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23.11.18, 15:00

Fallende Ölpreise setzen OPEC unter Druck

  • Saudi-Arabien will Ölmarkt nicht fluten
  • Iranische Ölexporte im November doch stärker gesunken
  • Globaler Silbermarkt 2018 mit höchstem Überschuss seit acht Jahren
  • Schlechte Stimmung an den Metallmärkten zum Wochenausklang
  • Jetzt auch Eisenerz unter Druck
  • Saudi-Arabien will Ölmarkt nicht fluten
  • Iranische Ölexporte im November doch stärker gesunken
  • Globaler Silbermarkt 2018 mit höchstem Überschuss seit acht Jahren
  • Schlechte Stimmung an den Metallmärkten zum Wochenausklang
  • Jetzt auch Eisenerz unter Druck

Energie: Die Ölpreise befinden sich weiter im Rückwärtsgang. In der Nacht rutschte Brent bis auf 61,5 USD je Barrel, den niedrigsten Stand seit fast einem Jahr. WTI hält sich noch knapp über dem 13-Monatstief von Dienstag. Damit wächst der Druck auf die OPEC und vor allem auf Saudi-Arabien, die Produktion zu kürzen. Die entscheidende OPEC-Sitzung findet in knapp zwei Wochen statt. Der saudi-arabische Energieminister al-Falih hat gestern bekräftigt, dass sein Land den Markt nicht mit Öl fluten wolle. Dies spricht für eine Rücknahme der jüngsten Produktionsanhebung, die im Vorgriff auf die US-Sanktionen gegen den Iran geschah. Ob Saudi-Arabien aber wirklich frei in seiner Entscheidung ist, bleibt abzuwarten. Zu deutlich hatte sich US-Präsident Trump zuletzt gegen eine Produktionskürzung ausgesprochen und sich gleichzeitig im Fall des ermordeten Journalisten Khashoggi schützend vor das saudische Königshaus gestellt. So auch gestern, als neue belastende Hinweise gegen Kronprinz bin Salman bekannt wurden. Der Datenanbieter und Tankerzähler Petro-Logistics berichtete unterdessen davon, dass die iranischen Ölexporte im November um mehrere Hunderttausend Barrel pro Tag gefallen sind. Grund hierfür war Kaufzurückhaltung der Kunden zu Monatsbeginn, als noch Unsicherheit über die Ausgestaltung der US-Sanktionen bestand. Nachdem die USA großzügig Ausnahmen erteilten, dürften die Exporte im Dezember vermutlich wieder steigen. Von daher besteht weiterhin die Notwendigkeit einer Produktionskürzung durch die OPEC.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3D4H Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CJ3D41 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CJ3D4S Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CJ3D5A Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Silber fällt zum Wochenausklang auf rund 14,25 USD je Feinunze. In einem schon letzte Woche veröffentlichten Bericht geht Refinitiv GFMS, ein auf die Analyse der Edelmetallmärkte spezialisiertes Research-Institut, davon aus, dass der globale Silbermarkt in diesem Jahr den höchsten physischen Angebotsüberschuss seit acht Jahren aufweisen wird. GFMS setzt diesen mit 35,3 Mio. Unzen (rund 1.100 Tonnen) an. Dies liegt vor allem an der physischen Nachfrage, die sogar auf ein 9-Jahrestief fallen soll. In erster Linie verantwortlich dafür ist die Nachfrage nach Münzen und Barren, die im Vorjahresvergleich um gut 12% zurückgehen soll. Laut GFMS habe sich die Münz- und Barrennachfrage insbesondere im ersten Halbjahr verhalten gezeigt. Die deutlich gefallenen Silberpreise im zweiten Halbjahr konnten die Nachfrage offenbar nicht nennenswert beleben. Für die Schmucknachfrage erwartet GFMS nur einen moderaten Rückgang (-0,6%) und die industrielle Silbernachfrage soll 2018 um 1,8% sinken. Während sich im Industriebereich der Photovoltaiksektor schwach zeigt, bleibt die Nachfrage seitens der Elektronik und für elektrische Anwendungen robust. Der Anteil der Industrienachfrage an der gesamten Silbernachfrage legt daher laut GFMS auf rund 60% zu. Auf der Angebotsseite soll laut GFMS eine höhere Minenproduktion einen Rückgang des Recyclingangebots ausgleichen. Die ETF-Nachfrage kann den Angebostüberschuss nicht absorbieren. Hier erwartet GFMS sogar ein leichtes Minus. Zu 2019 hat GFMS in seinem Bericht keine Aussagen getroffen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE61B3 Long Silber-Future Faktor: 4
CD5BHQ Short Silber-Future Faktor: -4

Industriemetalle: Feiertagsbedingt (Erntedank in den USA) waren sowohl der Handel als auch die Nachrichtenlage an den Metallmärkten gestern relativ dünn. Während sich entsprechend die Preisausschläge stark in Grenzen hielten, geben die Metallpreise heute Morgen allerdings merklicher nach. Sie werden von schwachen chinesischen Aktienmärkten belastet. Zwar gibt es im Vorfeld des G20-Gipfels Ende nächster Woche Gespräche zwischen US- und chinesischen Unterhändlern, der Markt glaubt aber offenbar nicht daran, dass sich die Präsidenten Trump und Xi bei ihrem Treffen im Handelsstreit einigen werden. Kupfer rutscht daher zeitweise wieder unter 6.200 USD je Tonne. Größter Verlierer ist Nickel, das weiter auf 10.750 USD je Tonne fällt. Der LME-Nickelpreis nimmt dabei die schwachen Vorgaben aus Shanghai auf, wo Nickel in der Spitze heute fast 4% verlor. Hierzu haben die niedrigeren Edelstahlpreise in China beigetragen, die auf ein 6-Monatstief gefallen sind. Nachdem sich der Eisenerzpreis lange Zeit gut gehalten hat, ist er diese Woche stark gefallen. Allein heute steht ein Minus von 3,6% zu Buche. Mittlerweile notiert Eisenerz wieder bei 66,8 USD je Tonne auf dem tiefsten Stand seit Mitte September. Fundamental betrachtet muss der Eisenerzpreis aus unserer Sicht weiter fallen, da am seewärtigen Markt im nächsten Jahr das Angebot weiter ausgeweitet wird. Vor allem aus Australien und Brasilien, den beiden größten Produzentenländern weltweit, wird mehr Angebot an den Markt kommen. Dagegen wird vor allem China im kommenden Jahr weniger Eisenerz nachfragen, da die Stahlproduktion dort sinken soll.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3D7H Long Copper Future Faktor: 4
CJ3D7Q Short Copper Future Faktor: -4

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