Der deutsche Aktienmarkt konnte zum Wochenausklang nach einem impulslosen und nachrichtenarmen Handel Zugewinne verbuchen. Die Umsätze blieben wie am Vortag gering. Nach dem Börsenfeiertag Thanksgiving am Donnerstag fand an den US-Börsen am Black Friday nur ein verkürzter Handel statt. Der DAX schloss 0,48 Prozent fester bei 11.193 Punkten. Auf Wochensicht büßte der Leitindex dennoch 1,31 Prozent ein. MDAX und TecDAX verbesserten sich am Berichtstag um 0,50 und 1,33 Prozent. Unter den 103 in den drei Indizes enthaltenen Werten gab es 72 Gewinner und 31 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 59 Prozent. Im DAX wurden 65,0 Millionen Aktien (Vortag: 66,6) im Wert von 2,52 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,07) umgesetzt. Stärkste Sektoren waren Transport (+1,45%), Medien (+1,17%) und Software (+0,99%). Einbußen verzeichneten Rohstoffwerte (-1,24%), Banken (-0,94%) und Versorger (-0,40%). Die Aktie der Lufthansa setzte sich beflügelt von abstürzenden Ölpreisen mit einem Plus von 2,85 Prozent an die DAX-Spitze. Merck und Wirecard legten dahinter nachrichtenlos um 1,53 und 1,42 Prozent zu. RWE verlor als Schlusslicht im Index 1,17 Prozent. Deutsche Bank und Volkswagen verloren 0,75 und 0,61 Prozent. Gea Group brach im MDAX um 10,09 Prozent auf ein 6-Jahres-Tief ein und beendete damit eine mehrwöchige Seitwärtsspanne im seit 2016 etablierten Abwärtstrend. Der Maschinenbauer hatte am Vorabend vor einer schwächeren Geschäftsentwicklung gewarnt.
An der Wall Street schloss der Dow Jones Industrial nach einem verkürzten Handel 0,73 Prozent tiefer bei 24.286 Punkten. Der Nasdaq 100 endete ebenfalls 0,73 Prozent schwächer bei 6.527 Zählern. 53 Prozent der Werte an der NYSE verbuchten Abschläge. Das Abwärtsvolumen betrug 68 Prozent. Vier 52-Wochen-Hochs standen 172 Tiefs gegenüber. Bei der Sektorenbetrachtung konnten Hersteller von Basiskonsumgütern (Consumer Staples) sowie Healthcare leichte Zugewinne verzeichnen. Deutliche Einbußen waren bei Energiewerten und Kommunikationsdienstleistern zu beobachten.
Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen auf. Der Dollar-Index endete 0,47 Prozent fester bei 96,94 Punkten. Der Euro verzeichnete nach enttäuschenden Konjunkturdaten gegenüber allen anderen wichtigen Währungen Abschläge. EUR/USD gab um 0,58 Prozent auf ein Wochentief bei 1,1335 USD nach. Mit Blick auf die anderen Majors fielen die sicheren Häfen Yen und Franken durch Stärke auf, während das Pfund Sterling Schwäche zeigte.
Der S&P GSCI Rohstoffindex sackte belastet vor allem von den Energierohstoffen um 4,40 Prozent auf ein 13-Monats-Tief bei 403,55 Punkten ab. Die Rohölpreise verzeichneten den siebten Wochenverlust in Folge. Brent-Öl verbilligte sich am Berichtstag um 6,07 Prozent auf 58,80 USD. Die US-Sorte WTI stürzte um 7,71 Prozent auf 50,42 USD ab. Beide Ölsorten markierten damit 13-Monats-Tiefs. Brent-Öl verlor vom noch Anfang Oktober notierten 4-Jahres-Hoch in der Spitze 33 Prozent, WTI 35 Prozent. Der Preis für US-Erdgas endete 3,21 Prozent tiefer bei 4,31 USD. Comex-Kupfer notierte mit einem Abschlag von 1,00 Prozent bei 2,77 USD. Gold handelte 0,39 Prozent schwächer bei 1.223 USD. In Euro verteuerte sich das Edelmetall auf ein 2-Wochen-Hoch bei 1.079 EUR. Silber, Platin und Palladium verzeichneten Verluste zwischen 0,66 und 1,79 Prozent.
Am Rentenmarkt stieg die am Vormittag festgestellte Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,22 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete am Abend drei Basispunkte schwächer auf einem 2-Monats-Tief bei 0,34 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,22 Prozent fester auf einem 2-Monats-Hoch bei 161,05 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab um einen Basispunkt auf ein 2-Monats-Tief bei 3,05 Prozent nach.
Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh überwiegend freundlich. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,37 Prozent auf 151,11 Punkte. Der japanische Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe fiel im November nach vorläufiger Auswertung (Flash-PMI) auf ein 2-Jahres-Tief bei 51,8 Punkten nach zuvor 52,9 Punkten. Die Auftragseingänge gaben erstmals seit September 2016 nach.
Heute richtet sich der Blick von der Makroseite auf den ifo-Geschäftsklimaindex für den November. Die Konsensschätzung für den wichtigsten deutschen Frühindikator lautet auf einen moderaten Rückgang von zuvor 102,8 auf 102,3 Punkte. Unternehmensseitig halt Borussia Dortmund seine Hauptversammlung ab.
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