Am deutschen Aktienmarkt hielten sich zur Wochenmitte die Gewinner und Verlierer nach einem lustlosen Handel die Waage. Die
Anleger wollten sich im Vorfeld einer nach Xetra-Schluss angesetzten wichtigen Rede von Fed-Chairman Jerome Powell sowie vor dem
G20-Treffen am Wochenende nicht zu sehr aus dem Fenster lehnen. Der DAX endete 0,09 Prozent tiefer bei 11.299 Punkten. MDAX und
TecDAX gewannen 0,06 und 0,22 Prozent hinzu. In den drei Indizes gab es 51 Gewinner und 50 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei
67 Prozent. Im DAX wechselten 75,2 Millionen Aktien (Vortag: 77,8) im Wert von 3,28 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,74) den
Besitzer. Stärkste Sektoren waren Pharma & Healthcare (+1,00%), Einzelhandel (+0,79%) und Software (+0,72%). Am deutlichsten
verloren Versorger (-1,15%), Technologie (-0,87%) und Bau (-0,76%). Den Spitzenplatz im DAX belegte die Aktie von Fresenius SE mit
einem Plus von 2,49 Prozent. Covestro und ThyssenKrupp stiegen um 1,60 respektive 1,33 Prozent. Die rote Laterne im Leitindex hielt
Continental mit einem Verlust von 4,31 Prozent. Der Autozulieferer hatte sich im Rahmen einer Kapitalmarktkonferenz vorsichtig zum
weiteren Ausblick geäußert. Infineon verlor 1,37 Prozent. Munich Re büßte nach vorsichtigen Aussagen des Vorstandschefs zu den
jüngsten Schäden 1,35 Prozent ein.
An der Wall Street wurden die Indizes von taubenhaften Aussagen des Fed-Chairman Jerome Powell nach oben getrieben. Dieser
verortete die US-Zinsen in einer mit Spannung erwarteten Rede knapp unter ihrem neutralen Niveau. Noch Anfang Oktober hatte er diese
noch weit davon entfernt gesehen. Die Wirtschaftslage erachtet Powell derweil weiterhin als günstig. Der Dow schloss 2,49 Prozent
fester bei 25.366 Punkten. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 3,16 Prozent nach oben auf 6.913 Zähler. 78 Prozent der
Werte an der NYSE konnten Zugewinne verbuchen. Das Aufwärtsvolumen gestaltete sich mit 88 Prozent sehr positiv. Es gab 40 neue
52-Wochen-Hochs und 205 Tiefs. Bis auf den Versorgersektor konnten alle Sektoren zulegen. Am stärksten präsentierten sich
Technologiewerte und Hersteller langlebiger Wirtschaftsgüter (Consumer Discretionary).
Am Devisenmarkt geriet der US-Dollar mit der Rede von Powell gegenüber allen anderen Hauptwährungen unter Druck. Der Dollar-
Index notierte gegen Ende des US-Handels 0,56 Prozent tiefer bei 96,81 Punkten. EUR/USD stieg um 0,77 Prozent auf 1,1373 USD. Bei
den anderen Majors fiel der Austral-Dollar durch Stärke und der Yen durch Schwäche auf. Eine kräftige Erholungsrally nach dem
jüngsten Kurseinbruch zeigte der Bitcoin.
Der S&P GSCI Rohstoffindex notierte 0,45 Prozent schwächer bei 404,37 Punkten. Die Rohölpreise standen nach der Veröffentlichung
der wöchentlichen US-Lagerbestandsdaten unter Druck. Die EIA berichtete vom zehnten Anstieg der Rohölbestände in Folge um
diesmal 3,6 Millionen Barrel (Konsensschätzung: 769.000). Brent-Öl verbilligte sich um 2,29 Prozent auf 58,83 USD. Die US-Sorte WTI
gab um 2,23 Prozent auf 50,41 USD nach. Der Preis für US-Erdgas zur Lieferung im Januar haussierte um 7,64 Prozent auf 4,62 USD.
Comex-Kupfer verteuerte sich um 3,07 Prozent auf 2,79 USD. Gold kletterte gestützt vom schwachen Dollar um 0,63 Prozent auf 1.221
USD. In Euro gab das Edelmetall auf 1.073 EUR nach. Silber stieg um 1,36 Prozent auf 14,28 USD. Palladium zog um 3,39 Prozent auf
ein Rekordhoch bei 1.163,60 USD an. Platin verlor nach der Veröffentlichung neuer Prognosen seitens des World Platinum Investment
Council 1,01 Prozent auf 826,90 USD. Im Quartalsbericht der Organisation wird nun von einem wesentlich höheren Angebotsüberschuss
für das laufende Jahr ausgegangen.
Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,19 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg um
einen Basispunkt auf 0,35 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,11 Prozent tiefer bei 160,85 Punkten. Die Rendite zehnjähriger USTreasury
Notes verharrte bei 3,06 Prozent.
Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh dank der positiven Vorgaben von der Wall Street überwiegend fester. Der MSCI Asia
Pacific Index stieg den vierten Tag in Folge um diesmal 1,00 Prozent auf 154,27 Punkte. Gegen den regionalen Trend verzeichneten der
chinesische CSI 300 sowie der Hang Seng Index deutliche Abgaben.
Heute stehen von der Makroseite die persönlichen Ausgaben und Einkommen in den USA sowie das Protokoll der letzten FOMC-Sitzung
im Blickpunkt. Geschäftszahlen gibt es unter anderem von Tele Columbus und Hewlett-Packard (nach US-Börsenschluss).
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CJ2656 | Long | Nasdaq 100 Future | Faktor 10 |
| CJ266V | Short | Nasdaq 100 Future | Faktor -10 |
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