Energie: Obwohl die OPEC ihre Ölproduktion im August laut einer Reuters-Umfrage gegenüber Juli um 220 Tsd. auf 32,79 Mio. Barrel täglich und damit den höchsten Stand in diesem Jahr gesteigert hat, ist sie dem im Juni verabschiedeten Ziel, die Übererfüllung der Produktionskürzungen zu eliminieren, nicht näher gekommen. Die Übererfüllung ist sogar etwas von 117% im Juli auf nun 120% gestiegen, wobei das Kartell im August 310 Tsd. Barrel Rohöl täglich weniger produziert hat als in der Vereinbarung vorgesehen. Denn für den Produktionsanstieg war vor allem Libyen nach der erneuten Inbetriebnahme des größten Ölfeldes El Sharara verantwortlich, das sich nicht an den Kürzungen beteiligt. Auch Nigeria, das vom Kürzungsabkommen nicht betroffen ist, hat seine Produktion zuletzt erhöht. Die restliche OPEC konnte den Rückgang der iranischen Ölproduktion um 150 Tsd. Barrel täglich und eine weitere Reduktion der venezolanischen Produktion dagegen nicht ausgleichen. Damit bleibt unklar, ob die OPEC einen möglichen massiven Rückgang der iranischen Ölexporte wegen der US-Sanktionen auffangen kann. Auch Russland kann seine Produktion, die nach dem Anstieg im Sommer nahe post-sowjetischer Rekordhochs liegt, nicht mehr stark steigern. Die geringen freien Produktionskapazitäten und mögliche Angebotsengpässe haben die Anleger dazu veranlasst, ihre positive Haltung zum Ölpreis weiter zu unterstreichen. In der Woche zum 28. August haben sie ihre Netto-Long-Positionen bei Brent um rund 20% auf über 380 Tsd. Kontrakte gesteigert.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CE9J1Y | Faktor Long | WTI Oil Future | Faktor: 8 |
| CE9J22 | Faktor Long | Brent Oil Future | Faktor: 8 |
| CE7XGS | Faktor Short | WTI Oil Future | Faktor: -8 |
| CV55QJ | Faktor Short | Brent Oil Future | Faktor: -8 |
Edelmetalle: Gold pendelt zum Wochenauftakt um die Marke von 1.200 USD je Feinunze. Es wird vom US-Dollar in Schach gehalten, der am Freitag deutlich aufwertete. Der US-Dollar war als sicherer Hafen gefragt, nachdem es Berichte gab, dass sich der Handelsstreit weiter zuspitzt. Zudem machten sich Sorgen breit, dass es nun doch zu einer größeren Krise in den Schwellenländern kommen könnte. Diese Sorgen könnten heute neue Nahrung erhalten, da in der Türkei Inflationsdaten veröffentlicht werden. Der Markt rechnet mit einer Beschleunigung der Inflation. Und da die türkische Zentralbank bislang nur unzureichend auf die höhere Inflation und vor allem die seit Wochen zu beobachtende Abwertung der Türkischen Lira reagiert hat, dürfte die Währung weiter fallen. Gold sollte in diesem Marktumfeld als sicherer Hafen eigentlich gut nachgefragt sein. Der festere US-Dollar steht allerdings höheren Goldpreisen entgegen. Die spekulativen Finanzinvestoren haben in der Woche zum 28. August laut CFTC-Statistik bei Gold einige Short-Positionen glattgestellt und somit zur zwischenzeitlichen Preiserholung beigetragen. Bei Silber dagegen wurden die Netto-Short-Positionen deutlich auf mittlerweile 35,7 Tsd. Kontrakte ausgeweitet. Die spekulativen Finanzinvestoren bleiben damit die wesentliche Belastungskomponente für den Silberpreis. Dieser ist heute Morgen auf 14,4 USD je Feinunze gefallen und hat sich wieder dem Mehrjahrestief von Mitte August genähert. Bislang deutet nichts auf ein Ende der Preisschwäche von Silber hin.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CE61B5 | Faktor Long | Silber Future | Faktor: 6 |
| CE61BC | Faktor Short | Silber Future | Faktor: -6 |
Industriemetalle: Nachdem der offizielle Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe (PMI) in China entgegen den Erwartungen leicht gestiegen war, ist der von Caixin erhobene PMI im August stärker als erwartet auf 50,6 gefallen. Dies ist bereits der dritte Monatsrückgang in Folge und der niedrigste Wert seit 15 Monaten. Der offizielle PMI und der Caixin PMI geben damit einmal mehr unterschiedliche Signale, wie es in der chinesischen Wirtschaft läuft. In den kleineren und privaten Unternehmen, die stärker in den PMI von Caixin eingehen, sind klar Bremsspuren erkennbar. Die Metallpreise an der SHFE in Shanghai reagieren darauf mit Abschlägen. Die Schwäche schwappt auch auf die LME in London über, wobei hier das Minus nicht so groß ist. Kupfer handelt zum Wochenauftakt weiter unter 6.000 USD je Tonne, nachdem es am späten Freitagnachmittag im Zuge eines festen US-Dollar unter diese Marke fiel. Da heute in den USA Feiertag ist, dürfte die Liquidität auch an der LME geringer sein. Zudem wird der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe erst morgen veröffentlicht. Da die Woche ansonsten datenarm ist, wird wohl der Handelsstreit im Fokus der Marktteilnehmer stehen. Ende letzter Woche hieß es, US-Präsident Trump könne schon diese Woche neue Strafzölle auf die Importe chinesischer Güter beschließen. Auch die Entwicklung der Handelsgespräche zwischen den USA und Kanada dürfte mit Interesse verfolgt werden.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CE7XXB | Faktor Long | Kupfer Future | Faktor: 6 |
| CE7XXJ | Faktor Short | Kupfer Future | Faktor: -6 |
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