Der deutsche Aktienmarkt erfreute die Anleger zum Wochenstart mit deutlichen Zugewinnen. Verantwortlich für die Rally war eine leichte Entspannung im italienischen Haushaltsstreit. Der dritte Rückgang in Folge im ifo-Geschäftsklimaindex konnte die Stimmung nur kurzzeitig trüben. Der DAX verabschiedete sich 1,44 Prozent höher bei 11.355 Punkten aus dem Handel. MDAX und TecDAX legten um 1,06 respektive 1,42 Prozent zu. In den drei Indizes gab es 78 Gewinner und 24 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug starke 92 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 92,2 Millionen Aktien (Vortag: 65,0) im Wert von 3,56 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,88). Stärkste Sektoren waren Banken (+4,17%), Versicherungen (+2,44%) und Transport (+2,37%). Im Minus endeten lediglich die beiden Sektoren Rohstoffe (-7,78%) und Konsum (-0,30%). An der DAX-Spitze sprang die Covestro-Aktie um 5,08 Prozent nach oben. Die Analysten von Goldman Sachs hatten nach dem jüngsten Kurssturz ihre Verkaufsempfehlung gestrichen. Gestützt von der Entwicklung in Italien verbesserte sich die Aktie der Deutschen Bank um 4,78 Prozent. Wirecard stieg nachrichtenlos um 2,91 Prozent. Deutsche Börse verlor nach Gewinnmitnahmen am Indexende 1,78 Prozent. Adidas und Merck gaben um 1,70 und 0,57 Prozent nach. Im MDAX stand die Aktie von Aurubis mit einem Kursrutsch um 13,18 Prozent im Fokus. Der Anteilsschein des Kupferkonzerns litt unter einer erneuten Gewinnwarnung. Für die Rheinmetall-Aktie ging es hingegen um 5,17 Prozent nach oben. Das Unternehmen erwägt einen Einstieg bei Krauss-Maffei Wegmann.
An der Wall Street notierte der Dow Jones Industrial zur Schlussglocke 1,45 Prozent fester bei 24.640 Punkten. Für den von Technologiewerten geprägten Nasdaq 100 ging es um 2,31 Prozent nach oben auf 6.678 Zähler. 62 Prozent der Werte an der NYSE verzeichneten Kursgewinne. Das Aufwärtsvolumen lag bei 72 Prozent. 14 neuen 52-Wochen-Hochs standen 146 neue Tiefs gegenüber. Alle Sektoren konnten zulegen. Am kräftigsten stiegen Kommunikationsdienstleister und Technologiewerte. Die Amazon-Aktie haussierte am „Cyber Monday“ mit der Hoffnung auf eine kräftige Umsatzsteigerung um 5,27 Prozent auf 1.581 USD und nimmt damit mögliche technische Hürden bei 1.609-1.632 USD und 1.688-1.712 USD ins Visier.
Am Devisenmarkt legte der Dollar-Index bis zum Ende des New Yorker Handels um 0,10 Prozent auf 97,04 Punkte zu. EUR/USD notierte 0,02 Prozent tiefer bei 1,1333 USD. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen fiel der Austral-Dollar durch Stärke auf, während der Yen sowie der Franken als nicht gesuchte sichere Häfen unter Abgaben litten.
Der S&P GSCI Rohstoffindex notierte 1,08 Prozent höher bei 407,89 Punkten. Brent-Öl erholte sich um 2,84 Prozent auf 60,47 USD vom am Freitag markierten 13-Monats-Tief. Der Preis für US-Erdgas fiel um 1,74 Prozent auf 4,23 USD. Comex-Kupfer gab um 0,54 Prozent auf 2,75 USD nach. Gold handelte kaum verändert bei 1.222 USD (1.079 EUR). Silber verlor 0,20 Prozent auf 14,22 USD. Platin und Palladium konnten um 0,33 respektive 1,00 Prozent zulegen.
Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,21 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete nach einem impulslosen Geschäft zwei Basispunkte höher bei 0,36 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,14 Prozent tiefer bei 160,83 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes kletterte um zwei Basispunkte auf 3,07 Prozent.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh überwiegend von der freundlichen Seite. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,41 Prozent auf 151,82 Punkte. Besonders deutliche Zugewinne gab es beim australischen ASX200 zu beobachten. Gegen den Trend verzeichneten die Börsen in Festland-China und Hongkong Einbußen. Hier lasteten Aussagen von US-Präsident Donald Trump in einem Interview auf der Stimmung. Demnach sei es sehr unwahrscheinlich, dass er die für den ersten Januar angekündigte Anhebung der Strafzölle auf chinesische Waren von 10 auf 25 Prozent verschieben wird.
Heute ist von der Makroseite vor allem der Index des Verbrauchervertrauens in den USA relevant. Geschäftszahlen werden unter anderem von KWS Saat, Home24 und Salesforce (nach US-Börsenschluss) erwartet. Gigaset lieferte gestern nachbörslich eine Umsatzwarnung. Das Papier dürfte mit einem deutlichen Abschlag in den Handel starten.
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