ebenfalls 53 Prozent. 57 neuen 52-Wochen-Hochs standen 259 Tiefs gegenüber. Am stärksten gesucht waren Versorger und Healthcare. Moderate Abgaben verzeichneten lediglich die Sektoren Energie und Kommunikationsdienstleister.
Am Devisenmarkt präsentierte sich der US-Dollar gegenüber den meisten anderen Hauptwährungen fest. Der Dollar-Index kletterte um 0,42 Prozent auf 97,19 Punkte. Der Euro wertete gegenüber allen anderen wichtigen Währungen ab. EUR/USD fiel um 0,67 Prozent auf 1,1316 USD.
Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise sank belastet vom festen Greenback um 0,40 Prozent auf 406,51 Punkte. Brent-Öl verbilligte sich um 0,75 Prozent auf 59,46 USD. Für die US-Sorte WTI ging es um 1,01 Prozent abwärts auf 50,93 USD. Baker Hughes meldete für die vergangene Woche einen Anstieg der Zahl aktiver US-Ölbohrungen um zwei auf 887. Damit stieg der sogenannte Rig-Count den fünften Monat in Folge. Der Preis für US-Erdgas fiel um 0,73 Prozent auf 4,61 USD. Comex-Kupfer notierte 0,07 Prozent tiefer bei 2,79 USD. Gold handelte 0,36 Prozent schwächer bei 1.226 USD. In Euro konnte das Edelmetall auf 1.078 EUR zulegen. Silber, Platin und Palladium verzeichneten Abschläge zwischen 0,59 und 2,57 Prozent.
Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,17 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel um zwei Basispunkte auf ein 3-Monats-Tief bei 0,31 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,12 Prozent fester bei 161,48 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab um zwei Basispunkte auf ein 2-Monats-Tief bei 3,01 Prozent nach.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh auf breiter Front fester. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 1,99 Prozent auf 156,63 Punkte. Der S&P 500-Future notierte zuletzt mit 1,71 Prozent im Plus. Kurstreibend war eine vorläufige Einigung beziehungsweise ein Waffenstillstand zwischen den USA und China im Rahmen des Handelsstreits am Rande des G20-Gipfels. Demnach sollen die Zölle auf chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden USD innerhalb der nächsten 90 Tage nicht wie geplant ab Januar von 10 auf 25 Prozent erhöht werden. Auch sonst sollen keine zusätzlichen gegenseitigen Zölle mehr erhoben werden. Zudem wollen die beiden Parteien innerhalb dieses Zeitraums an einer Einigung in mehreren Handelsfragen arbeiten. Brent-Öl notiert rund 5,0 Prozent im Plus, nachdem sich der russische Präsident Putin nach einem Treffen mit dem saudischen Kronprinzen Mohammad bin Salman in Buenos Aires positiv zu Förderkürzungen geäußert hat.
Heute stehen von der Makroseite die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe in Deutschland, der Eurozone, Großbritannien und den USA im Fokus. Autowerte könnten Impulse von den Kfz-Absatzzahlen in den USA erhalten.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CJ2ZA2 | Call | MTU Aero Engines | Omega: 4,9 |
| CA51ZJ | Put | MTU Aero Engines | Omega: 3,6 |
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