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28.09.18, 09:01

ThyssenKrupp spaltet sich auf

Der deutsche Aktienmarkt bot am Donnerstag ein uneinheitliches Bild. Der DAX schloss gestützt von einem schwächeren Euro sowie einer Rally bei ThyssenKrupp 0,40 Prozent höher bei 12.436 Punkten. MDAX und TecDAX endeten hingegen mit Abschlägen von 0,11 und 0,64 Prozent. In den drei Indizes gab es 45 Gewinner (44%) und 58 Verlierer. Das Abwärtsvolumen überwog leicht mit 53 Prozent. Im DAX wurden 92,6 Millionen Aktien (Vortag: 77,3) im Wert von 3,79 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,55) umgesetzt. Die stärksten Sektoren waren Pharma & Healthcare (+0,91%), Versicherungen (+0,83%) und Automobile (+0,82%). Am kräftigsten verloren Technologie (-1,39%), Chemie (-0,51%) und Bau (-0,50%). ThyssenKrupp haussierte an der Spitze des DAX um 9,91 Prozent. Der Konzern plant eine Aufspaltung in zwei börsennotierte eigenständige Unternehmen. Als schwächster DAX-Wert verbilligte sich Lufthansa um 3,62 Prozent. Hier belastete eine negative Analystenstudie. Hella büßte im MDAX nach Zahlen 3,75 Prozent ein. Die Streichung einer Verkaufsempfehlung beflügelte die Aktie von Fielmann um 3,68 Prozent. Hornbach Holding sprang im SDAX nach der Vorlage erfreulicher Geschäftszahlen um 7,27 Prozent. SMA Solar stürzte nach einer Gewinnwarnung um 22,37 Prozent ab.

An der Wall Street endeten die Indizes bei weiterhin auffällig schwacher Marktbreite im positiven Bereich. Der Dow verbesserte sich um 0,20 Prozent auf 26.440 Punkte. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,87 Prozent nach oben auf 7.630 Zähler. 53 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im Plus. Das Aufwärtsvolumen betrug 51 Prozent. 44 neuen 52-Wochen-Hochs standen 115 neue Tiefs gegenüber. Mit Blick auf die Sektorenperformance lagen Versorger und Communication Services vorne. Unter Druck standen vor allem Rohstoffwerte sowie Finanzwerte.

Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen auf. Der Dollar-Index stieg bis zum Ende des US-Handels um 0,65 Prozent auf 94,87 Punkte. Der Euro wurde von Sorgen um die Lage in Italien belastet. Laut Aussagen des italienischen Innenministers Matteo Salvini haben sich die Regierungsparteien im Haushaltsstreit auf ein Defizit von 2,4 Prozent des BIP geeinigt. Der parteilose Finanzminister Giovanni Tria hat sich damit nicht mit seinem Plan durchsetzen können, das Defizit des hochverschuldeten Landes unter 2,0 Prozent zu halten. EUR/USD fiel um 0,65 Prozent auf 1,1661 USD. Mit Blick auf die anderen wichtigen Währungen war der Kanada-Dollar gesucht. Deutliche Schwäche zeigte hingegen der Franken.

Der S&P GSCI Rohstoffindex legte um 0,35 Prozent auf 481,37 Punkte zu. Brent-Öl kletterte um 0,73 Prozent auf 81,38 USD. Der Preis für US-Erdgas sprang nach den wöchentlichen Lagerbestandsdaten um 2,55 Prozent auf 3,06 USD. Statt eines von Experten im Schnitt erwarteten Anstieg der Bestände um 61 Milliarden Kubikfuß legten diese um lediglich 46 Milliarden Kubikfuß zu. Comex-Kupfer verbilligte sich um 2,00 Prozent auf 2,77 USD. Gold fiel um 0,85 Prozent auf ein Monatstief bei 1.189 USD (1.016 EUR). Silber und Platin verloren 0,67 und 1,94 Prozent. Palladium konnte gegen den Trend um 0,80 Prozent auf ein 8-Monats-Hoch bei 1.072 USD zulegen.

Am Rentenmarkt gab die Umlaufrendite um zwei Basispunkte auf 0,33 Prozent nach. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen kletterte um zwei Basispunkte auf 0,53 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss nach einem volatilen Handel einen Tick höher bei 158,47 Punkten. Zwischenzeitlich war der Kontrakt belastet von starken Inflationsdaten aus Deutschland bis auf 158,02 Punkte abgesackt. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes verharrte bei 3,06 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh überwiegend von der freundlichen Seite. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,38 Prozent auf 165,47 Punkte. Der Nikkei 225 haussierte auf den höchsten Stand seit November 1991. Stützend wirkten ein schwächerer Yen sowie positiv ausgefallene Konjunkturdaten.

Heute stehen von der Makroseite die Verbraucherpreise für die Eurozone, die persönlichen Ausgaben und Einkommen in den USA sowie der Chicagoer Einkaufsmanagerindex im Fokus. Unternehmensseitig dürfte die Aktie von Tesla im Zentrum des Interesses stehen. Gestern nach US-Börsenschluss gab die US-Börsenaufsicht SEC bekannt, dass sie eine Klage gegen Unternehmenschef Elon Musk wegen möglichen Wertpapierbetrugs eingereicht hat. Musk habe bezüglich eines möglichen Börsenrückzuges von Tesla vor einigen Wochen per Twitter falsche und irreführende Angaben gemacht. Die Tesla-Aktie brach im gestrigen nachbörslichen Handel aufgrund der Meldung um rund 12 Prozent ein.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CA06Z9 Long Thyssen Krupp AG Faktor: 5
CE8SJ2 Short Thyssen Krupp AG Faktor: -5
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