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19.09.18, 09:26

Marktüberblick: Osram haussiert

Am deutschen Aktienmarkt überwogen am Dienstag trotz einer weiteren Eskalation im Handelskonflikt zwischen den USA und China die positiven Vorzeichen. China hatte auf neue Strafzölle der USA auf chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden USD umgehend reagiert und seinerseits Strafzölle auf US-Waren im Wert von 60 Milliarden USD angekündigt. Die Schritte waren von den Marktteilnehmern jedoch bereits erwartet worden. Zudem fiel die Höhe des Strafzolls niedriger aus als befürchtet. Der DAX schloss daher 0,50 Prozent höher bei 12.158 Punkten. Der TecDAX notierte 0,11 Prozent fester bei 2.908 Punkten. Gegen den Trend verbuchte der MDAX der mittelgroßen Werte ein Minus von 0,11 Prozent auf 26.249 Zähler. Unter den 110 größten Werten (HDAX) gab es 75 Gewinner (70%) und 32 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 85 Prozent. Im DAX wurden 86,7 Millionen Aktien (Vortag: 71,4) im Wert von 3,43 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,38) umgesetzt. Stärkste Sektoren waren Technologie (+1,32%), Rohstoffe (+1,03%) und Telekommunikation (+0,89%). Auf der Verliererseite befanden sich die Sektoren Einzelhandel (-3,48%), Medien (-0,08%) und Pharma & Healthcare (-0,04%). Volkswagen belegte mit einem Aufschlag von 2,60 Prozent die DAX-Spitze. Das Papier profitierte vom geplanten Börsengang der LKW-Sparte. ThyssenKrupp und Infineon verbesserten sich um 2,26 und 1,40 Prozent. Das Schlusslicht im Index bildeten nachrichtenlos Continental und FMC mit einem Minus von jeweils 0,72 Prozent. Beiersdorf notierte 0,61 Prozent schwächer. Osram haussierte im MDAX nach einem positiv aufgenommenen Kapitalmarkttag um 5,86 Prozent und überwand dabei die gleitenden Durchschnittslinien der vergangenen 20 und 50 Tage. Zalando brach nach einer erneuten Gewinnwarnung um 13,19 Prozent ein.

An der Wall Street legte der Dow Jones Industrial zur Schlussglocke um 0,70 Prozent auf 26.247 Punkte zu. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,80 Prozent nach oben auf 7.494 Zähler. 54 Prozent der Werte an der NYSE endeten im Plus. Das Aufwärtsvolumen lag bei 63 Prozent. Es gab 89 neue 52-Wochen-Hochs und 114 neue Tiefs. Mit Blick auf die Sektorenperformance lagen Hersteller zyklischer Konsumgüter (Consumer Discretionary) vorne, gefolgt von Industriewerten. Am deutlichsten verloren Immobilienwerte und Hersteller nicht-zyklischer Konsumgüter (Consumer Staples).

Am Devisenmarkt notierte der Dollar-Index gegen Ende des US-Handels nahezu unverändert bei 94,54 Punkten. EUR/USD gab um 0,08 Prozent auf 1,1673 USD nach. Stark gesucht unter den Hauptwährungen (Majors) waren die Rohstoffwährungen Austral-Dollar und Kanada-Dollar. Am deutlichsten verloren die klassischen sicheren Häfen in Gestalt des Yen und des Franken.

Der S&P GSCI Rohstoffindex legte um 0,95 Prozent auf 467,80 Punkte zu. Brent-Öl verteuerte sich um 0,94 Prozent auf 78,78 USD. Stützend wirkte die Spekulation, dass die OPEC nicht bereit sei, auf Exportausfälle aufgrund der Iran-Sanktionen mit einer höheren Produktion zu reagieren. Ferner gab es Meldungen seitens der Nachrichtenagentur Bloomberg, wonach Saudi-Arabien mit einem Brent-Ölpreis um die 80 USD oder auch höher zufrieden sei. Der Preis für US-Erdgas haussierte mit Blick auf Vorhersagen wärmerer Temperaturen um 3,87 Prozent auf ein Monatshoch bei 2,92 USD. Comex-Kupfer sprang um 3,07 Prozent auf ein Monatshoch bei 2,73 USD. Gold gab um 0,25 Prozent nach auf 1.203 USD (1.027 EUR). Silber verbilligte sich um 0,30 Prozent auf 14,18 USD, Platin und Palladium zeigten hingegen deutliche Zugewinne von 1,62 und 2,86 Prozent.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei 0,28 Prozent. Im Verlauf des Nachmittags gerieten die Anleihekurse unter Druck und die Renditen zogen entsprechend an. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete zwei Basispunkte höher auf einem 7-Wochen-Hoch bei 0,48 Prozent. Der Euro-Bund-Future verabschiedete sich mit einem Minus von 0,26 Prozent bei 158,68 Punkten aus dem Handel. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes sprang um sechs Basispunkte nach oben auf ein 17-Wochen-Hoch bei 3,05 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh ganz überwiegend freundlich und trotzten damit ebenfalls der fortschreitenden Eskalation im Handelskonflikt zwischen den USA und China. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 1,14 Prozent auf 163,77 Punkte. Die Bank of Japan beließ wie allgemein erwartet ihre Geldpolitik unverändert. Japanische Exportdaten für den August kamen stärker als vom Markt erwartet herein.

Heute stehen von der Makroseite die Daten zu den Baubeginnen und Baugenehmigungen in den USA im Fokus. Unternehmensseitig richtet sich der Blick auf Ceconomy. Das Unternehmen hatte gestern nach Börsenschluss eine Gewinnwarnung abgegeben.

Produktidee: Faktor-Zertifikat
WKN Typ Basiswert Merkmale
CA4DXG Long Osram Licht AG Faktor: 4
CE5YK1 Short Osram Licht AG Faktor: -4
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