Der deutsche Aktienmarkt blieb auch am Donnerstag fest in der Hand der Bären. Sowohl der internationale Handelskonflikt als auch die Währungskrisen in mehreren Schwellenländern wirkten als Belastungsfaktoren fort. Daneben enttäuschten die Auftragseingänge in der deutschen Industrie im Juli. Der DAX verlor den sechsten Tag in Folge 0,70 Prozent auf 11.955 Punkte und erreichte damit den tiefsten Stand seit April. MDAX und TecDAX verbuchten Kursrückgänge von 0,46 und 0,60 Prozent. Unter den 110 größten Werten gab es 31 Gewinner (29%) und 77 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 85 Prozent. Im DAX wechselten 90,1 Millionen Aktien (Vortag: 112,9) im Wert von 3,50 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 2,90) den Besitzer. Stärkste Sektoren waren Transport (+0,45%), Versorger (+0,36%) und Industrie (+0,13%). Die kräftigsten Abschläge gab es bei Rohstoffwerten (-3,48%), Pharma & Healthcare (-2,32%) und Technologie (-1,92%). Beflügelt von einem positiven Analystenkommentar entzog sich die RWE-Aktie dem negativen Trend und legte an der DAX-Spitze um 2,66 Prozent zu. Deutsche Post und Daimler notierten dahinter mit Aufschlägen von 0,65 und 0,07 Prozent. Bayer büßte als erneutes Schlusslicht 4,57 Prozent ein. Covestro und Commerzbank verloren 2,28 und 2,25 Prozent. Im MDAX stand die Aktie von Leoni mit einem Kursrutsch um 7,94 Prozent im Blick. Sie litt zum einen unter einer negativen Analysteneinschätzung und zum anderen unter dem Abstieg in den SDAX.
An der Wall Street konnte der Dow Jones Industrial mit 0,08 Prozent im Plus schließen bei 25.996 Punkten. Der marktbreite S&P 500 verlor hingegen 0,36 Prozent auf 2.878 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 setzte seine Korrektur mit einem Abschlag von 0,93 Prozent fort und notierte am Ende bei 7.453 Zählern. 57 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im negativen Terrain. Das Abwärtsvolumen betrug 63 Prozent. Es gab 100 neue 52-Wochen-Hochs und 109 neue Tiefs. Stärkste Sektoren waren Versorger und Immobilien. Am deutlichsten verloren Energie und Communication Services. Konjunkturseitig kam der ISM-Index für den US-Servicesektor im August besser als von Analysten erwartet herein. Er erhöhte sich von zuvor 55,7 auf 58,5 Punkte (Konsensschätzung: 56,3).
Am Devisenmarkt zeigte der US-Dollar gegenüber den meisten anderen Hauptwährungen Abgaben. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des US-Handels 0,19 Prozent tiefer bei 95,00 Punkten. EUR/USD gab um 0,05 Prozent auf 1,1623 USD nach. Am stärksten gesucht waren der Yen und der Franken als klassische sichere Häfen.
Der S&P GSCI Rohstoffindex verlor 0,79 Prozent auf 459,79 Punkte. Brent-Öl verbilligte sich um 0,71 Prozent auf 76,72 USD. Der Preis für US-Erdgas fiel um 0,61 Prozent auf 2,78 USD. Comex-Kupfer verteuerte sich um 1,00 Prozent auf 2,64 USD. Gold rückte um 0,36 Prozent auf 1.206 USD (1.032 EUR) vor. Silber gab um 0,18 Prozent auf 14,20 USD nach. Platin stieg um 0,97 Prozent auf 791,90 USD.
Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,22 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab um drei Basispunkte auf 0,35 Prozent nach. Der Euro-Bund-Future schloss 0,06 Prozent höher bei 162,62 Punkten und formte einen Inside Day (Handelsspanne komplett in der Spanne des Vortages). Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes fiel um zwei Basispunkte auf 2,88 Prozent.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh erneut auf breiter Front schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index fiel den siebten Tag in Folge um diesmal 0,47 Prozent auf ein Jahrestief bei 159,86 Punkten.
Heute stehen von der Makroseite die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten für den August im Fokus. Experten erwarten im Schnitt einen Anstieg der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 192.000 (Juli: 157.000) und einen Rückgang der Arbeitslosenquote auf 3,8 Prozent (Juli: 3,9). Daneben sind die Juli-Daten zur deutschen Industrieproduktion sowie den Exporten von Interesse.
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