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21.11.18, 14:00

Ausverkauf am Ölmarkt setzt sich fort

  • Preisrückgang am Ölmarkt erreicht historische Ausmaße
  • Gold gestern nur zeitweise sicherer Hafen
  • Zentralbanken haben im Oktober weiter Gold gekauft
  • Globale Aluminiumproduktion im Oktober leicht gefallen
  • Chinesische Aluminiumschmelzen machen Verluste
  • Preisrückgang am Ölmarkt erreicht historische Ausmaße
  • Gold gestern nur zeitweise sicherer Hafen
  • Zentralbanken haben im Oktober weiter Gold gekauft
  • Globale Aluminiumproduktion im Oktober leicht gefallen
  • Chinesische Aluminiumschmelzen machen Verluste

Energie: Die Ölpreise erlebten gestern den zweiten Ausverkauf binnen einer Woche. Brent rauschte zeitweise mehr als 7% in die Tiefe und markierte bei 61,7 USD je Barrel den tiefsten Stand seit Dezember 2017. Seit dem Hoch Anfang Oktober hat Brent 29% verloren. Das ist der stärkste prozentuale Preisrückgang in einem derartigen Zeitraum seit dem Jahreswechsel 2015/16, als die Ölpreise ihre mehrjährigen Tiefs erreichten. In absoluten Zahlen hat Brent seit dem Hoch 25 USD verloren. Einen vergleichbaren Rückgang gab es zuletzt während des großen Preiseinbruchs Ende 2014. Von daher lohnt es, Vergleiche zu diesen Preiseinbrüchen zu ziehen. 2015/16 waren es diffuse Nachfragesorgen wegen China, die sich letztlich als unbegründet herausstellten. Auch heute werden Nachfragesorgen als ein Grund für den Preissturz genannt. Dabei wird häufig der Einbruch der Aktienmärkte als ein Indikator herangezogen. Belastbare Daten, die diese Sichtweise bestätigen, gibt es allerdings (noch) nicht. Im Gegenteil, die Rohölverarbeitung in China war im September und Oktober rekordhoch. Ende 2014 löste die Entscheidung der OPEC, die Produktion nicht zu kürzen, den Preisrutsch aus. Dies dürfte sich beim OPEC-Treffen in gut zwei Wochen nicht wiederholen. Vielmehr dürfte eine Produktionskürzung von mindestens 1 Mio. Barrel pro Tag beschlossen werden, der sich einige Nicht-OPEC-Länder anschließen dürften. Ob sich beim gegenwärtigen Preisniveau die Erwartungen an die US-(Schiefer-)Ölproduktion erfüllen werden, ist außerdem fraglich. Wir sehen den Ölmarkt in einer Übertreibungsphase und erwarten eine merkliche Preiserholung spätestens nach dem OPEC-Treffen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3D4H Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CJ3D41 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CJ3D4S Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CJ3D5A Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Gold ist gestern seinem Status als sicherer Hafen zumindest zeitweise gerecht geworden und bis auf knapp 1.230 USD je Feinunze gestiegen. Dabei trotzte es zunächst dem festeren US-Dollar. Später geriet Gold dann aber doch unter Druck und beendete den Handel trotz stark fallender Aktienmärkte und dem Abverkauf am Ölmarkt bei gut 1.220 USD. Gold in Euro gerechnet hielt sich wegen der Währungsentwicklung etwas besser – es notiert bei gut 1.070 EUR je Feinunze. Da morgen in den USA Feiertag ist (Erntedank) und am Freitag so gut wie kein Handel stattfindet, da viele Händler die Gelegenheit zu einem langen Wochenende nutzen, werden heute dort noch zahlreiche Konjunkturdaten veröffentlicht. Sollten diese schwächer als erwartet ausfallen und damit auf eine nachlassende Dynamik in der US-Wirtschaft hinweisen, dürfte der US-Dollar abwerten. Davon sollte dann Gold profitieren. Die Marktteilnehmer werden sich wohl auch den Bericht der EU-Kommission zum Haushaltsentwurf Italiens anschauen. Italien und die EU dürften weiter auf Konfrontationskurs bleiben, was Gold ebenfalls unterstützen sollte. Die Zentralbanken haben im Oktober weiter Gold gekauft. Wie die russische Zentralbank gestern meldete, hat sie ihre Goldreserven im letzten Monat um 28 Tonnen aufgestockt. Daten des Internationalen Währungsfonds (IWF) zeigen, dass daneben zum Beispiel Kasachstan Gold gekauft hat. Nach sechs Rückgängen in Folge sind auch die Goldreserven in der Türkei wieder etwas gestiegen. In die Riege der Goldkäufer hat sich zudem Malaysia eingereiht, das laut IWF erstmals seit Januar 2017 wieder Gold gekauft hat.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2V Long Gold-Future Faktor: 3
CD5B32 Short Gold-Future Faktor: -3

Industriemetalle: Die Metallpreise gerieten gestern wegen erneut stark fallender Aktienmärkte, dem Einbruch der Ölpreise und wegen eines festeren US-Dollar zwischenzeitlich spürbar unter Druck. Schlussendlich hielten sich die Verluste bei den Metallen aber dann doch in Grenzen: Der LME-Industriemetallindex gab um 0,9% nach. Aluminium legte gestern gegen den Trend leicht zu. Das International Aluminium Institute berichtete, dass die tägliche globale Aluminiumproduktion im Oktober gegenüber Vorjahr zwar um 4,1% gestiegen ist, im Vergleich zum Vormonat war sie aber um 1,2% rückläufig. Der Rückgang war fast ausschließlich auf China zurückzuführen und bereits bekannt, da das Nationale Statistikbüro die Produktionsdaten für China schon vor einer Woche berichtet hatte. Auch die geringeren Aluminiumexporte Chinas im Oktober deuteten bereits auf eine niedrigere Produktion hin. Die gestiegenen Rohmaterialpreise, insbesondere für Alumina, haben einhergehend mit den gefallenen Aluminiumpreisen die Margen der Schmelzen im Oktober deutlich schrumpfen lassen. Laut Angaben des chinesischen Research-Anbieters SMM sind diese im November weiter gefallen. SMM taxiert die durchschnittlichen Produktionskosten der chinesischen Aluminiumschmelzen in der letzten Woche auf 14.900 CNY je Tonne, so dass diese einen Verlust von durchschnittlich 1.200 CNY je Tonne (gut 170 USD) verbuchten. U.E. dürfte daher die Produktion im November weiter gedrosselt worden sein, zumal letzte Woche offiziell die Wintersaison begonnen hat, während der die Behörden wieder Produktionskürzungen angeordnet haben.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

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