Am deutschen Aktienmarkt überwogen zur Wochenmitte die grünen Vorzeichen. Als Kurstreiber fungierten Meldungen, wonach die USA China neue Gespräche im Handelskonflikt angeboten hat. Belastend wirkten hingegen enttäuschende Daten zur Industrieproduktion in der Eurozone. Der DAX schloss 0,51 Prozent fester bei 12.032 Punkten. MDAX und TecDAX verbesserten sich um 0,26 respektive 0,15 Prozent. Unter den 110 größten Werten gab es 70 Gewinner (69%) und 39 Verlierer. Das Abwärtsvolumen überwog jedoch mit 69 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 115,8 Millionen Aktien (Vortag: 95,9) im Wert von 3,52 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,22). Stärkste Sektoren waren Transport (+1,31%), Konsum (+1,21%) und Rohstoffe (0,96%). Am deutlichsten verloren Technologiewerte (-4,72%), Versorger (-2,75%) und Banken (-0,70%). Als stärkste DAX-Werte konnten adidas, Continental und Lufthansa ohne Nachrichten zwischen 1,72 und 1,98 Prozent zulegen. Die rote Laterne hielt Infineon mit einem Minus von 5,48 Prozent. Das Papier wurde von einer negativen Sektorstudie von Goldman Sachs belastet. RWE und E.ON verloren 3,62 und 3,49 Prozent. Die beiden Versorger standen nach einer Gewinnwarnung des schottischen Wettbewerbers SSE unter Druck. Im TecDAX haussierte Cancom nach einem erfreulichen Ausblick bei hohem Volumen um 12,61 Prozent auf 40,20 EUR. Händler verwiesen auf Short-Eindeckungen. Charttechnisch sieht sich der Anteilsschein nun einer wichtigen Widerstandszone bei 41,30-43,00 EUR gegenüber.
An der Wall Street schloss der Dow Jones Industrial 0,10 Prozent höher bei 25.999 Punkten. Für den von Technologiewerten geprägten Nasdaq 100 ging es um 0,26 Prozent abwärts auf 7.488 Zähler. 53 Prozent der Werte an der NYSE verbuchten Kursgewinne. Das Aufwärtsvolumen betrug 61 Prozent. 95 neuen 52-Wochen-Hochs standen 36 neue Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Consumer Staples und Energie. Am deutlichsten fielen die Abschläge bei Finanzwerten und Technologietiteln aus. Apple endete nach der mit Spannung erwarteten Präsentation neuer Produkte 1,24 Prozent tiefer. Der Konjunkturbericht der Fed „Beige Book“ lieferte keine Impulse.
Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar aufgrund der gestiegenen Risikofreude gegenüber allen anderen Hauptwährungen ab. Der Dollar-Index verlor 0,34 Prozent auf 94,82 Punkte. EUR/USD stieg um 0,20 Prozent auf 1,1628 USD. Mit Blick auf die anderen Majors fielen der Austral-Dollar und der Kanada-Dollar durch Stärke auf. Zur Schwäche neigte hingegen das Pfund Sterling vor der heutigen Notenbanksitzung der Bank of England.
Der S&P GSCI Rohstoffindex schloss 0,88 Prozent höher bei 471,38 Punkten. Brent-Öl verteuerte sich um 0,88 Prozent auf 79,72 USD. Zwischenzeitlich erreichte die Notierung mit 80,13 USD das höchste Niveau seit Mai. Für die US-Sorte WTI ging es um 1,55 Prozent auf 70,32 USD nach oben. Kurstreibend wirkte ein deutlich stärker als erwarteter Rückgang (5,3 Millionen Barrel; Konsensschätzung: 805.000) der Rohöllagerbestände in den USA. Der Preis für US-Erdgas notierte nach Gewinnmitnahmen 0,14 Prozent tiefer bei 2,82 USD. Comex-Kupfer haussierte um 2,35 Prozent auf 2,68 USD. Gold handelte 0,80 Prozent fester bei einem Monatshoch bei 1.212 USD (1.037 EUR). Silber, Platin und Palladium legten zwischen 0,27 und 1,41 Prozent zu.
Am Rentenmarkt gab die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,25 Prozent nach. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel um zwei Basispunkte auf 0,41 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,19 Prozent höher bei 159,63 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes endete einen Basispunkt tiefer bei 2,97 Prozent.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh überwiegend von der freundlichen Seite. Zur Aufhellung der Stimmung trug die Aussicht auf eine Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen den USA und China maßgeblich bei. Daneben überraschten die japanischen Auftragseingänge im Maschinenbau positiv. Sie stiegen im Juli um 11 Prozent (Konsensschätzung: 6,3). Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,76 Prozent auf 160,04 Punkte und beendete damit eine zehn Tage andauernde Verlustserie. Gegen den Trend neigte der australische ASX 200 trotz besser als erwarteter Arbeitsmarktdaten zur Schwäche.
Heute richtet sich der Fokus auf das Ergebnis der Sitzung der EZB. Es wird erwartet, dass die Notenbanker das Anleihekaufvolumen von 30 Milliarden EUR für den Rest des Jahres auf 15 Milliarden EUR zurückfahren werden. Daneben gibt es die aktualisierte Stabsprojektion für Wachstum und Inflation in der Eurozone. Von der Makroseite sind ferner vor allem die US-Verbraucherpreise für den August relevant. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Delivery Hero, Gerry Weber International und Adobe Systems (nach US-Börsenschluss). BMW steht mit Absatzzahlen und Fraport mit Verkehrszahlen im Blick. Deutsche Bank könnte von einem gestern Abend veröffentlichten Agenturbericht profitieren, wonach das Geldinstitut die Umwandlung des Konzerns in eine Holding prüft. Paragon könnte Impulse von der gemeldeten Übernahme der Semvox GmbH erhalten.
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