Am deutschen Aktienmarkt setzte sich zur Wochenmitte die Erholungsbewegung beim Leitindex DAX fort. Er schloss gestützt von einem Kurssprung bei der Linde-Aktie 0,50 Prozent fester auf einem 2-Wochen-Hoch bei 12.219 Punkten. Der MDAX der mittelgroßen Werte notierte unverändert bei 26.249 Punkten. Für den TecDAX ging es um 1,39 Prozent abwärts auf 2.867 Zähler. Die Marktbreite war schwach. Unter den 110 größten Werten (HDAX) gab es 49 Gewinner (31%) und 61 Verlierer. Aufwärtsvolumen und Abwärtsvolumen hielten sich die Waage. Im DAX wurden 101,6 Millionen Aktien (Vortag: 86,7) im Wert von 3,35 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,41) umgesetzt. Stärkste Sektoren waren Rohstoffe (+3,54%), Banken (+2,73%) und Chemie (+2,40%). Am schwächsten präsentierten sich Versorger (-1,94%), Medien (-1,65%) und Immobilienkonzerne (-1,41%). Linde haussierte als mit Abstand bester DAX-Wert um 7,82 Prozent. Kurstreibend wirkte eine Agenturmeldung, wonach der Verkauf weiterer Geschäftsbereiche voranschreite, um die Bedenken der Wettbewerbshüter bei der geplanten Fusion mit Praxair auszuräumen. Auf den Plätzen zwei und drei kletterten Commerzbank und Deutsche Bank gestützt von vagen Fusionsspekulationen um 3,39 und 3,08 Prozent. E.ON hielt ohne Nachrichten die rote Laterne mit minus 2,87 Prozent. Vonovia und RWE gaben um 1,89 respektive 1,52 Prozent nach. Im MDAX sprang die Salzgitter-Aktie nach der Anhebung der Gewinnprognose um 5,78 Prozent. Schaeffler notierte nach veränderten Prognosen zu den einzelnen Sparten 2,98 Prozent höher. Gerresheimer verlor nach einer negativen Analysteneinschätzung 5,09 Prozent. Ceconomy gab nach einer Gewinnwarnung 2,68 Prozent nach. Evotec brach im TecDAX ohne Nachrichten um 7,32 Prozent ein.
An der Wall Street bot sich ein gemischtes Bild. Der Dow legte um 0,60 Prozent auf ein 8-Monats-Hoch bei 26.406 Punkten zu. Der technologielastige Nasdaq 100 gab hingegen um 0,05 Prozent auf 7.490 Zähler nach. Die Marktbreite blieb schlecht. 54 Prozent der Werte an der NYSE verzeichneten Kursverluste. Das Aufwärtsvolumen lag bei 62 Prozent. Es gab 74 neue 52-Wochen-Hochs und 100 neue Tiefs. Bei den Sektoren lagen Finanzwerte und Rohstoffwerte vorne. Die größten Verluste gab es bei Versorgern und Immobilienaktien, die unter den steigenden Anleiherenditen litten.
Am Devisenmarkt zeigte der US-Dollar gegenüber den meisten anderen Hauptwährungen moderate Abschläge. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels kaum verändert bei 94,54 Punkten. EUR/USD stieg um 0,08 Prozent auf 1,1673 USD. Stark gesucht waren die Rohstoffwährungen Austral-Dollar und Kanada-Dollar. Der Franken verzeichnete hingegen gegenüber allen anderen Majors Kursabschläge. Das Pfund Sterling zeigte im Tagesverlauf deutliche Ausschläge zu beiden Seiten und notierte am Ende aufgrund belastender Aussagen im Rahmen der Brexit-Verhandlungen schwächer.
Der S&P GSCI Rohstoffindex schloss 0,88 Prozent höher bei 471,94 Punkten. Die Rohölpreise legten nach dem fünften Wochen-Rückgang der US-Rohölbestände in Folge zu. Brent-Öl notierte 0,28 Prozent fester bei 79,25 USD. Die US-Sorte WTI verteuerte sich um 1,90 Prozent auf 71,18 USD. Der Preis für US-Erdgas fiel nach Gewinnmitnahmen um 0,92 Prozent auf 2,91 USD. Comex-Kupfer gab um 0,09 Prozent auf 2,73 USD nach. Gold stieg um 0,47 Prozent auf 1.209 USD (1.031 EUR). Silber, Platin und Palladium konnten zwischen 0,60 und 2,31 Prozent zulegen.
Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um drei Basispunkte auf 0,31 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete einen Basispunkt höher bei 0,49 Prozent, nachdem sie zwischenzeitlich ein 3-Monats-Hoch bei 0,50 Prozent markiert hatte. Der Euro-Bund-Future schloss 0,01 Prozent höher bei 158,69 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes zog um drei Basispunkte auf 3,08 Prozent an und erreichte damit ein 4-Monats-Hoch.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh bei überwiegend nur geringen Ausschlägen uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,20 Prozent auf 164,38 Punkte. Deutlichere Kursgewinne waren beim koreanischen Kospi (+0,68%) zu beobachten.
Heute stehen von der Makroseite der Philadelphia-Fed-Index sowie die Daten zum Verkauf bestehender Häuser in den USA im Blick. Rocket Internet legt die Halbjahreszahlen vor. Schaeffler könnte Impulse vom Kapitalmarkttag erhalten.
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