Energie: Der Brentölpreis nähert sich wieder der Marke von 80 USD je Barrel an. Ein erneuter Test ist nur eine Frage der Zeit. Rückenwind gibt ein erneuter Lagerabbau in den USA. Laut US-Energieministerium sanken die US-Rohölbestände in der letzten Woche um 2,1 Mio. Barrel. Das war der fünfte Rückgang in Folge. Das API hatte am Vorabend einen Lageraufbau um 1,2 Mio. Barrel berichtet. Die Rohölvorräte liegen mittlerweile auf dem niedrigsten Niveau seit Februar 2015 und leicht unter dem 5-Jahresdurchschnitt. Der Lagerabbau wurde durch gesunkene Netto-Importe begünstigt, weil die Exporte kräftig stiegen. Die Rohölverarbeitung ging zwar zurück, liegt aber noch immer deutlich über dem zu dieser Jahreszeit üblichen Niveau. Die Benzinvorräte gingen zwar ebenfalls zurück, liegen aber deutlich höher als saisonüblich. Bei den Destillaten setzte sich der Anfang Juni begonnene Lageraufbau fort. Sie befinden sich inzwischen nur noch knapp unter dem 5-Jahresdurchschnitt. Im Mittleren Westen erreichten sie sogar ein Rekordniveau. Der Fokus der Marktteilnehmer richtet sich unterdessen bereits auf das informelle Treffen der OPEC und der an den Produktionskürzungen beteiligten Nicht-OPEC-Länder am Sonntag in Algier. Dabei geht es um die Umsetzung der im Juni beschlossenen Produktionserhöhung um 1 Mio. Barrel pro Tag. Auch über die drohenden Lieferausfälle beim Iran dürfte diskutiert werden und ob diese durch eine weitere Anhebung der Produktion ausgeglichen werden sollten. Eine gemeinsame Linie ist in dieser Frage nicht zu erwarten.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CE9J1Y | Faktor Long | WTI Oil Future | Faktor: 8 |
| CE9J22 | Faktor Long | Brent Oil Future | Faktor: 8 |
| CE7XGS | Faktor Short | WTI Oil Future | Faktor: -8 |
| CV55QJ | Faktor Short | Brent Oil Future | Faktor: -8 |
Edelmetalle: Gold hält sich weiterhin knapp über 1.200 USD je Feinunze. Ein etwas schwächerer US-Dollar hilft dabei. Gold in Euro rutscht dagegen wieder unter 1.030 EUR je Feinunze. Die Schweiz hat im August deutlich mehr Gold exportiert. Die Goldlieferungen insgesamt stiegen laut Daten der Zollbehörde um gut 30% gegenüber dem Vormonat auf ein 14-Monatshoch von 150,5 Tonnen. Insbesondere China und Indien nahmen deutlich mehr Gold ab, was auf eine anziehende Nachfrage der beiden wichtigsten Goldkonsumentenländer hindeutet. Die Schweizer Goldexporte nach Indien stiegen auf 39,5 Tonnen, das höchste Niveau seit Mai 2017. Dies steht im Einklang mit den vom indischen Finanzministerium gemeldeten höheren Goldimporten. Die derzeitige Debatte um eine mögliche Erhöhung der Goldimportsteuer könnte die Nachfrage zumindest kurzfristig sogar noch weiter anschieben. Die Schweizer Goldexporte nach China stiegen im August auf 44,3 Tonnen, das zweithöchste Niveau in diesem Jahr. Dem stand allerdings ein Einbruch der Lieferungen nach Hongkong gegenüber, so dass China und Hongkong zusammen deutlich unter dem monatsdurchschnittlichen Niveau des ersten Halbjahrs liegen. Palladium legte gestern den zweiten Tag in Folge kräftig zu und verzeichnet am Morgen mit gut 1.040 USD je Feinunze ein 5-Monatshoch. Palladium profitierte dabei von der jüngsten Preiserholung bei Industriemetallen. Zudem berichtete der europäische Automobilherstellerverband ACEA für August einen Anstieg der Pkw-Neuzulassungen in der EU um 31% gegenüber dem Vorjahr. In den ersten acht Monaten zusammengenommen beträgt das Plus gut 6%.
Industriemetalle: Am Tag Zwei nach dem weiteren Anziehen der Zollschraube waren die Tendenzen schon nicht mehr einheitlich: Während Zink seine Gewinne ausbaute, fiel das Schwestermetall Blei wieder zurück. Kupfer und Aluminium treten dagegen auf der Stelle. Vor allem bei Aluminium wartet man auf neue Impulse, nachdem der Preis wieder am unteren Ende der seit Juli geltenden Handelsspanne zwischen 2.000 und 2.200 USD je Tonne angekommen ist. Preisbelastend bleibt das hohe Angebot Chinas: In der letzten Woche war berichtet worden, dass die chinesische Produktion im August zwar leicht hinter das Juli-Niveau zurückgerutscht ist, aber mit 2,83 Mio. Tonnen noch immer rund 7,5% über dem Vorjahr lag. Spannend bleibt aber, wie sich das „russische“ Angebot bzw. besser das Angebot des größten russischen Aluminiumproduzenten entwickelt: das Internationale Aluminiuminstitut legt die Tage neue Zahlen vor. Industriekreise berichten derweil, dass ein großes Werk in Armenien, das primär Europa und Nordamerika mit Folie beliefert, seine Produktion zurückfahren musste. Darüber hinaus wurde die Aufnahme der Produktion in der sibirischen Alumiumschmelze Taishet auf 2020 verschoben. Leichte Entwarnung gibt es aber auch hier: Die für die Durchsetzung der Sanktionen zuständige US-Regierungsbehörde OFAC hatte dem russischen Produzenten am letzten Freitag vorerst erlaubt, mit bestehenden Geschäftspartnern „neue“ Verträge nach altem Muster abzuschließen. Die Interpretation dieser Lockerung gilt als schwierig.
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