Nach rechts weisender Zeigefinger (Handrücken) Jetzt zum volkswirtschaftlichen und fundamentalen Quartalsupdate mit UniCredit sowie zum technischen Quartalsupdate mit HSBC anmelden!
25.09.18, 09:53

Draghi-Rede beflügelt Anleiherenditen

Am deutschen Aktienmarkt dominierten zum Wochenstart klar die roten Vorzeichen. Neben der Zuspitzung des Handelskonflikts zwischen China und den USA belasteten vor allem Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi am Nachmittag. Dieser hatte sich optimistisch über die Inflationsaussichten geäußert, was bei einigen Marktteilnehmern Sorgen über eine schneller als erwartete Straffung der Geldpolitik hervorrief. Der am Vormittag veröffentlichte ifo-Geschäftsklimaindex gab im September von zuvor 103,9 auf 103,7 Punkte und damit weniger stark nach, als von Experten erwartet. Dies stützte die Aktienkurse jedoch nur kurzzeitig. Der DAX schloss 0,64 Prozent tiefer bei 12.351 Punkten. MDAX und TecDAX verloren 0,90 beziehungsweise 0,32 Prozent und verzeichneten Mehrwochentiefs. In den genannten drei Indizes gab es 23 Gewinner (22%) und 82 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 92 Prozent. Im DAX wurden 74,8 Millionen Aktien (Vortag: 412,5) im Wert von 3,21 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,38) umgesetzt. Einzige Sektorenindizes im Plus waren Medien (+0,15%) und Rohstoffe (+0,11%). Am deutlichsten verloren Automobilwerte (-2,01%), Bau (-1,53%) und Chemie (-1,16%). Den Spitzenplatz im DAX belegte der Indexneuling Wirecard mit einem Aufschlag von 2,32 Prozent. Deutsche Börse und Siemens stiegen um 1,38 und 0,72 Prozent. Die rote Laterne hielt BMW mit minus 2,64 Prozent. Daimler und Linde verloren 2,56 und 2,02 Prozent.

An der Wall Street verabschiedete sich der Dow 0,67 Prozent schwächer bei 26.562 Punkten aus dem Handel. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 konnte hingegen um 0,23 Prozent auf 7.549 Zähler zulegen. 65 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im negativen Terrain. Das Abwärtsvolumen betrug 69 Prozent. Es gab 47 neue 52-Wochen-Hochs und 112 neue Tiefs. Mit Blick auf die Sektoren waren Energiewerte aufgrund steigender Ölpreise stark gesucht, gefolgt von Technologietiteln. Die größten Verluste waren bei Immobilienwerten und Industrietiteln zu beobachten.

Am Devisenmarkt konnte der US-Dollar gegenüber fast allen anderen Hauptwährungen zulegen. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,03 Prozent höher bei 94,24 Punkten. Der Euro war nach der Rede von Mario Draghi ebenfalls gegenüber den meisten wichtigen Währungen gesucht. EUR/USD handelte nach zwischenzeitlicher Markierung eines 3-Monats-Hochs bei 1,1815 USD jedoch unverändert bei 1,1748 USD. Am deutlichsten unter den Majors ging es mit dem Pfund Sterling im Rahmen einer technischen Gegenbewegung auf den Kursrutsch vom Freitag nach oben. Auffällig schwach präsentierten sich der Franken sowie der Austral-Dollar.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise legte angetrieben von den Energierohstoffen um 1,38 Prozent auf ein 2-Monats-Hoch bei 480,36 Punkten zu. Brent-Öl verteuerte sich um 3,31 Prozent auf 81,41 USD und markierte damit ein 4-Jahres-Hoch. Kurstreibend wirkte, dass sich die OPEC und Russland auf ihrem Treffen am Sonntag den getwitterten Forderungen von US-Präsident Donald Trump widersetzt haben, die Ölproduktion anzuheben. Der Preis für US-Erdgas sprang um 2,08 Prozent auf ein 3-Monats-Hoch bei 3,04 USD. Comex-Kupfer notierte nach Gewinnmitnahmen 1,15 Prozent tiefer bei 2,82 USD. Gold handelte 0,17 Prozent fester bei 1.203 USD (1.021 EUR). Silber verbilligte sich um 0,45 Prozent auf 14,30 USD.

Am Rentenmarkt notierte die am Vormittag festgestellte Umlaufrendite einen Basispunkt höher bei 0,30 Prozent. Mit der Rede von EZB-Präsident Mario Draghi am Nachmittag zogen die Renditen deutlich an und die Kurse gerieten entsprechend unter Druck. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete fünf Basispunkte höher auf einem 15-Wochen-Hoch bei 0,51 Prozent. Der Euro-Bund-Future fiel um 0,48 Prozent auf 158,29 Punkte und verletzte damit die technische Unterstützung des Tiefs von Anfang August. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes kletterte um einen Basispunkt auf 3,08 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte boten heute früh ein uneinheitliches Bild. Der MSCI Asia Pacific Index notierte 0,03 Prozent höher bei 165,20 Punkten. Die Börsen in Hongkong und Südkorea blieben feiertagsbedingt geschlossen.

Heute richtet sich der Blick auf den Index des Verbrauchervertrauens in den USA. Unternehmensseitig präsentiert Nike nach US-Börsenschluss die Zahlen zum ersten Geschäftsquartal. Bereits gestern Abend kündigte die RAG-Stiftung an, 16 Millionen Evonik-Aktien zu platzieren. Dies dürfte heute auf dem Papier lasten.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE8T8Q Long Euro Bund Future Dec 18 Faktor: 10
CE8T90 Short Euro Bund Future Dec 18 Faktor: -10
Rechtliche Hinweise: Bitte beachten Sie die rechtlichen Hinweise. Bitte beachten Sie zusätzlich den wichtigen Hinweis zu allen abgebildeten Charts und Kursverläufen: Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Bei den hier dargestellten Inhalten handelt es sich um fremde Inhalte. Für diese fremden Inhalte ist ausschließlich der jeweilige Eingeber verantwortlich. Eine inhaltliche, redaktionelle Überprüfung durch die DZB Media GmbH erfolgt ausdrücklich nicht. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang ergänzend den Haftungsausschluss unter https://www.zertifikateberater.de/impressum.

Sollte ein hier durch einen Eingeber distribuierter Inhalt aus Ihrer Sicht gegen geltendes Recht verstoßen, schicken Sie bitte eine Email an nc. Der gemeldete Inhalt wird umgehend überprüft und ggf. gesperrt.