Der deutsche Aktienmarkt verabschiedete sich am Dienstag mit Kursabschlägen aus dem Handel. Als Belastungsfaktor wirkten
Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump. Demnach sei es sehr unwahrscheinlich, dass die für den Januar angekündigte Anhebung
der Strafzölle auf chinesische Waren von derzeit 10 auf dann 25 Prozent verschoben würde. Ferner belastete ein Medienbericht, wonach
es möglich sei, dass Trump bereits in der kommenden Woche 25 Prozent Zoll auf europäische Autos einführen wird. Der DAX endete
0,40 Prozent schwächer bei 11.309 Punkten. MDAX und TecDAX verloren 0,23 und 0,44 Prozent. In den drei Indizes gab es 40
Gewinner und 61 Verlierer. Aufwärtsvolumen und Abwärtsvolumen hielten sich in etwa die Waage. Das Gesamtvolumen im DAX betrug
77,8 Millionen Aktien (Vortag: 92,2) im Wert von 3,37 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,84). Stärkste Sektoren waren
Telekommunikation (+0,65%), Versorger (+0,57%) und Versicherungen (+0,39%). Am schwächsten tendierten Rohstoffwerte (-3,41%),
Automobilwerte (-2,66%) und Chemietitel (-1,60%). FMC sprang an der DAX-Spitze um 3,19 Prozent nach oben. Der Wert wurde von
einer sehr positiven Einschätzung des Bankhauses Lampe beflügelt. Die Aktie der Mutter Fresenius SE kletterte im Kielwasser um 1,47
Prozent. E.ON rückte dahinter um 1,21 Prozent vor. Die rote DAX-Laterne hielt Volkswagen mit einem Minus von 4,00 Prozent. Wirecard
verlor nachrichtenlos 3,79 Prozent. Continental büßte 3,39 Prozent ein.
An der Wall Street schloss der Dow 0,44 Prozent höher bei 24.749 Punkten. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,33
Prozent auf 6.701 Zähler nach oben. Die Marktbreite gestaltete sich schwach. 60 Prozent der Werte an der NYSE endeten im Minus. Das
Abwärtsvolumen lag bei 55 Prozent. Es gab 20 neue 52-Wochen-Hochs und 233 neue Tiefs. Mit Blick auf die Sektorenperformance
waren Healthcare und Basiskonsumgüter am stärksten gesucht. Kräftig abwärts ging es mit Rohstoffwerten.
Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar nach falkenhaften Aussagen von Fed-Vize Richard Clarida gegenüber den meisten anderen
wichtigen Währungen auf. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,30 Prozent höher bei 97,34 Punkten.
EUR/USD gab um 0,28 Prozent auf 1,1295 USD nach. Bei den anderen Hauptwährungen fiel das Pfund Sterling durch Schwäche auf.
Die Inselwährung litt darunter, dass sich US-Präsident Trump dahingehend äußerte, dass der Handel zwischen den USA und
Großbritannien durch die ausgehandelte Brexit-Einigung erschwert würde.
Der S&P GSCI Rohstoffindex gab um 0,42 Prozent auf 406,19 Punkte nach. Brent-Öl notierte 0,13 Prozent fester bei 60,56 USD. USErdgas
fiel um 1,34 Prozent auf 4,19 USD. Comex-Kupfer sackte um 1,51 Prozent auf 2,71 USD ab. Gold handelte 0,66 Prozent tiefer bei
1.214 USD (1.076 EUR). Silber und Platin verloren 0,74 respektive 1,30 Prozent. Gegen den Edelmetall-Trend legte Palladium um 0,30
Prozent auf 1.128 USD zu.
Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,20 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab um zwei
Basispunkte auf 0,34 Prozent nach. Der Euro-Bund-Future schloss 0,12 Prozent fester bei 161,03 Punkten. Die Rendite zehnjähriger USTreasury
Notes notierte einen Basispunkt tiefer bei 3,06 Prozent.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh ganz überwiegend von der freundlichen Seite. Der MSCI Asia Pacific Index
stieg um 0,47 Prozent auf 152,46 Punkte. Unterstützt wurde der Kursaufschwung von Aussagen des Wirtschaftsberaters von USPräsident
Donald Trump, Larry Kudlow. Dieser sprach von einer „guten Möglichkeit“, dass die USA mit China eine Einigung über den
Handelsstreit im Rahmen des G20-Gipfels am kommenden Wochenende erreichen könnte.
Heute richtet sich der Blick von der Makroseite vor allem auf den GfK-Konsumklimaindikator für den Dezember, die zweite Schätzung für
das Bruttoinlandsprodukt (3Q) in den USA sowie die Neubauverkäufe in den USA für den Oktober. Wichtige Impulse könnten sich ferner
von einer Rede des Fed-Chairman Jerome Powell vor dem Economic Club of New York ergeben. Geschäftszahlen stehen unter anderem
an bei Aroundtown, Adler Real Estate und Knorr-Bremse. Bereits gestern Abend hatte Vapiano mit der zweiten Umsatz- und
Gewinnwarnung für das laufende Jahr innerhalb kurzer Zeit enttäuscht. Die Aktie des Systemgastronomieunternehmens rutschte im
nachbörslichen Handel um rund 9 Prozent ab.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CJ236Q | Long | Fresenius Medical Care | Faktor 5 |
| CJ21WR | Short | Fresenius Medical Care | Faktor -5 |
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