Energie: Die Gewinnmitnahmen am Ölmarkt halten an, wobei der Brentölpreis heute Nacht kurzfristig unter 77 USD je Barrel fiel, nachdem er am Dienstag nicht über 80 USD je Barrel steigen konnte. Die negative Anlegerstimmung aufgrund einer weiteren Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China belasten. Zudem haben die API-Daten zu den US-Vorräten höhere Bestände gezeigt als erwartet. Der Rückgang der Bestände für Rohöl ist mit 1,17 Mio. Barrel geringer als erwartet ausgefallen und die Benzinbestände sind sogar wider Erwarten um 1 Mio. Barrel gestiegen. Heute wird die US-Energiebehörde feiertagsbedingt einen Tag später als üblich ihre Zahlen vorlegen. Bei Rohöl wird ein Rückgang der Bestände um 2,4 Mio. Barrel und bei Benzin um 1,4 Mio. Barrel erwartet.
Der Wegfall iranischer Ölexporte veranlasst die Konkurrenz ihre Verkaufsstrategie anzupassen. Darauf führen wir auch die Entscheidung Saudi-Arabiens zurück, die offiziellen Oktober-Verkaufspreise für die Lieferungen nach Europa nach oben und für die nach Asien nach unten anzupassen. Denn europäische Firmen werden aus Angst vor den US-Sanktionen schon jetzt kein iranisches Rohöl mehr bestellen, weshalb europäische Raffinerien auf russische oder saudische Lieferungen ausweichen müssen. In Asien versucht man dagagen die iranischen Angebote zu unterbieten und zusätzliche Marktanteile zu gewinnen. Doch auch asiatische Kunden mit Ausnahme von China werden wohl ihre Importe aus dem Iran reduzieren, vielleicht sogar komplett. So hat einer der wichtigsten Iran-Kunden, Indien, im August wohl bereits seine Importe um knapp ein Drittel reduziert.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CE9J1Y | Faktor Long | WTI Oil Future | Faktor: 8 |
| CE9J22 | Faktor Long | Brent Oil Future | Faktor: 8 |
| CE7XGS | Faktor Short | WTI Oil Future | Faktor: -8 |
| CV55QJ | Faktor Short | Brent Oil Future | Faktor: -8 |
Edelmetalle: Platin hat sich gestern wie alle anderen Edelmetalle leicht erholt und handelt heute Morgen bei gut 780 USD je Feinunze. Die Marktlage und die Aussichten für eine stärkere und nachhaltige Preiserholung sind aber nicht rosig. So hat der World Platinum Investment Council (WPIC) in seinem Quartalsbericht heute Morgen für das zweite Quartal einen 8%-igen Rückgang der Platinnachfrage gegenüber Vorjahr berichtet. Vor allem die Investmentnachfrage fiel schwach aus, da viele ETF-Anleger ihre Bestände verkauft haben. Die Verkäufe konnten auch nicht durch eine höhere Nachfrage nach Barren und Münzen aufgefangen werden. Daneben zeigte sich die Nachfrage aus der Automobilindustrie schwach, da in großen Automärkten in Westeuropa wie zum Beispiel Deutschland, Frankreich, Spanien und Großbritannien die Dieselautos zweistellige Absatzrückgänge verzeichneten. Das Angebot legte marginal zu, so dass im zweiten Quartal laut WPIC ein Überschuss von 340 Tsd. Unzen bestand. Im ersten Halbjahr betrug der Überschuss demnach 165 Tsd. Unzen. Für das Gesamtjahr 2018 erwartet der WPIC einen im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Angebotsüberschuss von 295 Tsd. Unzen. Damit hat er seine bisherige Prognose deutlich nach oben revidiert. Eine Vorschau auf 2019 möchte der WPIC im November geben. Darin dürfte er auch das gestern vom Hessischen Verwaltungsgericht entschiedene Fahrverbot für Dieselautos in Frankfurt ab Februar 2019 berücksichtigen. Frankfurt gilt als Dieselhauptstadt Deutschlands
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CV4914 | Call | Gold | Hebel: 8,4 |
| CA9GCJ | Put | Gold | Hebel: 8,4 |
| CE1XEE | Call | Silber | Hebel: 8,9 |
| CA9DM1 | Put | Silber | Hebel: 8,8 |
Industriemetalle: Die Metallpreise haben zwar ihre jüngste Abwärtsbewegung vorerst gestoppt, nennenswert erholen können sie sich bislang aber nicht. Dies dürfte auch an den Sorgen der Marktteilnehmer liegen, dass sich der Handelsstreit zwischen den USA und China schon in Kürze weiter zuspitzen könnte. Denn heute läuft in den USA eine öffentliche Konsultationszeit zu möglichen neuen Strafzöllen auf die Importe chinesischer Güter aus. US-Präsident Trump könnte diese vielleicht sogar schon kommende Nacht beschließen. Wohl auch deshalb haben viele asiatische Aktienmärkte ihre zwischenzeitlichen Gewinne zum Handelsschluss hin wieder abgegeben, was einer spürbaren Erholung der Metallpreise offenbar im Wege steht.
Die Londoner Metallbörse (LME) hat diese Woche bestätigt, im nächsten Jahr neue Futures-Kontrakte für sog. Batteriemetalle einzuführen. Anfang nächsten Jahres soll es bereits einen Kontrakt für Kobaltsulfat geben, der bar ausgeglichen wird. Auch mit der Einführung eines Kontraktes für Lithiumsulfat scheint die LME weiter fortgeschritten zu sein. Später im Jahr soll es einen Kontrakt für Nickelsulfat geben, der die Prämie für Nickelsulfat auf den LME-Nickelpreis abbildet. Speziell für Nickel fordert die Industrie schon seit Längerem Änderungen beim bestehenden Kontrakt. Handelskreisen zufolge wird derzeit für qualitativ hochwertiges Nickelsulfat, das für Batterien benötigt wird, eine Prämie von 2.000 bis 4.000 USD je Tonne auf den LME-Nickelpreis gezahlt.
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