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05.09.18, 08:48

Marktüberblick: Amazon knackt die Billion-USD-Marke

Der deutsche Aktienmarkt stand am Dienstag deutlich unter Druck und setzte damit seinen Abwärtstrend beschleunigt fort. Als Belastungsfaktoren fungierten die internationalen Handelsstreitigkeiten sowie die Währungsturbulenzen und drohenden Rezessionen in einigen Schwellenländern. Für den DAX ging es den vierten Tag in Folge abwärts, um diesmal 1,10 Prozent auf ein 3-Wochen-Tief bei 12.210 Punkten. MDAX und TecDAX gaben um 1,00 respektive 1,25 Prozent nach. Unter den 110 größten Werten gab es 22 Gewinner (20%) und 88 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 73 Prozent. Das Volumen im DAX betrug 87,1 Millionen Aktien (Vortag: 52,3) im Wert von 3,18 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 2,82). Mit Blick auf die Sektorenperformance konnten lediglich Banken (+0,82%) Zugewinne verbuchen. Sie profitierten von Medienberichten, wonach sich die in Italien mitregierende Lega an die Brüsseler Defizitgrenze halten will. Die kräftigsten Abgaben waren bei Konsumwerten (-1,96%), Technologietiteln (-1,86%) und Telekommunikationsaktien (-1,63%) zu beobachten. Stärkster DAX-Wert war Commerzbank mit plus 1,63 Prozent. Deutsche Bank und ThyssenKrupp folgten mit Aufschlägen von 0,64 und 0,58 Prozent. Das Schlusslicht bildete adidas mit einem Minus von 2,40 Prozent. Henkel und Infineon verloren 2,29 und 2,05 Prozent.

An der Wall Street schloss der Dow Jones Industrial trotz eines unerwarteten Anstiegs im ISM-Index für den US-Industriesektor 0,04 Prozent tiefer bei 25.952 Punkten. Für den von Technologiewerten geprägten Nasdaq 100 ging es um 0,42 Prozent nach unten auf 7.622 Zähler. 63 Prozent der Werte an der NYSE verzeichneten Kursabschläge. Das Abwärtsvolumen lag bei 66 Prozent. 126 neuen 52-Wochen-Hochs standen 90 neue Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Finanzen und Versorger. Am schwächsten präsentierten sich Communication Services und Immobilien. Unter den Einzelwerten stand Amazon mit einem neuen Rekordhoch im Fokus. Im Handelsverlauf übersprang der Konzern als zweiter US-Wert hinter Apple bei der Marktkapitalisierung die magische Marke von 1 Billion USD, was Amazon-Chef Jeff Bezos Vermögen auf 167 Milliarden USD anschwellen ließ.

Am Devisenmarkt blieb der US-Dollar den vierten Tag in Folge als sicherer Hafen angesichts der Spannungen im Handelskonflikt gesucht. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des US-Handels 0,32 Prozent höher bei 95,44 Punkten. EUR/USD gab um 0,26 Prozent auf 1,1587 USD nach. Bei den anderen Hauptwährungen fiel das Pfund Sterling durch Stärke und der Kanada-Dollar durch Schwäche auf. Der Gouverneur der Bank of England Mark Carney hatte seine Bereitschaft gezeigt, seinen Job über seine geplante Amtszeit hinaus fortzuführen. Der Loonie litt unter der Unsicherheit über den Verlauf der heute wieder startenden Gespräche zwischen Kanada und den USA über die künftigen Handelsbeziehungen.

Der S&P GSCI Rohstoffindex notierte belastet vom festen Greenback 0,12 Prozent tiefer bei 468,10 Punkten. Brent-Öl verbilligte sich nach dem zwischenzeitlichen Erreichen eines 4-Monats-Hochs (79,72 USD) um 0,56 Prozent auf 77,71 USD. Der Preis für US-Erdgas sackte um 3,43 Prozent auf ein 5-Wochen-Tief bei 2,82 USD ab. Comex-Kupfer fiel um 2,62 Prozent auf 2,60 USD. Gold gab um 0,65 Prozent auf 1.199 USD (1.029 EUR) nach. Silber, Platin und Palladium verloren zwischen 0,30 und 2,52 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,19 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen kletterte um zwei Basispunkte auf 0,36 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,18 Prozent tiefer bei 162,90 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes sprang um vier Basispunkte auf ein 3-Wochen-Hoch bei 2,90 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh auf breiter Front schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,94 Prozent auf 162,36 Punkte.

Heute stehen von der Makroseite die Servicesektor-Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone und Großbritannien sowie die Handelsbilanz in den USA im Fokus. Unternehmensseitig präsentiert Bayer als Nachzügler seine Quartalszahlen. Bereits gestern Abend veröffentlichte der Systemgastronomie-Konzern Vapiano eine Umsatz- und Gewinnwarnung für das Gesamtjahr. Die Aktie dürfte entsprechend schwach in den Handel starten.

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