Energie: Die Ölpreise haben sich gestern wieder einmal vom übrigen Rohstoffsektor abgesetzt und entgegen der allgemeinen Schwäche zugelegt. Interessant dabei ist, dass Öl nicht erst in den letzten Monaten, in denen die Ängste vor einem Wegfall iranischer Ölexporte das Marktgeschehen prägen, relative Stärke zeigt. Vielmehr entwickeln sich die Ölpreise schon seit letztem Sommer deutlich besser als die Preise für die Industrie- oder Edelmetalle (Grafik des Tages). Die einfache Erklärung dafür ist, dass der Fokus auf unterschiedlichen Seiten der Angebots-Nachfrage-Gleichung liegt. Denn während bei Rohöl die (negativen) Schlagzeilen in Bezug auf die Angebotsentwicklung dominieren (früher Venezuela, Libyen, Angola oder künftig vor allem Iran), sind bei den Metallen die Sorgen über eine schwächere Nachfrage ausschlaggebend. Bei Gold sind es die Finanzanleger, die seit Monaten im großen Stil aussteigen, bei Metallen die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und ihren Partnern und die entsprechenden Sorgen um die Konjunkturschwäche. Doch auch bei Öl ist der Aufwärtstrend keineswegs eine Einbahnstraße. Seit dem gestrigen Hoch ist er bereits um rund 2 USD gefallen, nachdem er zuvor mit 79,5 USD in der Spitze die wichtige psychologische Marke von 80 USD je Barrel im ersten Anlauf seit einem Monat verpasst hat. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Auch wenn der Preisanstieg zuletzt stark spekulativ gestrieben war und deshalb die Korrekturgefahr hoch ist, lockt die Marke von 80 USD weitere Spekulanten an: Kurzfristig besteht das Risiko eines Anstiegs darüber.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CE9J1Y | Faktor Long | WTI Oil Future | Faktor: 8 |
| CE9J22 | Faktor Long | Brent Oil Future | Faktor: 8 |
| CE7XGS | Faktor Short | WTI Oil Future | Faktor: -8 |
| CV55QJ | Faktor Short | Brent Oil Future | Faktor: -8 |
Edelmetalle: Der lange Zeit deutlich aufwertende US-Dollar wegen der Turbulenzen in den Schwellenländern war gestern für die Edelmetallpreise ein großer Belastungsfaktor. Hinzu kam ein deutlich besserer ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe in den USA, der im August entgegen den Erwartungen spürbar gestiegen ist. In diesem Umfeld rutschte Gold zeitweise unter 1.190 USD je Feinunze. Es erholt sich heute Morgen nur leicht. Die Verluste von Gold in Euro gerechnet fielen wegen der Währungsentwicklung zwar etwas geringer aus, es notiert aber dennoch unter 1.030 EUR je Feinunze. Deutlich größere Verluste als Gold verzeichneten Silber und Platin – die Verluste von Silber waren sogar dreimal so hoch wie die von Gold. Der Silberpreis fiel auf 14 USD je Feinunze, der Platinpreis unter 770 USD je Feinunze. Neben dem fallenden Goldpreis wurden Silber und Platin von den schwachen Industriemetallpreisen (siehe Seite 2) mit nach unten gezogen. Das Gold/Silber-Verhältnis ist im Zuge dessen auf über 84 gestiegen, den höchsten Wert seit fast zehn Jahren. Die Preisdifferenz zwischen Gold und Platin hat sich auf 415 USD je Feinunze ausgeweitet. Die Ausnahme war gestern Palladium, das fast unverändert aus dem Handel ging, obwohl es den stärksten industriellen Charakter unter den Edelmetallen aufweist. Dies hatte zur Folge, dass sich die Preisdifferenz zwischen Palladium und Platin erstmals seit März 2001 auf über 200 USD je Feinunze ausgeweitet hat. Wir halten die Preisrückgänge im Edelmetallsektor für übertrieben und erwarten eine deutliche Erholung in den nächsten Monaten.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CE1Z6X | Call | Gold | Hebel: 8,5 |
| CA9GC0 | Put | Gold | Hebel: 8,5 |
| CA9ABJ | Call | Silber | Hebel: 8,0 |
| CA9DMZ | Put | Silber | Hebel: 8,0 |
Industriemetalle: Der Tag, der gestern Morgen bei den Industriemetallen beschaulich begann, endete mit deutlichen Verlusten. Der LME-Industriemetallindex verlor über 2% und nähert sich dem 13-Monatstief von Mitte August. Im Zuge der höheren Risikoaversion der Marktteilnehmer wertete der US-Dollar zeitweise deutlich auf, so dass neben den Edelmetallen (siehe Seite 1) auch die Industriemetalle stark unter Druck kamen. Der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe in den USA, der im August auf den höchsten Stand seit über 14 Jahren gestiegen ist, verhinderte wohl ein noch stärkeres Abrutschen der Preise. Auftrieb gab er ihnen allerdings nicht. Neben Kupfer verzeichnete Nickel die größten Verluste. Offenbar besteht hier „Nachholbedarf“, nachdem sich Nickel lange Zeit der Schwäche der anderen Industriemetalle entzogen hatte. Schwache asiatische Aktienmärkte verhindern heute Morgen, dass sich die Metallpreise nennenswert erholen.
Die Verhandlungen über die nächste Aluminium-Quartalsprämie in Japan sind mit einem niedrigeren Angebot eines Produzenten als im laufenden Quartal gestartet (115 USD nach 132 USD je Tonne). Das Angebot reflektiert die aktuell relativ hohen Aluminiumvorräte in japanischen Häfen. Eigenen Aussagen zufolge sind die japanischen Aluminiumkonsumenten mittlerweile zudem weniger besorgt, dass durch die US-Sanktionen gegen den größten russischen Aluminiumproduzenten Versorgungsengpässe entstehen.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CE7XXB | Faktor Long | Kupfer Future | Faktor: 6 |
| CE7XXJ | Faktor Short | Kupfer Future | Faktor: -6 |
Rechtline Hinweise: Bitte beachten Sie die rechtlichen Hinweise
Bitte beachten Sie zusätzlich den wichtigen Hinweis zu allen abgebildeten Charts und Kursverläufen: Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.Bei den hier dargestellten Inhalten handelt es sich um fremde Inhalte. Für diese fremden Inhalte ist ausschließlich der jeweilige Eingeber verantwortlich. Eine inhaltliche, redaktionelle Überprüfung durch die DZB Media GmbH erfolgt ausdrücklich nicht. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang ergänzend den Haftungsausschluss unter https://www.zertifikateberater.de/impressum.
Sollte ein hier durch einen Eingeber distribuierter Inhalt aus Ihrer Sicht gegen geltendes Recht verstoßen, schicken Sie bitte eine Email an nc. Der gemeldete Inhalt wird umgehend überprüft und ggf. gesperrt.