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22.11.18, 13:30

Trump dankt Saudi-Arabien für niedrige Ölpreise

  • Trump dankt Saudi-Arabien für niedrige Ölpreise
  • Gold fester dank schwächerem US-Dollar
  • Streik in südafrikanischen Goldminen
  • Nickelpreis erstmals seit 11 Monaten unter 11.000 USD
  • Höchster Überschuss am globalen Kaffeemarkt seit 16 Jahren erwartet
  • Trump dankt Saudi-Arabien für niedrige Ölpreise
  • Gold fester dank schwächerem US-Dollar
  • Streik in südafrikanischen Goldminen
  • Nickelpreis erstmals seit 11 Monaten unter 11.000 USD
  • Höchster Überschuss am globalen Kaffeemarkt seit 16 Jahren erwartet

Energie: Die Bären haben den Ölmarkt weiterhin fest im Griff. Die Ölpreise geben ihre gestrigen Gewinne größtenteils wieder ab und nähern sich den Tiefständen von Dienstag. Ein unerwartet kräftiger Anstieg der US-Rohöllagerbestände um 4,9 Mio. Barrel sorgte für erneuten Abgabedruck. Ein Ende des Abwärtstrends scheint vorerst nicht in Sicht. Dafür bedarf es klarer Aussagen der OPEC, dass man zu einer kräftigen Produktionskürzung bereit ist. Gewisse Zweifel sind im Falle von Saudi-Arabien angebracht. Das Land hatte seine Ölproduktion Anfang November immerhin auf rekordhohe 10,9 Mio. Barrel pro Tag erhöht und dies mit der höheren Nachfrage vor den Iran-Sanktionen begründet. US-Präsident Trump hat Saudi-Arabien in einem Tweet gestern dafür gedankt, dass die Ölpreise deutlich gesunken sind. Gleichzeitig äußerte er den Wunsch für noch niedrigere Preise. Dies kann als erneute Aufforderung an Saudi-Arabien verstanden werden, von der beabsichtigten Produktionskürzung Abstand zu nehmen. Am Tag zuvor hatte sich Trump im Fall des ermordeten systemkritischen Journalisten Khashoggi demonstrativ hinter die saudi-arabische Führung und gegen den eigenen Geheimdienst CIA gestellt. Von daher bleibt abzuwarten, ob Saudi-Arabien mit einer Produktionskürzung den US-Präsidenten brüskieren will, der weiterhin seine schützende Hand über das saudische Königshaus hält. Dazu passt auch die Nachricht, dass sich das US-Justizministerium aktuell mit einer Anti-Kartell-Gesetzesvorlage befasst, die gegen den Einfluss der OPEC am Ölmarkt gerichtet ist. Dieses Gesetz ist bislang immer an den angedrohten Vetos der US-Präsidenten gescheitert. Auch hier kommt Trump somit eine Schlüsselrolle zu

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3D4H Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CJ3D41 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CJ3D4S Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CJ3D5A Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Unterstützt von einem schwächeren US-Dollar in Folge gemischter US-Konjunkturdaten ist der Goldpreis gestern auf knapp 1.230 USD je Feinunze gestiegen. Der steigende Goldpreis ging zudem mit ETF-Käufen einher. Seit Monatsbeginn haben die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs bislang Zuflüsse von fast 17 Tonnen verzeichnet. Die EU-Kommission hat wie erwartet den italienischen Haushaltsplan für das kommende Jahr endgültig abgelehnt und den Weg für ein Defizitverfahren gegen das Land geebnet. Der Streit über den italienischen Haushalt geht also weiter und dürfte die Märkte auch noch eine ganze Zeit lang beschäftigen. Hiervon sollte Gold in seiner Eigenschaft als sicherer Hafen profitieren. Der größte südafrikanische Goldminenproduzent hat gestern Abend alle seine Goldminen in Südafrika geschlossen, nachdem ein Streik der radikalen Gewerkschaft AMCU in Gewalt ausgeartet ist. Ob dies Auswirkungen auf das Angebot hat, ist noch unklar. International betrachtet wurde das einstmals weltgrößte Produzentenland Südafrika in den letzten Jahren durchgereicht und ist mittlerweile nur noch der weltweit neuntgrößte Goldproduzent. In diesem Jahr wurde es Daten von WBMS zufolge sogar vom Sudan und auch von Mexiko überholt. Da das bestreikte Unternehmen auch Platinminen betreibt, wird befürchtet, dass der Streik auf diese übergreifen könnte. Der Platinpreis war gestern allerdings nur moderat gestiegen. Der Outperformer im Edelmetallsektor war gestern Silber mit einem Plus von 1,3%, was in den letzten Monaten Seltenheitswert hatte.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2V Long Gold-Future Faktor: 3
CD5B32 Short Gold-Future Faktor: -3

