Der deutsche Aktienmarkt bot am Donnerstag ein uneinheitliches Bild. Der DAX konnte anfängliche Kursgewinne, die von positiven Vorgaben sowie der Aussicht auf eine weniger strikte US-Geldpolitik getrieben wurden, nicht halten und schloss praktisch unverändert bei 11.298 Punkten. MDAX und TecDAX endeten hingegen mit kräftigen Aufschlägen von 0,92 und 1,47 Prozent. In den drei Indizes gab es 69 Gewinner und 31 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 55 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 95,2 Millionen Aktien (Vortag: 75,2) im Wert von 3,66 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,63). Stärkste Sektoren waren Rohstoffe (+3,70%), Technologie (+2,46%) und Transport (+0,95%). Am kräftigsten fielen die Abgaben bei Banken (-1,98%), Versorgern (-1,19%) und Versicherungen (-0,22%) aus. Wirecard belegte nachrichtenlos mit einem Anstieg um 2,99 Prozent auf 136,30 EUR die DAX-Spitze. Das Papier sieht sich nächsten potenziellen Widerständen bei 138,74 EUR und vor allem 142-148 EUR gegenüber. Erst darüber würde sich das technische Bild deutlicher aufhellen. An zweiter und dritter Stelle im Leitindex rückten Lufthansa und Infineon um 2,76 und 2,45 Prozent vor. Die Aktie der Deutschen Bank litt unter einer Hausdurchsuchung wegen des Vorwurfs der Geldwäsche und nahm mit einem Abschlag von 3,40 Prozent den letzten Rang im Indextableau ein. Deutsche Börse und E.ON verloren 1,81 und 1,44 Prozent. Tele Columbus haussierte im SDAX nach der Vorlage der Geschäftszahlen um 13,21 Prozent.
An der Wall Street schloss der Dow 0,10 Prozent tiefer bei 25.339 Punkten. Für den von Technologieaktien geprägten Nasdaq 100 ging es um 0,30 Prozent auf 6.892 Zähler nach unten. Die Anleger hielten sich mit Blick auf das G20-Treffen am Wochenende zurück. 52 Prozent der Werte an der NYSE endeten im negativen Terrain. Das Abwärtsvolumen betrug 56 Prozent. 38 neuen 52-Wochen-Hochs standen 168 neue Tief gegenüber. Stärkste Sektoren waren Rohstoffe und Energie. Die größten Verluste waren bei Technologiewerten und Finanztiteln zu beobachten.
Am Devisenmarkt notierte der Dollar-Index nach einem richtungslosen Geschäft gegen Ende des New Yorker Handels 0,03 Prozent tiefer bei 96,80 Punkten. Der Euro konnte gegenüber fast allen anderen Hauptwährungen aufwerten. EUR/USD stieg um 0,17 Prozent auf 1,1385 USD. Deutliche Abgaben verzeichnete das Pfund Sterling.
Der S&P GSCI Rohstoffindex notierte 0,93 Prozent fester bei 408,13 Punkten. Brent-Öl stieg um 1,22 Prozent auf 59,81 USD. Der Preis für US-Erdgas sackte nach den Lagerbestandsdaten um 2,62 Prozent auf 4,58 USD ab. Statt des im Schnitt von Analysten erwarteten Rückgangs um 73 Milliarden Kubikfuß hatte die EIA ein Minus von lediglich 59 Milliarden Kubikfuß gemeldet. Comex-Kupfer fiel um 0,45 Prozent auf 2,78 USD. Gold handelte kaum verändert bei 1.224 USD (1.075 EUR). Silber und Platin verbuchten Verluste von 0,45 und 0,56 Prozent. Palladium haussierte aufgrund von anhaltenden Angebotssorgen um 1,96 Prozent auf ein neues Rekordhoch bei 1.178 USD.
Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,18 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab um zwei Basispunkte auf ein 2-Monats-Tief bei 0,33 Prozent nach. Der Euro-Bund-Future schloss 0,27 Prozent höher bei 161,29 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes sank um drei Basispunkte auf ein 2-Monats-Tief bei 3,03 Prozent.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index notierte praktisch unverändert bei 153,69 Punkten. Der offizielle Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in China fiel im November auf 50,0 Punkte nach zuvor 50,2 Punkten. Erstmals seit zwei Jahren signalisiert der Indikator damit kein Wachstum. Insbesondere die Neuaufträge gingen den Daten zufolge zurück.
Heute stehen von der Makroseite die Verbraucherpreise für die Eurozone sowie der Einkaufsmanagerindex aus Chicago im Fokus. Geschäftszahlen gibt es unter anderem von Rocket Internet und der Deutschen Beteiligungs AG. Die Allianz sowie MTU Aero Engines halten Kapitalmarkttage ab.
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