Am deutschen Aktienmarkt dominierten zum Wochenstart in einem nachrichtenarmen Umfeld die positiven Vorzeichen. Der DAX schloss 0,22 Prozent fester bei 11.986 Punkten. Zwischenzeitlich hatte der Leitindex die psychologisch relevante Marke von 12.000 Punkten überspringen können. Beim MDAX der mittelgroßen Werte fiel die Erholung mit 0,60 Prozent auf 26.340 Punkte deutlicher aus. Gegen den Trend verlor der TecDAX 0,10 Prozent auf 2.909 Zähler. Die Marktbreite gestaltete sich positiv. Unter den 110 größten Werten gab es 81 Gewinner (76%) und 26 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 73 Prozent. Das (Gesamt-)Volumen im DAX betrug 83,0 Millionen Aktien (Vortag: 104,9) im Wert von 3,01 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,08). Mit Blick auf die Sektorenperformance lagen Medienwerte (+1,78%) vor Versorgern (+1,76%) und Einzelhandelswerten (+1,63%). Einzige Verlierer aus Sektorensicht waren Pharma & Healthcare (-0,57%), Chemie (-0,43%) und Immobilien (-0,20%). Als bester DAX-Wert verbesserte sich die Commerzbank-Aktie um 2,32 Prozent. Händler verwiesen auf vage Übernahmefantasien, die durch ein Interview mit dem ehemaligen Chef der Deutschen Bank Josef Ackermann geschürt wurden. RWE und E.ON kletterten an zweiter und dritter Stelle im Indextableau um 1,98 und 1,89 Prozent nach oben. Hier beflügelte die Aufforderung des chinesischen Botschafters Shi Mingde an die deutschen Energiekonzerne, in Chinas Stromnetze zu investieren. Dort sei eine Beteiligung bis zu einer Höhe von 50 Prozent möglich. Am anderen Indexende setzte die Bayer-Aktie ihren schlechten Lauf mit einem Minus von 1,42 Prozent fort. BASF und Merck verloren 0,76 und 0,67 Prozent.
An der Wall Street notierte der Dow Jones Industrial zur Schlussglocke 0,22 Prozent tiefer bei 25.857 Punkten. Der marktbreite S&P 500 konnte jedoch um 0,18 Prozent auf 2.877 Punkte zulegen. Für den von Technologiewerten geprägten Nasdaq 100 ging es um 0,23 Prozent nach oben auf 7.448 Zähler. 59 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im Plus. Das Aufwärtsvolumen lag bei 55 Prozent. 96 neuen 52-Wochen-Hochs standen 89 neue Tiefs gegenüber. Bei den Sektoren wiesen Industrie und Versorger die größten Aufschläge auf. Größte Verlierer waren Healthcare und Finanzwerte.
Am Devisenmarkt gab der Dollar-Index bis zum Ende des New Yorker Handels um 0,18 Prozent auf 95,16 Punkte nach. EUR/USD stieg um 0,38 Prozent auf 1,1595 USD. Das Pfund Sterling verzeichnete deutliche Kursgewinne gegenüber allen anderen Hauptwährungen. Die Inselwährung profitierte von der Aussage des EU-Brexit-Chefunterhändlers Michel Barnier, dass er eine Einigung in den Verhandlungen innerhalb der kommenden beiden Monate für möglich hält. Am schwächsten unter den Hauptwährungen präsentierten sich aufgrund der rückläufigen Risikoaversion der Franken und der Yen.
Der S&P GSCI Rohstoffindex gewann gestützt vom schwachen Dollar 0,32 Prozent hinzu auf 462,50 Punkte. Brent-Öl verteuerte sich um 0,72 Prozent auf 77,38 USD. Der Preis für US-Erdgas sprang um 1,01 Prozent nach oben auf 2,80 USD. Comex-Kupfer befestigte sich um 0,15 Prozent auf 2,63 USD. Gold notierte nahezu unverändert bei 1.201 USD (1.031 EUR). Silber rückte um 0,25 Prozent auf 14,21 USD vor.
Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um vier Basispunkte auf 0,25 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen legte um einen Basispunkt auf 0,40 Prozent zu. Der Euro-Bund-Future verabschiedete sich mit einem Minus von 0,13 Prozent bei 159,74 Punkten aus dem Handel. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes verharrte bei 2,94 Prozent.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index notierte 0,12 Prozent höher bei 159,24 Punkten. Auffällige Stärke zeigte der Nikkei 225 (+1,30%). Er profitierte von einem schwächeren Yen.
Heute steht von der Makroseite der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen im Zentrum des Interesses. Unternehmensseitig stehen die Halbjahreszahlen der Fintech Group sowie die August-Verkehrszahlen der Lufthansa auf der Agenda. Bereits gestern Abend meldete die Aareal Bank die Übernahme der sich in der Abwicklung befindlichen Düsseldorfer Hypothekenbank für rund 162 Millionen EUR. Der US-Lautsprecherhersteller Sonos meldete gestern nach US-Börsenschluss Quartalszahlen, die die Aktie im nachbörslichen Handel um rund 13,6 Prozent nach unten schickte. Im regulären Handel war sie zuvor um 13,28 Prozent angestiegen.
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