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11.09.18, 11:48

Ich bin froh

EUR-USD: Ehrlich gesagt, ich bin froh, dass ich mich für zwei Wochen in den Urlaub verabschiede. Denn ich bin verwirrt und kann die Bewegungen in EUR-USD gestern nicht so ganz nachvollziehen. Beide Währungen sind gefragt. Es scheint eine Mischung aus vorsichtiger Stimmung gegenüber Emerging Markets, Erleichterung nach positiven Aussagen des italienischen Finanzministers über Italiens Haushaltsdefizit und Staatsschulden, Sorgen wegen möglicher neuer US Zölle auf chinesische Produkte und Unsicherheit vor der EZB-Sitzung am Donnerstag zu sein. Ich sehe aber nichts Stichhaltiges für eine generelle Neueinschätzung unserer Meinung zu EUR-USD und bin überfragt, weshalb ich lieber anderen die Interpreation der aktuellen Tagesschwankungen überlassen möchte.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKN Typ Basiswert Merkmale
CV6A6U Call EUR/USD Hebel: 6,4
CV6PE3 Put EUR/USD Hebel: 6,4

GBP: Ende gut, alles gut? Das Pfund legte gestern zu, als EU Chefunterhändler Michel Barnier verlauten ließ, eine Einigung mit Großbritannien sei realistischerweise binnen 6-8 Wochen möglich – auch wenn noch einige Fragen offen wären. Es ist nicht das erste Mal, dass der harte Knochen Barnier Hoffnungen am Markt aufkeimen lässt, dass alles noch ein gutes Ende finden könnte.

Zugegebenermaßen häufen sich jetzt aber Aussagen seinerseits in diese Richtung, nachdem zuvor eher kategorische Kommentare von ihm zu hören waren, die den Anschein harter Fronten und unnachgiebiger Positionen vermittelten. Vielleicht hat die EU ihm ja neue Anweisungen gegeben, endlich zu Potte zu kommen und sich konzilianter zu zeigen. Trotz allem sind es auch diesmal wieder nicht wirklich große Neuigkeiten, denn es war ja sowieso geplant, bis Ende Oktober-Anfang November eine Einigung zu erzielen. Aber eine willkommene Verschnaufpause für das Pfund sind sie allemal.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD8NVE Call EUR/GBP Hebel: 8,2
CD9PBG Put EUR/GBP Hebel: 8,1

NOK: Jetzt dürfte klar sein: der Zinserhöhungszyklus in Norwegen wird aller Voraussicht nach noch diesen Monat beginnen. Die Inflationszahlen für August, die gestern veröffentlicht wurden, waren nur noch das Tüpfelchen auf dem i. Seit Juni spricht die Norges Bank davon, dass der Leitzins vermutlich im September angehoben wird. Die Konjunktur- und Preisdaten der letzten Wochen und Monate untermauern diese Einschätzung. Die Wirtschaft, insbesondere auf dem Festland, brummt und die Inflation liegt deutlich über dem Ziel. Außerdem zieht der Inflationstrend zusehends an. Deshalb dürfte unseres Erachtens die Norges Bank den Leitzins nächste Woche um 25 Basispunkte auf dann 0,75% anheben. Da der Markt dies spätestens seit gestern zum Großteil eingepreist haben dürfte, wird die NOK von diesem ersten Zinsschritt wohl nicht mehr sehr stark profitieren können. Wichtiger wird nächste Woche sein, ob die Norges Bank angesichts der Inflationsentwicklung den Zinspfad anhebt und schnellere Zinserhöhungen signalisiert. Wir erwarten einen vorsichtigen, graduellen Erhöhungszyklus und damit eine allmähliche Aufwertung der Krone in Richtung 9,50 in EUR-NOK zum Jahresende.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD8NWU Call EUR/NOK Hebel: 8,4
CD8NWF Put EUR/NOK Hebel: 8,4

SEK: Die Angst der Riksbank muss groß sein. Und zwar die, dass die Inflation wieder in den Keller rutschen könnte. Für ihren Geschmack ist die Kerninflation ohne Energie noch zu niedrig. Die Gesamtrate befindet sich hingegen komfortabel am Inflationsziel. Die Riksbank scheint bereit, lieber ein Überschießen der Inflation in Kauf zu nehmen, als das Risiko einzugehen, wieder niedrigere Raten zu sehen. Denn, so die Riksbank, „die Risiken einer exzessiv niedrigen Inflation bedürfen besonderer Aufmerksamkeit, da es bei den aktuellen Zinsniveaus sehr viel schwieriger ist, eine deutlich zu niedrige als eine deutlich zu hohe Inflation zu managen“. Deshalb spielt auch die Entwicklung der Krone nach wie vor eine große Rolle für die Riksbank, schließlich habe „der Wechselkurs Krone Auswirkungen auf die Inflationsrate“. „Wenn sich die Bedingungen für die Inflation ändern, ist der Rat bereit, die Geldpolitik anzupassen“. Ebendiese Bedingungen sind wohl nun nicht schon im Dezember erfüllt, sondern vielleicht auch erst im Februar. Entsprechend hat die Riksbank letzte Woche ihren Zinspfad leicht nach hinten geschoben. Ich hätte gedacht, dass EUR-SEK Niveaus deutlich über 10,50 ausreichen, um einen Schritt im Dezember anzukündigen, aber so weit war die Mehrheit im Rat wohl noch nicht. Aber vielleicht wollte die Riksbank sich auch ein Türchen offen lassen, um erst die Ergebnisse der Parlamentswahlen abzuwarten, bevor sie sich festlegt. Eine Regierungsbildung wird schwierig, denn kein politischer Block hat genügend Stimmen, um eine Mehrheitsregierung zu bilden. Premierminister Stefan Löfven möchte angeblich noch zwei Wochen im Amt bleiben, bis das neue Parlament zusammentritt. Sollte er dann nicht zurücktreten wollen, da die Sozialdemokraten die meisten Stimmen erhalten haben, droht ihm ein Misstrauensvotum. Verliert er dies, stellt der Sprecher des Parlaments einen anderen Kandidaten auf. Fällt dieser ebenfalls durch, drohen innerhalb der nächsten drei Monate Neuwahlen. Bestenfalls raufen sich die politischen Blocks zusammen und befürworten eine erneute Minderheitsregierung, ohne auf die Zustimmung der Schwedendemokraten angewiesen zu sein. Die unsicheren politischen Verhältnisse dürften unterschwellig auf der Krone lasten, auch wenn ihr durch die Tatsache Erleichterung verschafft wurde, dass die populistischen Schwedendemokraten nicht so viele Stimmen wie nach den Umfragen befürchtet gewinnen konnten.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CV0V4C Long EUR/SEK Faktor: 5
CV0V4F Short EUR/SEK Faktor: -5

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