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31.08.18, 14:39

Zollspirale dreht sich weiter

Energie: Während der restliche Rohstoffmarkt angesichts der steigenden Risikoaversion und eines stärkeren US-Dollar gestern unter Druck geriet, ist der Brent-Ölpreis weiter auf 78 USD je Barrel gestiegen. Dabei lässt sich der Markt nicht einmal von den erneuten Sorgen um die Handelsbeziehungen zwischen den USA und den Exportregionen China und EU, die US-Präsident Trump über Twitter erneut auf seine Linie zu bringen versuchte, abschrecken. Zu groß ist wohl die Angst vor den kommenden Ölexporteinschränkungen des Iran, zu hoch der Respekt vor der OPEC, die die Preise unter Kontrolle zu haben scheint. So hat sich auch das Beobachtungskomitee der OPEC und Nicht-OPEC-Länder (JMMC) zufrieden gezeigt mit den jüngsten Entwicklungen am Ölmarkt, wobei das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage fundamental „gut“ sei. Das nächste Treffen soll am 23. September stattfinden und den Grundstein für die Zusammenarbeit für den Rest des Jahres und das nächste Jahr legen. Darüber hinaus möchte das Komitee diese Kooperation formalisieren. Die disziplinierte Umsetzung der Produktionsquoten seitens führender Ölproduzenten hat in den letzten zwei Jahren zur Bereinigung des Ölmarktes von Überschüssen und zum Preisanstieg beigetragen. Deshalb sollte man diese Entwicklungen genau beobachten.
Der Strompreis Phelix Baseload (Grundlast, jeweils für das kommende Jahr) an der EEX ist in diesem Jahr um knapp 40% und erstmals seit April 2012 auf über 51 EUR je MWh gestiegen. Ausschlaggebend dafür ist eine massive Verteuerung der fossilen Brennstoffe, insbesondere von Kohle, und der CO2-Zertifikate.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CV55QJ Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Gold steht vor dem fünften Monatsverlust in Folge. Es verzeichnet damit die längste Verluststrecke seit 2013. Der Preis, der am Morgen bei 1.205 USD je Feinunze notiert, müsste heute noch um 20 USD steigen, um den weiteren Monatsverlust zu verhindern. Dies halten wir in Anbetracht der negativen Stimmung, die Gold entgegenschlägt, für unrealistisch. So sind von den sieben Tonnen, die den Gold-ETFs vorgestern zugeflossen sind, gestern bereits wieder vier Tonnen abgeflossen. Auch scheinen Aktien derzeit noch attraktiver zu sein als Gold, wie man an den mehrfachen Rekordständen der US-Aktienindizes in diesem Monat sehen konnte. Seit Ende März hat Gold mittlerweile 9% verloren, wobei die Verluste zwischendurch noch größer waren. Für Gold in Euro gerechnet wird der August der dritte Verlustmonat in Folge. Seit Ende Mai beträgt das Minus hier gut 7%. So wie Gold kommt auch Silber nicht vom Fleck. Mit 14,6 USD je Feinunze handelt es in der Nähe seines 2½-Jahrestiefs, das vor zwei Wochen markiert wurde. Im Vergleich zu Gold zeigt sich Silber zudem weiter schwach. Silber sieht sich Gegenwind aus mehreren Richtungen ausgesetzt. Neben dem niedrigen Goldpreis sind es die fallenden Industriemetallpreise, die auf dem Silberpreis lasten. Palladium setzt dagegen seine Erholungsrally fort und ist gestern zeitweise auf 985 USD je Feinunze gestiegen. Nachdem es die charttechnisch wichtige 100-Tage-Linie überwunden hat, kratzt es nun an der 200-Tage-Linie. Sollte diese überschritten werden, dürfte es für den Palladiumpreis weiter aufwärts gehen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: Der offizielle Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe (PMI) in China ist im August entgegen den Erwartungen leicht auf 51,3 gestiegen. Er hat damit den Rückgang der beiden vorangegangenen Monate gestoppt und bleibt im expansiven Bereich. Die chinesische Regierung hatte Ende Juli eine Reihe von fiskalpolitischen Maßnahmen beschlossen, um die Wirtschaft zu stützen. Auch hatte der Handelsstreit zwischen den USA und China offenbar zumindest in diesem Monat keine weiteren negativen Auswirkungen auf die Stimmung in der chinesischen Industrie. Der Handelsstreit spitzt sich nun aber wohl weiter zu. Denn US-Präsident Trump könnte schon nächste Woche neue Strafzölle auf Importe chinesischer Güter beschließen. Im Gespräch sind 200 Mrd. USD. Diese basieren auf einer Liste mit über 6.000 Produkten, die die US-Administration am 10. Juli präsentiert hat. Am 6. September läuft eine öffentliche Konsultationszeit dazu aus. Politikbeobachtern zufolge dürften die neuen Zölle danach eingeführt werden, möglicherweise auch schrittweise. China hat schon angedroht, in diesem Fall Zölle im Umfang von 60 Mrd. USD auf die Importe von US-Gütern einzuführen. Die Zollspirale würde sich also weiterdrehen. Die Metallpreise geben zum Wochenausklang ein gemischtes Bild ab. Im frühen Handel haben sie sich noch nicht für eine Richtung entschieden. Positive (China PMI) und negative Nachrichten (wahrscheinlich weiter eskalierender Handelsstreit) halten sich heute Morgen noch die Waage.

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