Der deutsche Aktienmarkt konnte sich zur Wochenmitte deutlich erholen. Stützend wirkten etwas versöhnlichere Töne aus Italien, die von Marktteilnehmern als Signal für ein Entgegenkommen im Haushaltsstreit mit der Eurozone gedeutet wurden. Der DAX schloss 1,60 Prozent fester bei 11.244 Punkten und machte damit die Vortagesverluste bis auf einen Punkt wieder wett. MDAX und TecDAX legten um 1,30 und 1,85 Prozent zu. Die Marktbreite gestaltete sich positiv. In den drei Indizes gab es 91 Gewinner und lediglich zwölf Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug 81 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 95,5 Millionen Aktien (Vortag: 123,7) im Wert von 3,81 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,20). Bei der Sektorenperformance lagen Technologiewerte (+4,42%) vor Automobilwerten (+2,53%) und Industrietiteln (+1,99%). Einzig der Versorgersektor (-0,22%) verzeichnete ein moderates Minus. Als stärkster DAX-Wert sprang Covestro nach dem heftigen Kurssturz vom Vortag um 5,46 Prozent nach oben. Hilfreich waren positive Analystenkommentare. Infineon verbesserte sich dahinter um 4,70 Prozent. Volkswagen rückte um 4,52 Prozent vor. Der Wert profitierte von einer positiven Analysteneinschätzung sowie von einem unbestätigten Medienbericht, wonach sich die Wolfsburger in einem Patentstreit mit Broadcom außergerichtlich geeinigt haben. ThyssenKrupp stieg nach der Vorlage des Jahresergebnisses um 2,48 Prozent. Die einzigen drei DAX-Verlierer waren nachrichtenlos Fresenius SE, Deutsche Post und E.ON mit Abschlägen zwischen 0,36 und 0,94 Prozent.
An der Wall Street verabschiedete sich der Dow Jones Industrial nach zwischenzeitlichen Kursgewinnen nur noch unverändert bei 24.465 Punkten aus dem Handel. Der marktbreite S&P 500 konnte jedoch um 0,30 Prozent auf 2.650 Punkte zulegen. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,74 Prozent nach oben auf 6.576 Zähler. 72 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im Plus. Das Aufwärtsvolumen lag bei 77 Prozent. 17 neuen 52-Wochen-Hochs standen 151 neue Tiefs gegenüber. Die stärksten Sektoren waren Energie und Communication Services. Am deutlichsten verloren Versorger und Hersteller von Basiskonsumgütern.
Am Devisenmarkt notierte der Dollar-Index gegen Ende des New Yorker Handels 0,08 Prozent tiefer bei 96,73 Punkten. EUR/USD gewann 0,13 Prozent auf 1,1384 USD hinzu. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen waren der Austral-Dollar sowie der Kanada-Dollar aufgrund der gestiegenen Risikofreude gesucht, während der Yen als sicherer Hafen gegenüber allen anderen Majors abwertete.
Der S&P GSCI Rohstoffindex notierte 0,90 Prozent höher bei 422,12 Punkten. Brent-Öl verteuerte sich um 1,36 Prozent auf 63,38 USD. Die US-Sorte WTI stieg um 1,98 Prozent auf 54,49 USD. Dabei verzeichneten die US-Lagerbestände den neunten Wochenanstieg in Folge, die längste Serie seit März 2017. Laut der Energiebehörde EIA zogen die Rohölbestände um 4,9 Millionen Barrel und damit kräftiger als von Analysten erwartet an. Baker Hughes meldete derweil den ersten Rückgang der Zahl aktiver Ölbohrungen in den USA (Rig-Count) seit drei Wochen. Sie sank demnach um drei auf 885. Der Preis für US-Erdgas fiel um 1,48 Prozent auf 4,46 USD. Comex-Kupfer handelte 0,83 Prozent fester bei 2,79 USD. Gold konnte um 0,40 Prozent auf 1.226 USD (1.077 EUR) zulegen und ringt nun mit der mehrwöchigen Abwärtstrendlinie. Silber, Platin und Palladium rückten zwischen 0,22 und 1,41 Prozent vor.
Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,22 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen kletterte um zwei Basispunkte auf 0,37 Prozent. Der Euro-Bund-Future ging 0,09 Prozent tiefer bei 160,70 Punkten aus dem Handel. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes verharrte auf dem Niveau des Vortages bei 3,06 Prozent.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh bei dünnen Umsätzen uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index pendelte um die Nulllinie und notierte zuletzt 0,18 Prozent höher bei 150,40 Punkten.
Heute stehen von der Makroseite das Protokoll der letzten geldpolitischen Sitzung der EZB sowie der Index des Verbrauchervertrauens in der Eurozone im Fokus. Geschäftszahlen gibt es unter anderem von Befesa und Jost Werke. Die Börsen in den USA bleiben aufgrund des Feiertages Thanksgiving geschlossen. Entsprechend dürften die Umsätze auch hierzulande dünn bleiben.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CJ234D | Long | Thyssen Krupp | Faktor: 4 |
| CJ22DR | Short | Thyssen Krupp | Faktor: -4 |
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