Industriemetalle: Der Nickelpreis ist heute Morgen erstmals seit letztem Dezember unter die Marke von 11.000 USD je Tonne gerutscht. Von seinem Hoch Anfang Juni ist der Preis mittlerweile um 30% gefallen. Die Euphorie hinsichtlich einer starken Nickelnachfrage für Batterien im Rahmen der Elektromobilität, die den Preis im ersten Halbjahr bis auf fast 16.000 USD nach oben getrieben hatte, hat stark nachgelassen. Es wird offenbar zusehends eingepreist, dass im nächsten Jahr deutlich mehr Angebot zur Verfügung steht. Die International Nickel Study Group (INSG) hatte auf ihrer Herbsttagung Anfang Oktober für 2019 ein Produktionsplus von 8,4% in Aussicht gestellt. Daher soll das erwartete Angebotsdefizit im nächsten Jahr deutlich auf 33 Tsd. Tonnen schrumpfen. In den ersten drei Quartalen dieses Jahres wies der Nickelmarkt INSG-Daten zufolge aber noch ein relativ hohes Defizit von 108 Tsd. Tonnen auf. Demnach blieb 2018 bislang in jedem Monat das Angebot hinter der Nachfrage zurück. Ein überraschend hohes Angebotsdefizit meldete gestern die International Copper Study Group (ICSG). Der globale Kupfermarkt war laut ICSG von Januar bis August mit 259 Tsd. Tonnen im Defizit (auf saisonbereinigter Basis sogar -283 Tsd. Tonnen). Die ICSG führt das Defizit insbesondere auf eine hohe augenscheinliche Nachfrage in China zurück. Sie hat aber auch umfangreiche Revisionen der Vormonate vorgenommen. WBMS sieht den globalen Kupfermarkt in den ersten drei Quartalen dieses Jahres nur leicht im Defizit. Laut WBMS blieb von Januar bis September an allen Metallmärkten das Angebot hinter der Nachfrage zurück.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3D7H Long Copper Future Faktor: 4
CJ3D7Q Short Copper Future Faktor: -4

Agrarrohstoffe: Die Beratungsfirma CoffeeNetwork überraschte gestern mit einer Prognose, wonach der globale Kaffeemarkt im laufenden Erntejahr 2018/19 einen Überschuss von 11 Mio. Sack aufweisen dürfte. Das wäre der höchste Überschuss seit 16 Jahren. Für die drei größten Produzentenländer Brasilien, Vietnam und Kolumbien rechnet CoffeeNetwork mit rekordhohen bzw. sehr hohen Ernten. Die brasilianische Ernte soll bei 61 Mio. Sack liegen, die vietnamesische bei 31 Mio. Sack und die kolumbianische bei 14,2 Mio. Sack. Für 2019/20 hängt die Marktbilanz stark von Brasilien ab, wo ein Niedrigertragsjahr im 2-jährigen Erntezyklus ansteht. CoffeeNetwork rechnet mit einer Spanne von 50-55 Mio. Sack. Liegt die Ernte am oberen Ende, soll der globale Markt einen Überschuss von 1,1 Mio. Sack aufweisen, bei einer Ernte am unteren Ende dagegen ein Defizit von 3,9 Mio. Sack. Die reichliche Versorgung gibt den Kaffeepreisen zunächst wenig Spielraum nach oben. Erst mit der schwächeren brasilianischen Ernte, die ab April 2019 auf den Markt kommt, könnten die Preise über 120 US-Cent je Pfund steigen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3D6F Long Coffee Future Faktor: 4
CJ3D6N Short Coffee Future Faktor: -4

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