Nach rechts weisender Zeigefinger (Handrücken) Jetzt zum volkswirtschaftlichen und fundamentalen Quartalsupdate mit UniCredit sowie zum technischen Quartalsupdate mit HSBC anmelden!
26.11.18, 13:47

„Schwarzer Freitag“ am Ölmarkt

  • Ölpreise weiter auf Talfahrt, Spekulanten auf dem Rückzug
  • Gold sollte trotz Brexit-Abkommen gefragt sein
  • Richtungsweisende Woche für die Metallmärkte
  • Stahl- und Eisenerzpreise in China deutlich gefallen
  • Ölpreise weiter auf Talfahrt, Spekulanten auf dem Rückzug
  • Gold sollte trotz Brexit-Abkommen gefragt sein
  • Richtungsweisende Woche für die Metallmärkte
  • Stahl- und Eisenerzpreise in China deutlich gefallen

Energie: Am Ölmarkt gab es im wahrsten Sinne des Wortes einen „Schwarzen Freitag“. Brent fiel um weitere 6% auf zeitweise 58,4 USD je Barrel, WTI sogar um knapp 8% auf gut 50 USD je Barrel. Dies entspricht jeweils dem niedrigsten Preisniveau seit Oktober 2017. Der Grund für den abermaligen Preisrutsch erschließt sich nicht auf Anhieb. Schwächere Konjunkturdaten aus der Eurozone wurden als ein Auslöser genannt. Mit eine Rolle gespielt haben dürfte auch, dass aufgrund des verlängerten Wochenendes in den USA der Handel sehr illiquide war. Dies dürften Spekulanten dazu genutzt haben, wegen des Überangebots auf fallende Preise zu setzen. Aufschluss hierüber werden die Positionierungsdaten Ende der Woche geben. Wegen des Thanksgiving-Feiertages werden die CFTC-Daten für letzte Woche erst heute Abend veröffentlicht. Die von der ICE am Freitag veröffentlichten Daten zeigten einen weiteren starken Rückgang der spekulativen Netto-Long-Positionen bei Brent in der Woche bis 20. November auf nur noch 185 Tsd. Kontrakte, was dem niedrigsten Niveau seit Januar 2016 entspricht. Seither dürften sie noch weiter gefallen sein. Damit besteht am Ölmarkt kein nennenswerter Überhang an spekulativen Long-Positionen mehr, was für einen nachlassenden Verkaufsdruck von dieser Seite spricht. Die Ölpreise befinden sich bereits in einer Übertreibungsphase nach unten. Denn spätestens nun dürfte klar sein, dass die OPEC Anfang Dezember eine drastische Produktionskürzung beschließen wird. Zudem ist fraglich, ob die US-Ölproduktion 2019 so stark steigen wird wie bislang erwartet. Der Preis für WTI Midland liegt mittlerweile unter 45 USD je Barrel.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3D4H Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CJ3D41 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CJ3D4S Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CJ3D5A Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Gold legt zum Wochenauftakt wieder leicht auf knapp 1.230 USD je Feinunze zu und wird dabei wohl vom schwächeren US-Dollar unterstützt. Gestern haben die 27 Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union auf einem Sondergipfel der EU in Brüssel das Abkommen zum Austritt Großbritanniens aus der EU bestätigt. Ob dieses in Kraft tritt, hängt jetzt vom britischen Parlament ab. Und dort hat sich bis zuletzt massiver Widerstand geregt. Die Abstimmung im britischen Parlament könnte in etwa zwei Wochen stattfinden. Bis dahin dürfte die Unsicherheit anhalten und Gold sollte unseres Erachtens als sicherer Hafen gut nachgefragt sein. Zur Verunsicherung trägt ebenso der schwelende Streit zwischen Italien und der EU über den italienischen Haushalt für 2019 bei. Laut Angaben der Nachrichtenagentur Reuters sei Italien möglicherweise zu Zugeständnissen bereit. Solange dies aber nicht bestätigt ist, messen wir dieser Meldung nicht viel Gewicht bei. Denn uns erschließt sich nicht, warum Italien jetzt nachgeben sollte, zumal auch der Renditeabstand zwischen 10-jährigen italienischen und deutschen Staatsanleihen wieder auf unter 300 Basispunkte geschrumpft ist. Neben dem G20-Gipfel Ende der Woche (siehe Industriemetalle) werden die Marktteilnehmer auf die Reden von Richard Clarida und Jerome Powell (stellvertretender und Vorsitzender der US-Notenbank Fed) schauen und diese daraufhin abklopfen, ob die Fed möglicherweise den Autopilot hinsichtlich weiterer Zinserhöhungen ausschaltet.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2W Long Gold-Future Faktor: 4
CD5B33 Short Gold-Future Faktor: -4

Industriemetalle: Die Metallpreise starten mit einem negativen Unterton in eine womöglich richtungsweisende Handelswoche. Am Freitag und Samstag findet das mit Spannung erwartete G20-Gipfeltreffen in Argentinien statt. In diesem Rahmen wollen sich US-Präsident Donald Trump und sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping treffen, um über den Handelsstreit zu reden. Wir gehen, wie offenbar viele andere Marktteilnehmer auch, nicht davon aus, dass es eine Einigung geben wird. Es besteht aber die Hoffnung, dass der Handelsstreit nicht weiter eskaliert, was wohl schon ein gutes Ergebnis des Treffens wäre. Unabhängig davon sind in China heute die Stahl- und Eisenerzpreise stark gefallen. An der SHFE in Shanghai fiel der meistgehandelte Futures-Kontrakt für Betonstahl zwischenzeitlich um fast 5% auf ein 6-Monatstief. Der meistgehandelte Futures-Kontrakt für Eisenerz an der DCE in Dalian brach ebenfalls um fast 5% ein und erreichte zwischenzeitlich seinen maximal möglichen Tagesverlust. Sorgen, dass es in China trotz der angeordneten Produktionskürzungen während der laufenden Wintersaison ein beträchtliches Überangebot gibt, lassen dort die Stahlpreise fallen. Dies schmälert die Gewinne der Stahlproduzenten, so dass einige aus Kostengründen offenbar zunächst weniger Eisenerz kaufen. Entsprechend wird der Eisenerzpreis mit nach unten gezogen. In Singapur kostet eine Tonne Eisenerz heute „nur noch“ 62,75 USD. Innerhalb einer Woche hat der Preis dort 14% verloren.

Rechtline Hinweise: Bitte beachten Sie die rechtlichen Hinweise

Bitte beachten Sie zusätzlich den wichtigen Hinweis zu allen abgebildeten Charts und Kursverläufen: Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.  

Bei den hier dargestellten Inhalten handelt es sich um fremde Inhalte. Für diese fremden Inhalte ist ausschließlich der jeweilige Eingeber verantwortlich. Eine inhaltliche, redaktionelle Überprüfung durch die DZB Media GmbH erfolgt ausdrücklich nicht. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang ergänzend den Haftungsausschluss unter https://www.zertifikateberater.de/impressum.

Sollte ein hier durch einen Eingeber distribuierter Inhalt aus Ihrer Sicht gegen geltendes Recht verstoßen, schicken Sie bitte eine Email an nc. Der gemeldete Inhalt wird umgehend überprüft und ggf. gesperrt.