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13.09.18, 15:39

Erholungsrally bei Metallen

Energie: Der Brentölpreis überwand gestern erstmals seit fast vier Monaten kurzzeitig die Marke von 80 USD je Barrel. Am Morgen notiert er aber wieder deutlich darunter. Rückenwind gaben gestern ein schwächerer US-Dollar und ein kräftiger Rückgang der US-Rohöllagerbestände. Diese fielen in der letzten Woche laut US-Energieministerium um 5,3 Mio. Barrel. Die Rohölvorräte liegen damit erstmals seit Februar 2015 wieder unter 400 Mio. Barrel. Dass gleichzeitig die Bestände von Ölprodukten deutlich stiegen, fiel dagegen nicht ins Gewicht. Ebenfalls preisunterstützend war der gemeldete Rückgang der US-Ölproduktion, was im Einklang mit der Abwärtsrevision der Projektion im Monatsbericht der US-Energiebehörde vom Vortag steht. Seit Anfang Juni schwankt die Produktionsmenge zwischen 10,8 Mio. und 11 Mio. Barrel pro Tag. Der vormals kräftige Anstieg ist also zum Erliegen gekommen. Der OPEC-Monatsbericht wurde von den Marktteilnehmern größtenteils ignoriert. Die OPEC sieht darin den Ölmarkt im nächsten Jahr ausreichend versorgt. Die OPEC erhöhte ihre Produktionsmenge dank Libyen und Irak im August deutlich um 278 Tsd. Barrel pro Tag. Der Iran und Venezuela produzierten dagegen weniger. Den Bedarf an OPEC-Öl im Jahr 2019 beziffert die OPEC nur noch auf 32,05 Mio. Barrel pro Tag, da das Nicht-OPEC-Angebot deutlich stärker steigt als die globale Nachfrage. Damit liegt der Bedarf gut 500 Tsd. Barrel pro Tag niedriger als die aktuelle OPEC-Produktion. Um diese Menge könnte die iranische Ölproduktion also noch fallen, ohne dass der Ölmarkt ins Defizit rutscht.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CV55QJ Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Gold hat zumindest vorerst die psychologisch wichtige Marke von 1.200 USD je Feinunze zurückerobert, nachdem der US-Dollar am späten Nachmittag spürbar abwertete. Grund dafür war zum einen die (verspätete) Reaktion auf US-Inflationsdaten. Denn die Produzentenpreise sind im August überraschend und zum ersten Mal seit 1½ Jahren gefallen. Zum anderen führte das Gesprächsangebot der USA an China im Handelsstreit (siehe Industriemetalle auf Seite 2) zu Erleichterung unter den Marktteil-nehmern und trug entsprechend zur fallenden US-Währung bei. Die anderen Edelmetalle profitierten ebenfalls von dieser Gemengelage. Mit einem Plus von 1% war Platin der größte Gewinner. Es ist wieder über die Marke von 800 USD je Feinunze gestiegen.
Die Marktteilnehmer werden heute auf verschiedene Zentralbanksitzungen schauen. Im Fokus stehen dabei zwei – die EZB-Sitzung und die der türkischen Zentralbank. Die EZB dürfte heute aller Voraussicht nach formal das Ende ihrer Anleihekäufe zum Jahresende beschließen. Noch wichtiger ist allerdings, wann die EZB damit beginnt, ihre Zinsen zu normalisieren. Und diesbezüglich wird es heute wahrscheinlich keine neuen Informationen geben. In der Türkei, die zu den größeren Goldnachfrageländern zählt, schaut man gespannt darauf, ob die Notenbank wie angekündigt ihre Geldpolitik wegen der erhöhten Inflationsrisiken anpasst. Es wird eine starke Anhebung des Leitzinses erwartet. Damit würde die türkische Zentralbank auch ein Stück weit ihre Unabhängigkeit demonstrieren.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE1Z6U Call Gold Hebel: 8,4
CA9GDG Put Gold Hebel: 10,3

Industriemetalle: Die Metallpreise sind gestern am späten Nachmittag deutlich gestiegen. Wie vorab vom Wall Street Journal berichtet und später von Larry Kudlow, dem Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump bestätigt, haben die USA China zu neuen Gesprächen im Handelsstreit eingeladen. Die Gespräche würden wahrscheinlich in den kommenden Wochen in Washington stattfinden und die US-Delegation von Finanzminister Steven Mnuchin angeführt. Von chinesischer Seite wird Vizepremierminister Liu He erwartet, der schon im Mai die Gespräche geleitet hatte. Die Marktteilnehmer reagierten mit spürbarer Erleichterung auf die Meldungen. Kupfer ist wieder über die Marke von 6.000 USD je Tonne gesprungen, Nickel, Zink und Blei verteuerten sich zeitweise um mehr als 3%. Der abwertende US-Dollar trug gestern Nachmittag ebenfalls zu den steigenden Metallpreisen bei. Die Aufwärtsbewegung setzt sich heute Morgen unterstützt von freundlichen asiatischen Aktienmärkten, die den höheren Risikoappetit der Marktteilnehmer ausdrücken, fort. Eine Ausnahme ist dabei Aluminium, das auf 2.050 USD je Tonne zurückfällt, nachdem es sich gestern schon zeitweise der Marke von 2.000 USD genähert hatte. Der Rückgang des Aluminiumpreises gestern ging mit einem Sprung des Aktienkurses des größten russischen Aluminiumproduzenten einher, der US-Sanktionen unterliegt. Offenbar haben einige Marktteilnehmer auf ein baldiges Aufheben der Sanktionen gesetzt. Neue Nachrichten diesbezüglich gab es aber nicht.

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