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07.09.18, 11:00

TagesInfo Devisen: I see a bad moon rising

I see a bad moon a-rising
I see trouble on the way
I see earthquakes and lightnin’
I see bad times today.
John Fogerty

I see a bad moon a-rising
I see trouble on the way
I see earthquakes and lightnin’
I see bad times today.
John Fogerty

USD: Erinnern Sie sich noch, wie die Fed ihre „unkonventionelle Geldpolitik“ anfing? Die größte Sorge war damals: Wie kommen sie da wieder raus, ohne die nächste Krise zu erzeugen? Bislang ging alles gut. Die Fed navigiert wieder in halbwegs normalen Gewässern , kann aber den Leitzins relativ niedrig halten, ohne dass die Inflation davonläuft. Gleichzeitig boomt die US-Wirtschaft. „Goldlöckchen-Wirtschaft“ nennt New-York-Fed-Präsident John Williams das. Mich machen solche Worte nervös. Sie erinnern mich an 2006, als jedermann sagte, ökonomische Probleme seien für alle Zeiten gelöst. Die Fed konnte in den letzten Jahren vermeiden, dass sich ihr Zinserhöhungszyklus allzu sehr am Markt niederschlägt. Denn zu lange war der Zyklus nicht ausmachbar, sondern erschien als Zinserhöhung hier und da, nach Opportunität. Mittlerweile glaubt aber jedermann, dass die Fed-Geldpolitik quasi auf Autopilot läuft. Ob im Dezember eine Zinserhöhung kommt oder erst in Q1, ist in dieser Hinsicht egal. Was ist, wenn „Autopilot“ zu viel ist? Schließlich sehen wir, dass vieles anderes längst nicht wieder „normal“ läuft (Abbildung 2). Wir müssen uns wieder mit den alten Fragen beschäftigen: Die extrem niedrigen Zinsen ließen Investoren nach höherverzinslichen Anlagemöglichkeiten suchen. Die Gefahr ist, dass sie dabei Risiken eingingen, die sie nun nicht mehr wollen. Solch ein Paradigmenwechsel entlädt sich leicht explosionsartig. Denkt man diese Sicht weiter, ist die Schwäche der EM-Währungen (siehe unten) eher Symptom als Ursache. Und alle Suche nach „fundamentalen Gründen“ ist vergeblich (inkl. meines Artikels in der Woche im Fokus heute…). Das hieße auch: Ansteckungsgefahr bestände nicht nur für andere EMs, sondern auch für Aktien, Unternehmensanleihen etc. Kommt dann noch ein US-Präsident dazu, dessen wichtigste wirtschaftspolitische Entscheidungen davon abhängen, ob ihm seine Berater die Zettel mit den gefährlichsten Ideen vom Schreibtisch klauen können oder nicht, kann es unschön werden.

Behaupte ich, dass es so kommt? Keinesfalls. Die Commerzbank-Research-Sicht ist we-sentlich optimistischer. Aber momentan dürften solche Ängste eine Rolle spielen. Am Devisenmarkt heißt das: sehr deutliche „risk-off“-Bewegungen: JPY stark, CHF stark, EMs, AUD, NZD, NOK schwach. Vielleicht sind die Devisenhändler nach dieser stressigen Woche nur wochenendreif, und Montag sieht alles wieder besser aus. Aber man muss auch ernsthaft die Möglichkeit ins Auge fassen, dass solch ein Prozess eine Eigendynamik gewinnt. Der Dollar dürfte in diesem „risk-off“-Umfeld jedenfalls nicht ganz vorne mitmischen. Denn das Delta der US-Geldpolitik wäre größer als das anderer Zentralbanken, die einfach ihre mittelfristigen Zinserhöhungspläne einmotten müssten.

Ach ja, und eines ist auch klar: Bei solchen Ängsten ist der heutige US-Arbeitsmarktbericht – wenn er positiv ausfällt – egal. Relevant wäre er nur, wenn er sehr schlecht wäre.

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SEK: Statt „gegen Ende des Jahres“ (wie noch in ihrem Statement im Juli) beabsichtigt die Riksbank nun ihre erste Zinserhöhung im Dezember oder im Februar – im Mittel also später. An sich wäre das ziemlich egal, doch bedeutet jedes Aufschieben halt auch, dass die Gefahr größer erscheint, dass die Aufschieberei weitergeht und wir am Sankt-Nimmerleinstag immer noch keine höheren Zinsen in Schweden sehen. Das Problem der Riksbank ist zweigeteilt: Einerseits sieht zwar die relevante Inflationsrate mit knapp über 2% recht gut aus, doch liegt die Kernrate bei mageren 0,8%. Und andererseits ist der heiß gelaufene Immobilienmarkt ein Hemmschuh, der nicht zulässt, dass die Geldpolitik allzu schnell auf „restriktiv“ dreht. Die Krone hat daher nur mittelfristig Erholungspotenzial. Erstmal dürfte sie schwach bleiben.

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